Regelmäßig tauchen Begriffe auf, von denen plötzlich die ganze Welt spricht, schreibt und berichtet. Oft genug weiß jedoch nur die Hälfte, was das Wort eigentlich bedeuten soll, während sich die andere Hälfte in hundert verschiedenen Definitionen verheddert.. Einer dieser aktuell sehr populären Begriffe ist die „Work-Life-Balance“ – aber was ist das eigentlich?

In Buchhandlungen, Seminaren, Stellenausschreibungen, Personalabteilungen, Abschlussarbeiten, Studien und in der Presse – die Work-Life-Balance ist einfach überall. Der einzige Ort,  an dem die Work-Life-Balance nur selten anzutreffen ist, obwohl sie alle dort haben wollen, ist beim Arbeitnehmer. „Dabei wollen das alle haben!“, schreit die Presse und rufen Dutzende Studien. Und es stimmt: Viele Befragungen ergeben, dass sich Berufseinsteiger, Arbeitnehmer und auch Manager  eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Berufsleben wünschen. Aber ob das auch wirklich die Bedeutung von der Work-Life-Balance ist? Nicht alle sind sich sicher. Wir informieren Sie deshalb in den nächsten Wochen über alles Wissenswerte zum Trend der Work-Life-Balance.

Entstehung der Idee

Ursprünglich kommt der Gedanke, der hinter der Work-Life-Balance steckt, aus den USA. Anfang der 1990er Jahre gingen immer mehr gut ausgebildete Frauen in den Beruf und stiegen auch in Führungspositionen auf. Daraus entwickelte sich die Notwendigkeit, Familie und Beruf vereinbarer zu gestalten. Aber auch für alleinerziehende Väter oder Singles wurde diese Thematik attraktiver. Der Wunsch nach einem besseren Verhältnis von Arbeit und Freizeit wuchs stetig und immer weniger waren bereit 60 bis 70 Stunden die Woche zu arbeiten oder gar im Büro zu wohnen. Arbeit ist das halbe Leben, heißt es. Mehr Raum wollte man ihr jedoch nicht mehr zugestehen.

Erst Ende der 1990er schwappte dieser Gedanke nach Europa und wurde ursprünglich unter dem Begriff „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ geführt. Auch heute fällt ab und zu noch das Wort „Vereinbarkeit“, häufiger ist jedoch von der Work-Life-Balance die Rede. Denn die richtet sich nicht mehr nur an alleinerziehende Frauen oder Familien, sondern auch an die ungebundenen Singles. In den USA und Großbritannien  bürgerte sich deshalb noch ein weiterer, etwas konkreterer Begriff ein: Work-Family-Balance.

Viele Bedeutungen – ein Begriff

Grundsätzlich bedeutet die wörtliche Übersetzung des englischen Wortes „Work-Life-Balance“ „Arbeit-Leben-Gleichgewicht“. Aber wie diese Zusammensetzung zu deuten ist, da gibt es unterschiedliche Ansätze :

Manche sehen den Begriff als grundlegend falsch an, da er Arbeit und Leben zu trennen scheint, sich diese Aspekte aber eigentlich nicht als Gegensätze gegenüberstehen. Vielmehr gehen sie davon aus, dass Arbeit und Leben einander ergänzen und diese zwei Punkte für den Menschen niemals trennbar sind.

Andere verstehen unter Work-Life-Balance eher ein Arbeitsleben, das sich wie Freizeit anfühlt. Ein Beispiel dafür sind große Firmenanlagen, auf denen auch Swimmingpools, Volleyballfelder oder Fitnessstudios für alle Mitarbeiter zur Verfügung  stehen. Also quasi eine Verschmelzung von Spaß – der häufiger mit der Freizeit verbunden wird – und Arbeit.

Die häufigste Definition geht hingegen davon aus, dass die Work-Life-Balance einfach nur ein individuell optimales,  ausgeglichenes Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben darstellt. Das bedeutet nicht, dass man 80 Stunden die Woche arbeitet und von einem Termin zum nächsten rennt, nur um hinterher festzustellen, dass man total ausgebrannt ist und keinerlei Freunde mehr hat. Vielmehr heißt es, dass auch die Arbeit mal für das Privatleben zurückstecken muss. Es zeigt, dass  Überstunden Grenzen haben müssen und das die Freizeit auch als angenehme und erholsame Freizeit genutzt werden kann und soll.

Was bringt Work-Life-Balance?

Mittlerweile werben Dutzende Unternehmen mit einer guten Work-Life-Balance. Ständig entdeckt man neue Ratgeber mit Tipps, wie man dieses Gleichgewicht erreichen kann. Aber was haben die Unternehmen davon, wenn sie Zugeständnisse machen und Überstunden teilweise sogar verbieten? Könnte nicht auch der Arbeitnehmer schlecht dastehen, wenn er um Punkt 17 Uhr seinen Schreibtisch verlässt, Mobiltelefon und Laptop ausstellt? Ist das nicht ein Zeichen für zu wenig Engagement und Einsatzbereitschaft?

Auf der einen Seite mag dieser Gedanke noch in manchen Köpfen herumgeistern. Andererseits verschieben sich immer mehr die Prioritäten – viele Unternehmer haben festgestellt, dass nicht nur das Produkt für den Umsatz verantwortlich ist. Auch das Befinden der Mitarbeiter kann den Umsatz stark beeinflussen. Ist die Belegschaft zufrieden und motiviert, erhöht sich die Produktivität und Qualität ihrer Arbeit. Sind die Mitarbeiter hingegen unzufrieden, riskiert man die Kündigung von Fachkräften und muss meist enorme Kosten in die Neubesetzung der Stelle investieren. Aber auch bei dem Arbeitnehmer haben sich die Ansprüche verschoben. Natürlich verdient man immer noch gerne viel Geld, aber man zahlt nicht mehr jeden Preis dafür. Oft genug sind Mitarbeiter derart zufrieden mit dem Arbeitsklima und der Work-Life-Balance, dass sie Jobangebote mit höherem Gehalt bei anderen Firmen ablehnen.

Aber wer sind diese  Glücklichen und wie  gelingt es ihnen in allen Lebensbereichen zufrieden zu sein? Wie erreicht man diese Work-Life-Balance? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie in den nächsten Wochen bei www.selfmade-erfolg.de.


Haben Sie eine Frage zur Work-Life-Balance, auf die Sie schon immer eine Antwort wollten? Interessieren Sie sich für ein ganz bestimmtes Thema bezüglich der Work-Life-Balance? Dann schreiben Sie uns Ihre Frage oder Ihren Themenwunsch auf Facebook und wir werden gern darüber berichten.


Lesen Sie auch:

Wie funktioniert Work-Life-Balance?

Wo findet man die Work-Life-Balance?

Was denken Sie? Umfrage zum Thema Work-Life-Balance

Lesen Sie auch

Noch keine Kommentare vorhanden.

Sag' Deine Meinung!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *