Es ist soweit: Ihre Rede ist geschrieben und eingeübt, jetzt geht es an die tatsächliche Präsentation vor Publikum. Mit diesen sieben Tipps wird Ihr Vortrag zum Erfolg.

Sprechen Sie Ihre Zuhörer an

Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Publikums. Denken Sie an Ihr Ziel, daran, was Sie Ihren Zuhörern vermitteln wollen. Sprechen Sie nicht zu viel von sich, sondern versuchen Sie, Ihre Argumentationen aus der Perspektive des Publikums heraus zu entwickeln. Und diese Argumentationen wollen sie für ihre Zuhörer entwickeln, sie nicht vor Ihnen verteidigen. Mit einer einladenden Körpersprache zeigen Sie das auch.

Seien Sie präzise

Vermeiden Sie Modeworte und wann immer möglich Fachvokabular. Setzen Sie nicht zu viel Detailwissen voraus. Die wichtigsten Aussagen gehören in gut verständliche Hauptsätze, nicht in kunstvoll verschlungene Schachtelsätze. Machen Sie kurze Kunstpausen, wenn Sie einen Abschnitt beendet haben oder sich ein spezieller Punkt bei den Zuhörern setzen soll. Präzise sein bedeutet auch, eine eindeutige Gestik und Mimik zu entwickeln. Ein bisschen Theatralik ist besser als zu feine Ironie, die in der hintersten Reihe des Publikums nicht mehr ankommt.

Verstecken Sie sich nicht

Manch ein Redner verschanzt sich regelrecht hinter seinem Pult. Andere sitzen und schauen dabei nie auf. Wieder andere halten ihr Manuskript vor sich als müssten sie jeden Moment Papierflieger damit abwehren. Erwecken Sie nicht den Eindruck, als wären Sie lieber ganz wo anders. Stehen Sie aufrecht und offen, verkrampfen Sie nicht. Strahlen Sie Gelassenheit und Konzentration aus. Bewegung ist gut, Herumrennen eher nicht.Orientieren Sie sich an Steve Jobs – und an Steve Ballmer als schlechtem Beispiel.

Seien Sie nicht zu schnell

Sie kennen Ihr Thema, Ihren Vortrag und die noch ausstehenden Punkte – Ihr Publikum jedoch nicht. Gerade wer sehr sicher ist, neigt dazu, durch seine Rede zu eilen. Setzen Sie früh Prioritäten: Haben Sie 20 Minuten, bereiten Sie lieber einen 15-minütigen Vortrag vor, als hinterher durch einen 25 Minütigen hetzen zu müssen. Sich beim Tempo zu zügeln werden Ihnen Ihre Zuhörer danken.

Nutzen Sie die Möglichkeiten von Multimedia

Anstatt zum Einstieg einen Absatz lang Cicero zu zitieren, können Sie auch einen kurzen Filmausschnitt zeigen. Töne und bewegte Bilder werden die Aufmerksamkeit ihres Publikums fesseln. Es wird Argumentationen besser nachvollziehen können, wenn es sie mit mehreren Sinneseindrücken verknüpfen kann. Aber auch beim Einsatz von Multimedia gilt: Übertreiben Sie es nicht.

Setzen Sie Präsentationssoftware gezielt ein

Jeder kennt das: Auf PowerPoint-Folien stehen entweder die Rede des Vortragenden im exakten Wortlaut oder unverständliche Stichpunkte. Ersteres langweilt die Zuhörer, weil sich die Informationen auf zwei Kommunikationswegen doppeln. Letzteres verwirrt das Publikum und es verliert den Faden. Für Folien gelten daher die gleichen Tipps wie für den Vortrag allgemein: Die Inhalte sollten präzise sein, weder zu umfangreich noch zu schnell, und sie sollten die Zuhörer ansprechen.

Bleiben Sie bei Ihrer Rede natürlich

Einen Vortrag halten bedeutet nicht, in die Rolle eines Vortragenden zu schlüpfen. Versuchen Sie zu verkrampft, sich eine bestimmte Rhetorik und Gestik anzutrainieren, werden Sie auf Ihre Zuhörer nicht authentisch wirken und ihre Argumente damit weniger glaubwürdig. Wenn Ihnen  Präsentationssoftware nicht liegt, setzen Sie auf Tafel oder White Board. Wenn an Ihnen kein Stand-Up-Comedian verloren gegangen ist, bauen Sie eben nicht auf Biegen und Brechen humoristische Elemente in Ihren Vortrag ein. Seien Sie nicht jemand anders. Seien sie in der bestmöglichen Weise Sie selbst, um die Ziele ihrer Rede zu erreichen.

Lesen Sie auch

Noch keine Kommentare vorhanden.

Sag' Deine Meinung!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *