Unverhofft kommt oft – Der “Traumjob”, für den man sich erfolglos beworben hat, ist plötzlich wieder frei und wird neu ausgeschrieben. Lohnt sich eine zweite Bewerbung? Ein zweiter Versuch kann durchaus Sinn machen – allerdings nur, wenn auch die Rahmenbedingungen stimmen.

Petra Bork  / pixelio.de

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Die Stelle schien so verlockend und das Anforderungsprofil passte haargenau. Die Enttäuschung ist dann besonders groß, wenn es trotz guter Vorzeichen und einer stimmigen Bewerbung noch nicht einmal zu einer Einladung zum Bewerbungsgespräch gereicht hat. Dieses kann frustrieren und auch die Motivation für weitere Anläufe rauben. Mitunter gibt es allerdings unverhofft eine zweite Chance, wenn der vermeintliche Traumjob plötzlich erneut ausgeschrieben ist. Aber macht eine erneute Bewerbung überhaupt Sinn? Die Bewerbungsunterlagen liegen dem Arbeitgeber doch schließlich vor – aber er lädt trotz offensichtlichen Bedarfs zu keinem Bewerbungsgespräch ein. Und selbst wenn man in so einem Fall nichts zu verlieren hat: Wirkt eine zweite Bewerbung nicht unsouverän oder gar aufdringlich?

Viele Gründe für eine erneute Ausschreibung

Hier muss man abwägen, denn die Gründe, warum der suchende Arbeitgeber erneut annonciert hat, können unterschiedlich sein. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel ein und dieselbe Stelle nach nur wenigen Wochen erneut ausschreibt, ist dieses ein deutliches Zeichen dafür, dass die Bewerber den Anforderungen allesamt nicht genügten. Eine zweite Bewerbung hat in so einem Fall meistens nur geringe Chancen auf Erfolg, denn das Unternehmen sucht ganz offensichtlich nach jemandem, der sich nicht unter den bisherigen Bewerbern befindet.

Anders sieht es aus, wird die Suchanzeige nach ein paar Monaten erneut geschaltet. Hier kann es sein, dass zwar jemand den Job bekommen hat, seinen neuen Arbeitgeber in der Probezeit aber nicht überzeugen konnte. Jetzt heißt es: nochmal probieren! Die Chancen sind vorab natürlich schlecht abzuschätzen, stehen aber sicherlich deutlich besser als bei einer Kandidatensuche, die nach nur ein paar Wochen wiederholt wird. Die Kandidaten, die es beim ersten Mal zu einem Vorstellungsgespräch geschafft haben, konnten offenbar nicht überzeugen, denn ansonsten hätte das Unternehmen nicht noch einmal öffentlich gesucht.

Überarbeitete Bewerbung zeugt von Lernfähigkeit

Nicht in jedem Unternehmen werden die Bewerbungsunterlagen über einen längeren Zeitraum aufbewahrt. In einigen Fällen entscheiden sich die Personaler zudem dafür, alles noch einmal “auf null” zu stellen, um bei einer neuen Bewerbungsrunde neue und frische Eindrücke zu bekommen. Hier ist es natürlich gut, wenn man mit dabei ist.

Bei einem “zweiten Schuss” sollte man sich überlegen, ob die Unterlagen, die man beim ersten Mal eingereicht hat, tatsächlich dem geforderten Bewerbungsprofil nahe kommen. Denn auch wenn die offene Stelle die gleiche geblieben ist: Eine Überprüfung von Anschreiben, Lebenslauf und ggf. Arbeitsproben sollte auf jeden Fall stattfinden. Denn womöglich ist dem Empfänger schlichtweg noch nicht klar, warum das Unternehmen mit dem Bewerber viel Freude haben wird. Mit überarbeiteten Bewerbungsunterlagen wird nicht nur ein großes Interesse an der Stelle – und am Arbeitgeber – gezeigt, sondern auch ein gewisses Maß an Lernfähigkeit. Die Fähigkeit, die eigene Leistung zu überprüfen und zu verbessern, ist schließlich nicht nur im Bewerbungsprozess von Vorteil und wird von Arbeitgebern immer gerne gesehen. Ein wenig in eine neuerliche Bewerbung zu investieren, kann sich also lohnen.


logo_serviceline_grossDer Beitrag wurde zur Verfügung gestellt von der Unternehmensgruppe serviceline (www.serviceline-online.de). serviceline vermittelt Fach- und Führungskräfte in den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen & Office-Management und unterhält Standorte in allen deutschen Ballungs- und Wirtschaftszentren.

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