Sie erscheinen pünktlich zum Termin, wissen alles über die zukünftige Firma und haben sich besonders schick gemacht? Trotzdem kann das Gespräch schief gehen, wenn Sie nicht wissen, worauf der Personaler hinaus will. Wir zeigen Ihnen deshalb, auf was die zehn häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch wirklich abzielen und worauf Sie bei den Antworten achten sollten.

“Erzählen Sie etwas über sich.”

Auch wenn dies keine wirkliche Frage ist, sollten Sie sich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Das Jobinterview ist schließlich nicht nur ein Frage-Antwort-Spiel, sondern ein Gespräch und soll mitunter auch zeigen, wie gut Sie sich ausdrücken können.
Mit dieser Einleitung will der Personaler grundsätzlich feststellen, ob Sie die wichtigsten Eckpunkte knapp und eindeutig zusammenfassen können. Lange Ausschweifungen über Ihr Privatleben sind hier also nicht erwünscht.
Zudem sollten Sie dabei immer Bezug auf die aktuelle Stelle nehmen. Ob Sie als Kind Feuerwehrmann werden wollten, interessiert einen Personaler nicht, der Ihnen aktuell eine Stelle im Management anbietet.


Gerne werden die Bewerber bei ihren Ausführungen mit Fragen wie „Warum?“ oder „Könnten Sie das näher ausführen“ unterbrochen.  Damit testet der Personaler, ob Sie sich aus der Ruhe bringen lassen oder Ihren Lebenslauf nur auswendig gelernt haben.
Bleiben Sie also spontan, verlieren Sie nicht den Faden und seien Sie auf Nachfragen vorbereitet.

“Warum wollen Sie Ihren derzeitigen Arbeitgeber verlassen?”

Mit dieser Frage versucht Ihr Gegenüber herauszufinden, wie groß Ihr Durchhaltevermögen ist, wie gut Sie Schwierigkeiten und Stress meistern oder ob es Konflikte mit Ihrem ehemaligen Arbeitgeber gab.
Kritik  an Ihrem bisherigen Arbeitgeber, an den Arbeitszeiten oder an Ihrem alten Team ist hier unangebracht. Beziehen Sie sich lieber auf die spannenden neuen Aufgaben und auf den Wunsch nach größeren/anderen Herausforderungen.

“Warum haben Sie sich gerade bei unserem Unternehmen beworben?”

Hier will der Personaler feststellen, ob Sie sich informiert haben. Antworten, die sich auf mehr Gehalt beziehen oder Vergünstigungen und schickere Firmenwagen beinhalten, sind gänzlich unangebracht und gelten eher als Ausschlusskriterium. Schließlich zeigt sich in solchen Antworten keine persönliche Motivation oder Interesse an der Firma, bei der Sie sich bewerben.
Beziehen Sie sich also eher auf die interessanten Produkte, den guten Ruf des Unternehmens, die Aufgaben aus dem Stellenprofil oder die Firmenphilosophie.

“Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?”

Die meisten Firmen suchen dauerhafte Mitarbeiter, nicht nur jemanden für ein paar Monate. Vor allem bei Fach- und Führungskräften soll sich das Anlernen und Einarbeiten auch für das Unternehmen lohnen. Deswegen versucht Ihr Gegenüber mit dieser Frage herauszufinden, ob sich Ihre Zukunftspläne mit denen des Unternehmens decken und Sie auch noch in ein paar Jahren motiviert für die Firma arbeiten würden.
Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihrem Gegenüber nicht die Stelle „wegnehmen“ wollen. Wenn Sie sich in fünf Jahren in einer Führungsposition sehen und diese Position von Ihrem Gesprächspartner bekleidet wird, könnte sich diese Aussage eher nachteilig auf den weiteren Verlauf des Vorstellungsgesprächs auswirken.
Zudem sollten gerade junge Bewerber hervorheben, dass Sie sich in den nächsten Jahren hauptsächlich der Karriere widmen wollen – Kinderwünsche könnten zu einem Ausschlusskriterium werden.


Seite 2: Frage 5 bis 10 


Seiten: 1 2

Lesen Sie auch

Noch keine Kommentare vorhanden.

Sag' Deine Meinung!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *