Sich zum Sport aufzuraffen, fällt deutlich leichter, wenn man Spaß daran hat. Aber es ist nicht jedermanns Sache, bei Wind und Wetter alleine durch den Park zu joggen. Auch nach einer langen Reise zum Fitnessstudio festzustellen, dass alle Laufbänder und Crosstrainer belegt sind, kann sehr demotivierend sein. Wir stellen Ihnen deshalb in unserer neuen Serie Fitnesstrends vor, bei denen die Kalorien purzeln und der Spaß nicht zu kurz kommt.

Heute: Nia – Yoga, Kampfkunst und Tanz in einem

Photograph provided by Nia Technique (www.nianow.com).

Photograph provided by Nia Technique (www.nianow.com).

Nia ist ein Fitnesstrend, der bereits in den Achtzigerjahren von den Fitnessgurus Debbie und Carlos Rosas in den USA entwickelt wurde. Nichtsdestoweniger ist Nia bis heute beliebt und in über 45 Ländern verbreitet. Das liegt unter anderem daran, dass das Konzept, ähnlich wie die moderneren Fitnessprogramme (beispielsweise Bokwa oder Pilardio), verschiedene Fitnesselemente in sich vereint und gleichzeitig großen Wert auf Spaß und innerliche Ausgeglichenheit legt. Zudem liegen Tanz-Fitnessprogramme seit dem Siegeszug von Zumba voll im Trend – womit Nia, die Mischung aus Yoga, Kampfkunst und Tanz, den Zeitgeist vieler Fitnessfans trifft.

Was ist Nia?

Nia vereint Tanzbewegungen (Jazz Dance und Ballett) mit meditativen Übungen (Yoga, Tai Chi) und Elementen aus dem Kampfsport (Tae Kwon Do, Aikido). Aus dieser Mischung entstanden letztlich 52 Grundbewegungen, die die verschiedenen Körperregionen, wie Bauch, Beine, Gesäß und Arme mit einbeziehen.

Die Nia-Stunde umfasst sieben Phasen, in denen sich Bewegung und Entspannung abwechseln. Getanzt wird Barfuß, zu einer vielfältigen Musikmischung und in der Kleidung, in der man sich am wohlsten fühlt. Der Instruktor gibt dabei jeweils einen Grundschritt vor – doch wie intensiv er ausgeführt wird, entscheiden die Teilnehmer selbst. Zudem kann man auch den Kopf lässig mitschwingen lassen oder die Arme hinzunehmen – entgegen den vorchoreografierten Programmen, darf man hier kreativ werden und genau das tun, was man möchte. Jeder soll die Bewegungen so ausführen, wie es ihm guttut, und es gibt keinen Leistungsdruck von außen. Nur die eigene Motivation und Ambition zählt.

Auch rumschreien ist im Kurs erwünscht: Während man Punches oder Kicks durchführt, wird die Stimme beim sogenannten „Sounding“ aktiviert. Deswegen geht es beim Nia nicht immer nur leise zu – auch wenn es ruhige, meditative Phasen gibt, die vor allem am Ende der Stunde durchgeführt werden. Hierzu gibt der Coach meist ein Wort vor, dass die Teilnehmer am Boden „tanzen“ sollen – sich also entsprechend der Wortbedeutung bewegen, rekeln und strecken.

 

Positive Effekte für Körper und Geist

Grundsätzlich steht bei Nia die Freude an der Bewegung im Vordergrund. Aber auch die körperliche und geistige Fitness kommt nicht zu kurz: Man verbessert das eigene Körpergefühl, verbrennt Kalorien, steigert die Kondition und Beweglichkeit und trainiert viele unterschiedliche Muskelgruppen. Daneben sorgen die Entspannungsübungen der östlichen Fitnesselemente für innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Die Musik, das Sounding (die Ausrufe bei Punches oder Kicks) und die eigene Kreativität, bringen hingegen Spaß und können das Selbstbewusstsein steigern.

Nicht zuletzt wird Nia aufgrund dieser vielen positiven Effekte bereits auch in Physiotherapien und Schmerzkliniken in den USA eingesetzt.

Für wen ist Nia geeignet?

Da man beim Fitnesstrend von Debbie und Carlos Rosas die Intensität der Übung selbst bestimmt, kann grundsätzlich jeder am Kurs teilnehmen. Auch für ältere Menschen, Kinder oder sogar Schwangere eignet sich Nia, da die Übungen sehr gelenkschonend sind. Dafür muss man sich jedoch von dem Wettbewerbscharakter lösen und lernen, auf seinen Körper zu hören.

Genau dies kann für einige Menschen auch der Knackpunkt sein: Drill oder Leistungsdruck gibt es nicht. Wer also viel Wert auf klare und festgelegte Übungsanweisungen legt und erst einen gewissen Druck von außen braucht, ist vielleicht beim Bodycombat besser aufgehoben. Zudem sollte man Spaß am Tanzen haben und sich auch auf die Entspannungsphasen einlassen können.

Wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind und Nia einmal ausprobieren möchten, können Sie hier nachsehen, wo der nächste Kurs in Ihrer Region angeboten wird.


Weitere Artikel aus der Serie:

  1. Fitness mit Trampolin: Balance Swing
  2. Powern Sie sich aus beim Bodycombat
  3. Erfolgreich fit mit Bodycross
  4. Bokwa: die Mischung aus Tanzen und Boxen
  5. Trommel-Workout mit Drums Alive
  6. Erfolgreich fit mit Energy Dance
  7. Hawaiianische Hüftschwünge beim Hot Hula
  8. Pilates trifft Cardio-Training: Pilardio
  9. Tanzfitness gegen Kalorien und Stress: Zumba

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