Während es früher oft für die Beförderung ausreichte, ein paar Jahre gute Arbeit zu leisten, braucht man heute schon etwas mehr Eigeninitiative, um auf der Karriereleiter nach oben zu klettern. Wir verraten Ihnen heute, wie Sie Ihren Chef von Ihrer Beförderung überzeugen.

keyvisual07Seit Jahren sind Sie im gleichen Unternehmen, leisten hervorragende Arbeit und bringen die besten Ergebnisse aber trotzdem wurden Sie bisher nicht befördert? Dann sollten Sie – sofern Sie sich eine höhere Position wünschen – aktiv werden und Ihren Chef von Ihrem Aufstieg überzeugen. Doch bevor Sie das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen, müssen Sie gut vorbereitet sein. Dazu gehört es nicht nur, sich passende Argumente zurechtzulegen: Die erfolgreiche Karriereplanung beginnt lange vor dem Termin mit dem Chef.

Knüpfen Sie Kontakte

Nur wer ein gutes Netzwerk hat, kommt auf der Karriereleiter voran. So, oder so ähnlich, lautet meist einer der ersten Tipps in den Ratgebern zum Thema Erfolg im Beruf. Und tatsächlich: Wenn die Vorgesetzten nicht einmal Ihren Namen kennen, wieso sollten sie Sie für die frei gewordene Position vorschlagen? Sie müssen für die Beförderung zwar nicht den ganzen Vorstand beim Barbecue verköstigen. Aber Sie sollten sich beispielsweise überlegen, mit wem Sie in die Kantine gehen, wie Sie sich auf Firmenfeiern verhalten oder womit Sie im Meeting beim Chef punkten können.


Dafür sollten Sie am besten auch die gängigsten Regeln des Business-Knigge durchgehen. Selbst, wenn der Dresscode oder der Umgang mit den Kollegen in Ihrer derzeitigen Position lockerer ist – spätestens nach der Beförderung kommen vielleicht andere Situationen auf Sie zu.

Offene Fragen klären

Eben weil eine neue Postion neue Herausforderungen mit sich bringt, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, ob Sie alles, was mit der Beförderung zusammenhängt, wirklich wollen. Führen Sie sich nicht nur die positiven Effekte der neuen Stelle, sondern auch die negativen vor Augen. Kommen eventuell andere Arbeitszeiten und Überstunden auf Sie zu? Müssen Sie mit Auslandsreisen rechnen oder gar mit einer Versetzung? Sind Sie überhaupt bereit, gerade wenn Sie sich gut mit Ihrem derzeitigen Team verstehen, diese Kollegen auch zu führen? Nur wenn Sie selbst vollkommen sicher sind und alle Zweifel beseitigen, können Sie auch den Chef überzeugen.

Ziele festlegen

Es geht nicht nur darum, welche Stelle Sie besetzen wollen, sondern auch darum, was Sie dadurch und damit erreichen möchten. Zudem gilt es auch zu klären, was es dem Unternehmen bringt, wenn Sie befördert werden. Überlegen Sie sich zukünftige Ziele, wie Sie diese umsetzen wollen, und überlegen Sie, welche Ziele in etwaigen Mitarbeitergesprächen besprochen wurden. Diese Termine bieten sich auch als gute Gelegenheit an, um den Beförderungswunsch und die entsprechenden Argumente vorzubringen. Falls Sie nicht bis zum Feedbackgespräch warten wollen oder es in Ihrer Firma gar keine gibt, bitten Sie Ihren Chef um ein Treffen. Fragen Sie ihn keinesfalls auf dem Flur oder gar auf der Weihnachtsfeier nach der Beförderung und gehen Sie den möglichen Gesprächsverlauf im Kopf durch, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Hierbei müssen Sie letztlich auch auf die Körpersprache achten. Nur wenn Sie Souveränität ausstrahlen, zeigen Sie, dass Sie einer höheren Position gewachsen wären.


Wie die richtige Argumentation gelingt, erfahren Sie am Mittwoch in unserem Ratgeber zum Thema Kommunikation.

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