Im Wirtschaftsteil der Zeitungen war in letzter Zeit immer wieder die Rede von sogenannten Berliner Start-ups. Von vielen belächelt, setzten sich jedoch immer wieder Jungunternehmer durch und schafften den Sprung in ein etabliertes Unternehmertum.

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Zu den Erfolgsgeschichten gehört der Online-Schuhhändler und Ex-Start-up Zalando mit einem Umsatz von über einer Milliarde Euro im vergangenen Jahr. Auch das Jungunternehmen Soundcloud, eine Online-Plattform zum Austausch und zur Distribution von Audiodateien, hat seine Mitarbeiterzahl seit der Gründung von 10 auf 80 Mitarbeiter vergrößert und ist nun mit Büros in San Francisco, London und Sofia vertreten.

Spätestens mit Investoren wie Bill Gates und Google ist Berlin als kreativ- und IT-Hotspot angesehen. Die Investoren haben das Potenzial der Medienhauptstadt erkannt. Neben günstigen Standortkosten und guter Anbindung an Universitäten und daher auch an das kreative „ Human Capital“, nennt sich Berlin mittlerweile aufgrund seiner Lage „das Tor zu Mittel- und Osteuropa“.

Selbst der Suchmaschinen-Mogul Google hat seine Chance nicht verpasst und investierte unter anderem eine Million Euro in den Bau des Gründerforums „Factory“ in der Bernauer Straße in Berlin Mitte. In einer ehemaligen Brauerei entstanden 14.000 m² für 23 Internetfirmen mit insgesamt 500 Mitarbeitern. Darunter vertreten sind das ehemalige Start-up  „6Wunderkinder“ aber auch Internet-Open-Source-Firma Mozilla. Hier können sich die kreativen Köpfe vernetzen und Ideen austauschen.

Durch diesen Gründer-Boom, der in Berlin vorherrscht, sollen bis Ende 2016 in der Berliner Start-up-Szene Zehntausende Arbeitsplätze neu entstehen, wenn sich Investoren finden lassen. Dies bringt einen langfristigen strukturellen Vorteil – in zehn Jahren wird Berlin gesamtwirtschaftlich im Vergleich mit anderen Metropolen sehr gut dastehen. Im Moment ist Berlin noch „arm und sexy“, doch bei dem Wachstum könnte es möglicherweise bald als „reich und sexy“ bekannt sein.

Vor allem in der IT-Branche sind Fachkräfte gesucht. Viele Unternehmen drehen daher den Spieß um und veranstalten Events wie web-on-wheels, Jump2IT und weitere Bustour-Events, bei denen Unternehmen und Start-ups um Bewerber buhlen. Beim Kickern und bei Livemusik werben die Start-ups um die Bewerber, wie man es sonst nur umgekehrt kennt. „Informatiker, Ingenieure und Softwareentwickler seien gesucht“, so Florian Nöll vom Bundesverband Deutscher Start-ups. Die Not sei sogar so groß, dass versucht wird, ausländische Fachkräfte zu rekrutieren. Gleichzeitig stelle sich aber genau an diesem Punkt die Berliner Ausländerbehörde in den Weg, indem dort kaum auf Englisch kommuniziert werden würde. Dieser und weitere Steine würden Zuwanderern in die Wege gelegt, um in Berlin einen Job zu finden oder sich gegebenenfalls zu Hause zu fühlen.

Sicher ist jedoch, dass die Hauptstadt viel Potenzial bietet, welches anfangs unterschätzt wurde. Durch Investoren und finanzielle Unterstützung könnte das bisher hinterher hinkende Berlin doch noch zu einer wirtschaftlich florierenden Stadt erblühen.


Laura Arns Laura Arns ist im Marketing bei der ebuero AG beschäftigt. Die ebuero AG bietet Büroservice für kleine und mittlere Unternehmen und feierte 2011 sein zehnjähriges Firmenjubiläum. Als Pionier in der Branche hat die ebuero AG ihr Angebot stetig weiterentwickelt und gehört so auch mit ihrem mehrsprachigen 24-Stunden-Service und der firmeneigenen App zu den Vorreitern.

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