Sich zum Sport aufzuraffen, fällt deutlich leichter, wenn man Spaß daran hat. Aber es ist nicht jedermanns Sache, bei Wind und Wetter alleine durch den Park zu joggen. Auch nach einer langen Reise zum Fitnessstudio festzustellen, dass alle Laufbänder und Crosstrainer belegt sind, kann sehr demotivierend sein. Wir stellen Ihnen deshalb in unserer neuen Serie Fitnesstrends vor, bei denen die Kalorien purzeln und der Spaß nicht zu kurz kommt.

Heute: ENERGY DANCE – Fließende Bewegungen für Körper und Geist

© Uwe Kloss – energydance.de

© Uwe Kloss – energydance.de

Als Uwe Kloss Anfang der 1980er Jahre spürte, wie „harmonisch fließend es war, sich ohne plötzliche Bewegungswechsel zur Musik zu bewegen, und auf komplizierte Schritte zu verzichten“, war das Konzept für die Dynamic-Flow-Methode von ENERGY DANCE geboren, erklärt der Sport- und Tanzlehrer.

Seine Methode basiert auf vielfältigen, einfachen Bewegungen und kommt ganz ohne Choreografie aus. Man muss sich weder Schritte noch Folgen oder Takte merken, sondern kann den vorgegebenen Bewegungen im Rhythmus der abwechslungsreichen Musik leicht folgen. So hat der Kopf Pause, braucht nicht zu denken und kann von den Anforderungen des Alltags loslassen. Nicht zuletzt hat das Konzept seit seiner Entwicklung, aufgrund dieser lockeren und einfachen Möglichkeit sich gemeinsam fit zu tanzen, immer mehr Menschen in seinen Bann gezogen.

Mittlerweile werden ENERGY-DANCE-Kurse in über 200 Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeboten. Seit 2009 gibt es sogar den überregionalen ENERGY DANCE Sportverband e.V. Und weil der Körper auf funktionale Weise trainiert wird, haben selbst die gesetzlichen Krankenkassen die Präventionsangebote dieser Sportart als gesundheitsförderliche Maßnahme anerkannt.

Aber wie funktioniert ENERGY DANCE eigentlich?

ENERGY DANCE ist im Grunde ein rhythmisch-dynamisches Tanz-Fitnessprogramm, das sich aus verschiedenen Elementen, wie Aerobic, Yoga, Gymnastik und Tai Chi zusammensetzt. Dabei gibt es jedoch im Gegensatz zu anderen Tanzkonzepten wie Zumba oder Bokwa keine Choreografien oder einstudierten Bewegungsabläufe.

Damit diese freie Art des Trainings funktioniert, braucht man natürlich einen geschulten Coach, der eine Übung auf die entsprechende Musik abstimmt, entwickelt und vortanzt. Die Schritte werden also nicht vorher vom Trainer einstudiert und es gibt auch keine intervallartigen Wiederholungen – sie entwickeln sich einfach im Kurs, wodurch ENERGY DANCE besonders viel Abwechslung bietet.

Die Fokussierung auf den eigenen Körper steht dabei an erster Stelle und um diese herzustellen, beginnt jeder Kurs mit einer sorgfältigen Aufwärm- und kurzen Stretching-Phase, in der alle Gliedmaßen und Muskelgruppen angesprochen und aktiviert werden. Auch dabei geht es schon um die vom Trainer improvisierten, fließenden Bewegungsabläufe, weshalb das Warm-up ebenfalls zur Musik durchgeführt wird.

Danach folgt dann der entsprechend dynamische Hauptteil. Ob Hüpfer, Hüftschwünge oder einfache Schrittfolgen: Wichtig ist nur, dass man sich bei den Bewegungen wohlfühlt, seinen Körper spürt und man die Energie fließen lässt.

 „Raus aus dem Kopf – rein in den Körper“

Genau das beschreibt auch der Slogan von ENERGY DANCE „Raus aus dem Kopf – rein in den Körper.“ Es geht nicht darum, sich auf Takte zu versteifen oder darüber nachzudenken, welche Bewegung nun als Nächstes folgt, sondern sich den Gefühlen, Rhythmen der Musik und den körperlichen Empfindungen hinzugeben.

Dadurch macht das Training nicht nur besonders viel Spaß – da man sich ganz frei auf die Musik einlassen kann – es hilft auch innerlich ausgeglichener zu werden und den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Schließlich muss man sich auf nichts konzentrieren, außer, auf sich selbst.

Neben diesem positiven Effekt für die mentale Fitness und das allgemeine Wohlbefinden hält ENERGY DANCE aber auch den Körper fit: Man entwickelt eine bessere Kondition, Ausdauer, Körperhaltung und wird beweglicher. Zudem werden die verschiedenen Hauptmuskelgruppen trainiert. In den speziellen Präventionsangeboten (ENERGY DANCE „-Gesundheitssport“, „-Herz-Kreislauftraining“, „-Rückentraining“), die von der Krankenkasse bezuschusst werden, geht es auch um die körpergerechte Ausführung der Bewegungen und richtige Atemtechnik.

Wer kann beim ENERY DANCE mitmachen?

Um an den Kursen teilzunehmen, braucht man keine Vorerfahrung. Es werden weder Alter noch Fitnesslevel vorausgesetzt, da alle Teilnehmer selbst bestimmen, wie intensiv sie die jeweiligen Bewegungen durchführen. Dadurch kommen sowohl Anfänger wie auch Fortgeschrittene gleichermaßen ins Schwitzen und können gemeinsam trainieren. Durch die gelenkschonenden Übergänge der Schrittfolgen eignet sich das Training auch für ältere Menschen – wichtig ist nur, dass man Spaß an der Bewegung mitbringt und sich auf seinen Körper einlässt.

Wer hingegen mehr auf feste Übungen, Wiederholungen und ein durchstrukturiertes Training setzt, ist vielleicht beim Balance Swing oder BodyCROSS besser aufgehoben.

Wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind und ENERGY DANCE einmal ausprobieren möchten, können Sie hier nachsehen, wo der nächste Kurs in Ihrer Region angeboten wird. Eine besondere Alternative in das Fitnessprogramm reinzuschnuppern, bietet auch das jährliche ENERGY DANCE Festival, das vom 9. bis 11. August in Meißen bei Dresden stattfindet. Weitere Informationen zum Event finden Sie hier.

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