Was ist dran an der Wundermaschine „Power-Plate“? Selfmade-Erfolg Redakteur Karsten M., gestresster, frisch gebackener Vater, will seinen Körper in Rekordzeit wieder in Form bringen.

In meiner Fitness-Biographie finden sich viele Aufs und Abs. In den letzten Jahren habe ich zahlreiche Fitnessvideos ausprobiert, von Tai-Bo bis hin zu Zumba, habe einen Hometrainer im Keller und mich nach Feierabend und am Wochenende fordert, und eine drei Monate alte Tochter, die abends vollen Einsatz verlangt. Ich habe einfach keine Zeit, um fit und muskulös zu sein. Aber ich wäre es so gerne, zumal mir auch mein Arzt dringend geraten hat etwas für meinen Körper zu tun.

Dennis Matthaei ist Personaltrainer, Foodcoach und Fitnessfachwirt. Seit 2011 betreibt er seinen eigenen Laden in Hannover

Jetzt also soll die „Power-Plate“ den erhofften Durchbruch bringen. Was bei Astronauten gegen Muskel- und Knochenschwund in Schwerelosigkeit hilft, die Koordination verbessern und den Stoffwechsel anregen soll, kann ja nicht schaden, denke ich. In den nächsten fünf Wochen werde ich mich zweimal pro Woche für jeweils 20 Minuten auf das Vibrationsgerät stellen. Aber was bringt es wirklich? Jede Woche werde ich für Sie bei Selfmade-Erfolg über meine Erfahrungen berichten.
Es ist Montag, meine erste Sitzung steht an. 20 Minuten, das bekomme ich ja wohl in der Mittagspause hin. Ich fahre in Hannover ins Studio „Sports Royal“. Der Name klingt ja schon mal vielversprechend; ob das Training das halten kann? Der Inhaber und zertifizierte Power-Plate Trainer, Herr Matthaei, begrüßt mich persönlich; er wird mir professionell in den nächsten Wochen zur Seite stehen. Als erstes steht ein ausführlicher Fitness-Check auf dem Programm – der damit endet, dass für die verschiedenen Körperpartien mein Körperfettanteil und BMI bestimmt wird. Die immer enger werdenden Hosen haben sich leider nicht getäuscht. Mein Problembereich: der Bauch mit einem BMI von 27.
O.K. jetzt habe ich ein Ziel: Der Bauch muss weg und der BMI auf einen Wert um 20 sinken. Na, dann mal los. Und schon kommt die erste Überraschung: Meine Sportschuhe brauche ich gar nicht, man stellt sich in Socken auf das Gerät. Und dann führt mein Trainer mir vor, was auf keinen Fall sein darf, und stellt die Maschine an. Die Power-Plate legt los und ich spüre die Vibrationen bis in den Kopf hinein. „Das ist falsch“, sagt er gleich und gibt mir Anweisungen, wie es richtig geht. Alles eine Frage der Muskelspannung. Er erzählt mir dann, das viele Fitness-Studios jetzt solche Geräte haben, weil es zum guten Ton gehört. Die Leute werden dann aber damit alleine gelassen oder durch allgemeine Fitnesstrainer eingewiesen, die nicht auf die Besonderheiten dieser Maschine geschult sind. Ohne richtige Traineranweisungen kann man viel falsch machen und die Wirkung ist viel geringer, als sie eigentlich sein könnte, lerne ich. Ein Monat Power-Plate mit acht Sitzungen à 20 Minuten kostet 89,- € inkl. speziellem Trainer, der immer dabei ist.

Personaltrainer Dennis Matthaei zeigt Selfmade-Erfolg Redakteur Karsten M.die erste Übung auf der Power Plate.

Jetzt starten wir mit dem Training, immer mit dem Ziel vor Augen: Bauch weg, fitter werden und die typischen Büroverspannungen lindern. Mein Trainer hat mir speziell darauf einige Übungen zusammengestellt. Wir fangen erst mal leicht an, mit Einheiten von 30 Sekunden. Zum Beispiel in die Hocke gehen, in Liegestützposition mit den Armen auf der Plate, rücklings auf der Plate abstützen. Obwohl er meint, dass wir heute nur ein paar leichte Übungen machen, um rein zu kommen und jede Einheit nur 30 Sekunden dauert, ist das Durchhalten überraschend anstrengend. Ich nehme mir immer mal wieder Pausen, um ein paar Dinge für die Reportage aufzuschreiben – bei späteren Sitzungen gibt es diese dann so nicht mehr, werde ich vorgewarnt. Zum Abschluss bekomme ich von dem Gerät noch eine entspannende Oberschenkelmassage – das tut gut, denn ich merke schon nach dem ersten Mal, wie sich in meinem Körper etwas tut.

Zum Abschluss frage ich meinen Trainer noch, ob mehr Männer oder Frauen mit der Power-Plate trainieren. Seine Antwort: „Zu 80 Prozent sind es Frauen die etwas für die Figur oder gegen ihre Cellulite machen möchten. Männer haben zunächst Vorurteile: Was soll eine Vibrationsmaschine schon bringen? Nach den ersten Trainingseinheiten sind aber auch die meisten Männer von den Erfolgen begeistert.“
Ob auch ich begeistert sein werde und wie groß mein Muskelkater nach den ersten Anwendungen gewesen ist, lesen Sie in der nächsten Woche.

Lesen Sie auch

Noch keine Kommentare vorhanden.

Sag' Deine Meinung!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *