Für gute Sachargumente und lange Erklärungen ist im Beruf nicht immer Platz. Oft kommt es zu Situationen, in denen einzig und allein Schlagfertigkeit gefragt ist. Das kann im spielerischen Rahmen mit Kollegen sein, aber auch mit unbelehrbaren Kritikern. Glücklicherweise kann man seine Schlagfertigkeit trainieren. Diese zehn Tipps werden Ihnen dabei helfen.

Lesen Sie

Zwei junge Auszubildende redenWissen ist ein Rohstoff, aus dem Sie Ihre Antworten formen. Neben Ihrem professionellen Fachwissen, hilft Ihnen ein gutes Allgemeinwissen dabei, nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Wer auf vielen Gebieten mitreden kann, verringert die Zahl seiner Angriffspunkte.

Bereiten Sie sich vor

Es klingt wie ein Widerspruch, aber auch Spontaneität hat mit Vorbereitung zu tun. Ist Ihr Schreibtisch meist unaufgeräumt, machen Sie sich darauf gefasst, von einem Kollegen dafür gefoppt zu werden. Auch Automarken, Lieblingsvereine oder Leibgerichte können Gegenstand des Spottes werden. Dafür kann man sich ebenso wappnen wie für Standardfragen in Vorstellungsgesprächen.

Üben Sie

Können Sie sich mit einem bestimmt Kollegen besonders gut kabbeln, seien Sie dankbar: Vielleicht haben Sie einen Freund fürs Leben gefunden! Rhetorische Scharmützel machen im Idealfall Spaß und bereiten Sie nebenbei auf ernstere Auseinandersetzungen vor. Wer hingegen unsicher ist und seine Schlagfertigkeit verbessern will, sollte sich daher eine vertrauensvolle Person zum Üben suchen. Bei der so genannten Dreier-Übung zum Beispiel parieren Sie die gespielte Kritik ihres Partners abwechselnd elegant, humorvoll und fies.

Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen

Der Kollege aus der Buchhaltung läuft Ihnen regelmäßig am Kopierer über den Weg und fast immer macht er sich über Ihr zwölf Jahre altes Auto lustig. Auch wenn Sie sich Antworten zurechtlegen und alle möglichen Taktiken anwenden, kann es sein, dass Sie in diesen kleinen Duellen lange Zeit den Kürzeren ziehen. Gehen Sie Geplänkeln trotzdem nicht aus dem Weg und arbeiten Sie an sich. Irgendwann verlassen Sie den Kopiererraum mit einem Siegerlächeln.

Stiften Sie Verwirrung

Verwirrung ist so etwas wie der Hackentrick der Rhetorik: Es gehören Mut dazu und technische Finesse; nicht in jeder Situation kann und sollte man darauf zurückgreifen. Im Erfolgsfall jedoch macht man enorm Eindruck damit. Um Ihren Gegenüber zu verwirren, tun Sie souverän etwas Unerwartetes. Erwidern Sie zum Beispiel etwas Unpassendes – ein Churchill-Zitat ohne jeden Zusammenhang oder eine beliebige Bauernregel – und gehen Sie. Wenn Ihr Timing stimmt und Sie es souverän durchziehen, ist Ihre Antwort nicht zu kontern.

Stellen Sie (Gegen-)Fragen

Ständige Gegenfragen nerven. Jeder hat schon einmal mit Menschen zu tun gehabt, die ständig blöde Fragen stellen. Meist versucht man, derartige Unarten zu vermeiden. Manchmal lassen Sie sich jedoch bewusst als gutes Mittel zur Abwehr unberechtigter Anwürfe einsetzen. Unterbricht jemand Ihren Vortrag mit Kritik an Ihrer Datenbasis, verteidigen Sie nicht Ihre Daten, sondern fragen den Zwischenrufer nach der Herkunft seiner Daten.

Lernen Sie von anderen

Niemand wird mit der Schlagfertigkeit eines Standup-Comedians geboren. Deswegen kann man trotzdem so redegewandt wie sie werden. Schauen Sie den Leuten zu, die Sie bewundern. Versuchen Sie, deren Erfolgsgeheimnisse abzuschauen und machen Sie sie sich zunutze.

Arbeiten Sie an Ihrem Humor

Das beste Werkzeug in einem verbalen Schlagabtausch ist Humor. Mit einer humorvollen Replik wirken Sie nicht nur intelligent und selbstbewusst. Sie nehmen einer Situation auch etwaige Schärfe. Über einem gelungenen – nicht verletzenden – Scherz können alle viel leichter lachen, als sie ein gutes Sachargument anerkennen würden.

Schulen Sie Ihr Assoziationsvermögen

An dem Punkt, an dem Sie nicht weiter wissen, haben Sie eine – wenn auch vielleicht spielerische – Auseinandersetzung verloren. Beim Tennis gewinnt man schließlich auch, wenn man den Ball länger im Spiel halten kann als sein Gegner. Um Ihre Assoziationsfähigkeit zu verbessern, lassen Sie sich von einem, Trainingspartner Stichworte geben und erwidern Sie möglichst schnell in zwei/drei Sätzen, was Ihnen dazu einfällt. Ihre Reaktionsfähigkeit wird mit der Zeit besser und besser werden. Und diese ist maßgeblich für den Erfolg Ihrer Kommunikation.

Lesen Sie auch

Noch keine Kommentare vorhanden.

Sag' Deine Meinung!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *