Im Urlaub sollte man sich entspannen, neue Kraft tanken und den stressigen Arbeitsalltag vergessen. Doch gerade das fällt vielen Berufstätigen schwer. Wie also lässt man alles hinter sich, damit man im Urlaub abschalten kann? Wir sagen es Ihnen und geben Ihnen Tipps, wie Sie die freien Tage richtig vorbereiten.

© william87 - Fotolia.comNeben Badehose und Sonnencreme nehmen viele Arbeitnehmer offenbar auch den Job mit in die Ferienzeit: Knapp ein Drittel der deutschen Berufstätigen arbeitet im Urlaub ein bis drei Stunden am Tag. Sieben Prozent opfern täglich sogar mehr als drei Stunden, und 14 Prozent könnten eigentlich gleich zu Hause bleiben – sie sind im Urlaub fast genauso viel im Einsatz wie sonst. Zu diesen Ergebnissen kam die Studie des Marktforschungsinstituts Mindmetre im Auftrag von Regus, bei der 26.000 Berufstätige aus über 90 Ländern befragt wurden.

Doch warum fällt es uns so schwer im Urlaub zu entspannen und den Job, Job sein zu lassen? Sind wir wirklich so unentbehrlich geworden, dass alles zusammenbricht, wenn wir gerade einmal zwei Wochen lang nicht ins Büro kommen? Wohl kaum. Zumindest nicht, wenn die freie Zeit gut vorbereitet ist.

Aufgaben abschließen und Urlaubsvertretung planen


Damit man richtig im Urlaub abschalten kann, sollte am letzten Tag möglichst nichts unerledigt bleiben. Andernfalls neigt man dazu, über die Projekte nachzudenken, sich bereit zu erklären, notfalls übers Handy verfügbar zu sein oder zumindest zwischendurch die E-Mails zu checken.

Erstellen Sie deshalb frühzeitig eine Liste mit den unerledigten Aufgaben. Überlegen Sie sich dann (bitte realistisch bleiben!) welche Projekte Sie noch vor dem Urlaub abschließen, welche warten können, bis Sie zurück sind, und welche Aufgaben Sie an die Kollegen/ihre Urlaubsvertretung weitergeben möchten.

Mithilfe dieser Liste können Sie auch schon die Übergabe vorbereiten, damit Sie am letzten Tag nicht in Hektik verfallen oder etwas vergessen. Beschreiben Sie einfach kurz die entsprechenden Aufgaben, die Sie weitergeben wollen: Was ist schon erledigt? Was muss bis wann noch getan werden? Wer ist der Ansprechpartner? Welche Unterlagen sind dafür wichtig?

Am letzten Tag können Sie dann diesen Teil der Liste an Ihre Urlaubsvertretung weitergeben und die wichtigen Punkte noch einmal persönlich oder telefonisch durchsprechen.

Schreibtisch aufräumen und Erreichbarkeit festlegen

Zur richtigen Urlaubsvorbereitung gehört es auch, am letzten Arbeitstag den Schreibtisch aufzuräumen. So verschaffen Sie sich nicht nur einen Überblick: Was ist erledigt – und verschwindet somit aus dem Sichtfeld – und, was ist zu tun, wenn Sie zurückkehren. Sie können auch noch einmal feststellen, ob die Übergabeliste vollständig ist oder irgendetwas Unerledigtes noch mit aufgenommen und an die Kollegen weitergereicht werden muss. Gedanken, Sie könnten etwas vergessen haben, sind damit schon Mal passé.

Als Nächstes sollten Sie mit Ihrer Urlaubsvertretung über die Erreichbarkeit sprechen. Wenn Handy und Laptop nämlich wirklich nicht zu Hause bleiben können und Sie für Nachfragen im Notfall zur Verfügung stehen müssen, sollten Sie zumindest die Zeiten eingrenzen, wann Sie telefonisch erreichbar sind oder ins Postfach gucken. Reduzieren Sie dies auf ein Minimum – also geben Sie beispielsweise nicht an, jeden Tag ab 15 Uhr zur Verfügung zu stehen. Sonst können Sie wohl wieder nicht im Urlaub abschalten und Sie haben gleich eine festgeregelte Arbeitszeit während Ihrer freien Tage.

Abwesenheitsnotiz schreiben und Gedanken verbannen

Zum Schluss gilt es dann noch, eine Abwesenheitsnotiz für eingehende E-Mails einzustellen und gegebenenfalls die Kontaktdaten der Urlaubsvertretung an wichtige Kunden weiterzugeben. In manchen Betrieben ist es auch üblich, eine telefonische Weiterleitung einzurichten, damit die entsprechenden Anfragen gleich bei dem Kollegen/der Kollegin ankommen. So können Sie sicher sein, dass man sich um die entsprechenden Anliegen kümmert und während Ihrer freien Tage kein Tumult entsteht.

Und wenn Sie das alles erledigt haben, können Sie ruhigen Gewissens im Urlaub abschalten. Wandern die Gedanken dann doch einmal ins Büro, denken Sie einfach daran, dass Sie alles bestmöglich vorbereitet haben und die Projekte in den Händen Ihrer Kollegen gut aufgehoben sind.

Denn es hilft Ihnen und den Unternehmen mehr, wenn Sie hinterher frisch gestärkt und gut erholt wieder ans Werk gehen, anstatt dass Sie sich am ersten Arbeitstag schon dem nächsten Urlaub entgegenschleppen.

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