Ob im Berufs- oder Privatleben: Durch unseren immer hektischeren Alltag leiden wir vermehrt unter Stress und daraus resultierender schlechter Stimmung. So mancher ist dann geneigt zur Schokolade zu greifen – die macht schließlich glücklich und beruhigt die Nerven. Aber gibt es auch einen gesünderen Weg? Wir sagen Ihnen, welche Lebensmittel wirklich gegen Stress helfen.

gesunde Nervennahrung gegen StressFür unsere Vorfahren war Stress eine Notwendigkeit, um zu überleben. Tauchte der Säbelzahntiger vor ihnen auf, produzierte der Körper vermehrt Stresshormone wie Adrenalin und Dopamin, um schnell reagieren zu können. Denn diese Botenstoffe sorgen für eine um rund ein Drittel erhöhte Energiezufuhr, die es möglich machte zu flüchten oder zu kämpfen. Heute gibt es keine Säbelzahntiger mehr, die uns nach dem Leben trachten, doch der Stress ist geblieben.

Ob der schimpfende Chef, Ärger und Sorgen im familiären Bereich oder Termin- und Leistungsdruck – unser Körper schüttet die entsprechenden Hormone aus, die unsere Vorfahren mit ausreichend Bewegung wieder abbauten. Auf dem Bürostuhl hingegen werden die Stoffe im Blut nicht so schnell beseitigt, weshalb immer mehr Menschen unter Dauerstress stehen. Das kann wiederum zu Heißhungerattacken führen, die uns zu Süßigkeiten oder Fast Food greifen lassen, da die Energiereserven rasch wieder aufgefüllt werden müssen.

Doch man kann auch gesünder den Stress loswerden oder dafür sorgen, dass er erst gar nicht entsteht.

Magnesium und Kalium gegen Nervosität und Unruhe

So ist beispielsweise bei akutem Stress der Bedarf an Mineralstoffen erhöht. Insbesondere Magnesium und Kalium werden benötigt, damit der Körper das aus Langzeitstress resultierende Hormon Kortisol wieder abbaut.

Mangelt es hingegen an diesen Mineralien, kann dies zu Nervosität, Schlafstörungen, Unruhe und einem erhöhten Blutdruck führen. Frischen Sie deshalb Ihre Reserven – insbesondere in stressigen Situationen – regelmäßig auf oder beugen Sie dem Stress vor, indem Sie sich mineralstoffreich ernähren.

Gesunde Magnesiumlieferanten sind beispielsweise:

  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Mineralwasser
  • Nüsse

Die Extraportion Kalium bekommen Sie durch:

  • Bananen
  • Trockenobst
  • Gemüse
  • Champignons

Vitamine beugen Stress vor und produzieren Glückshormone

Neben Magnesium und Kalium braucht der Körper aber auch ausreichend Vitamine. Diese beeinträchtigen nicht nur die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit, sondern auch das Nervensystem. Vor allem die B-Vitamine (B1, B6 und B12) helfen dem Körper dabei Kohlenhydrate in Energie umzuwandeln und das Glückshormon Serotonin freizusetzen, das aus dem Eiweiß-Baustein Tryptophan gewonnen wird. Hierfür sollten Sie zu Lebensmitteln wir Fisch, Fleisch, Eiern oder auch Milch greifen.

Insbesondere bei Heilbutt, Makrelen oder Thunfisch empfiehlt es sich zuzulangen, da diese Fischsorten extra viel Tryptophan enthalten. Zudem sind im Fisch noch das Spurenelement Jod und die Aminosäure Tyrosin vorhanden, die uns in stressigen Zeiten leistungsfähiger machen, da sie in der Schilddrüse zu Hormonen umgewandelt werden, welche die Energieproduktion in den Zellen steigern.

Wenn Sie also das nächste Mal unter Zeitdruck stehen oder sich in einer besonders stressigen Phase befinden, entscheiden Sie sich lieber für ein ausgewogenes Mittagessen, das beispielsweise aus Fisch und Gemüse besteht. Dazu empfiehlt sich ein großes Glas Mineralwasser, etwas Obst zum Nachtisch und Studentenfutter für zwischendurch. So wird Ihr Körper nicht nur mit allen wichtigen Stoffen versorgt, kann die Stresshormone abbauen und bleibt leistungsfähig – ein solches Menü macht auch genauso glücklich wie ein Stück Schokolade. Und das ganz ohne böses Erwachen, wenn man das nächste Mal auf die Waage steigt.

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