Sich zum Sport aufzuraffen, fällt deutlich leichter, wenn man Spaß daran hat. Aber es ist nicht jedermanns Sache, bei Wind und Wetter alleine durch den Park zu joggen. Auch nach einer langen Reise zum Fitnessstudio festzustellen, dass alle Laufbänder und Crosstrainer belegt sind, kann sehr demotivierend sein. Wir stellen Ihnen deshalb in unserer neuen Serie Fitnesstrends vor, bei denen die Kalorien purzeln und der Spaß nicht zu kurz kommt.

Heute: Zumba Fitness – der Tanzsport gegen Kalorien und Stress.

© Ariwasabi - Fotolia.comAls der kolumbianische Fitnesstrainer Alberto „Beto“ Perez Mitte der 90er Jahre einen Aerobic-Kurs geben musste und die übliche Musik vergaß, hätte er wohl nie gedacht, dass daraus ein internationaler Fitnesstrend entstehen würde. Doch als Beto einen Mix aus Samba und Merengue auflegte und statt Wiederholungen abzuzählen, eine Tanzfitness erfand, waren seine Kursteilnehmer begeistert. Dies war die Geburtsstunde von Zumba – ein Fitnesskonzept, dass bald darauf in Amerika mit einem Markenzeichen versehen wurde und die ganze Welt erobert hat. Übersetzt bedeutet Zumba „Bewegung und Spaß haben“ und das ist das Wichtigste bei dieser Sportart: der Spaß.

Was genau ist Zumba?

Zumba ist eine Art Tanz-Workout bei dem Aerobic-Bewegungen mit tänzerischen Elementen kombiniert werden. Im Gegensatz zum Aerobic- oder Tanzkurs gibt es beim lateinamerikanischen Fitnesstrend jedoch keine langwierig zu erlernende Choreografie. Die Teilnehmer sollen sich den Klängen von Salsa, Merengue, Samba, Flamenco oder Mambo hingeben und einfache Bewegungsabläufe in den Rhythmus der Musik integrieren.

Durch Sprünge, Drehungen, Hüft- und Armbewegungen wird der ganze Körper aktiviert, wodurch man Fett verbrennt, die Ausdauer trainiert und gleichzeitig Muskeln aufbaut.

Durch die Abwechslung von langsamen und schnellen Rhythmen soll man zudem die Anstrengungen beim Zumba nicht so stark spüren wie beispielsweise beim klassischen Step-Workout.

Tanzfitness für Anfänger und Profis

Aufgrund der leicht zu erlernenden Tanzschritte braucht man für den Fitnesstrend aus Kolumbien keine Vorerfahrung. Da jeder Teilnehmer sein eigenes Tempo wählen kann und anders als beim Aerobic-Training nicht verpflichtet ist, die vorgemachten Übungen nachzumachen, können auch Anfänger schnell von den Rhythmen überzeugt werden. Trotzdem sollte man ein gewisses Taktgefühl mitbringen, und auch Begeisterung fürs Tanzen ist von Vorteil.

Aufpassen sollten hingegen Menschen, die Gelenkschäden oder Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System haben. Hier empfiehlt es sich, zunächst einen Arzt aufzusuchen und gegebenenfalls in einer Schnupperstunde zu testen, wie der Körper auf das Fitnessprogramm reagiert.

Wer sich unsicher ist und auch mit der Beweglichkeit Schwierigkeiten hat, sollte sich vorerst mit dem Fitnesstrainer beratschlagen. Dieser kann vor allem in Bezug auf die bevorstehenden Übungen Tipps geben.

Tanzen gegen Kalorien und Stress

Viele Zumba-Kurse werben damit, dass man bis zu 1000 Kalorien pro Stunde verbrennen kann – Experten meinen jedoch, dass eher ein Verbrauch von 300 bis 600 Kalorien realistisch ist. Wie viel man genau verbraucht, hängt letztlich von Faktoren wie Körpergewicht, Fitnesslevel und Trainingsintensität ab.

Aber nicht nur Kalorien, sondern auch Stress und Ärger werden beim auf Spaß ausgelegten Fitnessprogramm verbrannt. Beim Zumba kann man sich den Kopf regelrecht freitanzen, da, wie auch bei anderen Sportarten, Glückshormone durch die Bewegung freigesetzt werden. Zudem kann man durch die Kurse neue Bekanntschaften schließen, gemeinsam lachen und die Musik genießen – nicht umsonst fällt es vielen Menschen leichter, in die Disko zu gehen und zu tanzen, anstatt sich aufs Laufband zu quälen.

Mit ein bis zwei Zumba-Stunden pro Woche können Sie somit nicht nur etwas für Ihre Gesundheit und Linie, sondern auch für Ihr geistiges Wohlbefinden tun.

Für jeden etwas dabei

Da sich der Tanz-Workout als weltweiter Trend etabliert hat, haben Fitnesstrainer und -Studios die Chance erkannt, noch weitere Formen und Abwandlungen von Zumba zu entwickeln. So gibt es spezielle Kurse für ältere Menschen oder Kinder, intensivere Trainings für Fortgeschrittene und auch Angebote, die auf Menschen mit Gelenkproblemen zugeschnitten sind.

Aber egal ob Zumba Gold, für die ältere Generation, Aqua Zumba, die Wassergymnastik für die Gelenke oder Zumba Circuit – das Zirkeltraining-Tanz-Workout: Der Spaß steht im Vordergrund. Man braucht nur bequeme Sportkleidung, ein paar feste Turnschuhe und eine Flasche Wasser und schon kann man lostanzen.

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