Burn-out, Depressionen, Erschöpfung: Solche Wörter haben in den vergangenen Jahren massiv in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Tatsächlich haben sich die Krankmeldungen aufgrund psychischer Erkrankungen seit dem Jahr 2000 verdoppelt und Stress gilt gemeinhin als Volkskrankheit. Aber wie schafft man es zu mehr innerer Ruhe und Entspannung zu kommen, umgeht den täglichen Stress oder kann ihn erträglicher gestalten?

Fotolia.com StressAlles rast um uns herum. Kaum eine Minute zum Stehenbleiben. Durchatmen und Verschnaufen? Keine Zeit. Erinnern Sie sich dabei auch an ein bekanntes, weißes Kaninchen? Über das einst noch gewitzelt wurde, wie lustig es von einem Teetermin zum anderen sprintet? Tatsächlich kann man dieses Verhalten längst nicht mehr nur beim Trickfilm Alice im Wunderland verfolgen – man kann auch einfach aus dem Fenster schauen. Jeder achte Deutsche soll sich mittlerweile im Dauerstress befinden. Dabei geht es nicht bloß um Arbeitnehmer. Auch ein vollgestopfter Freizeitterminkalender kann schnell zur Erschöpfung führen. Wohnung putzen, Sport treiben, Zeit mit Partner und Familie  verbringen, der Garten oder Balkon muss gefegt werden, eventuell heiratet die beste Freundin und man findet sich in den nächsten Wochen als hauptberuflicher Wedding Planer wieder…Eigentlich klingt das nach einem vollkommenen und vor Freude strotzenden Leben. Aber wer bei solchen Aktivitäten nicht auch mal durchatmet und an sich denkt, kann irgendwann zusammenbrechen.
Wir haben  deshalb einige Tipps zusammengestellt, wie Sie zu mehr innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und Kraft kommen können, um den Stress im Alltag zu minimieren.

Sport

Um sich auszupowern und Stress durch gesundheitliche Probleme zu vermeiden, ist Sport immer ratsam. Vor allem wer den ganzen Tag im Büro hockt, sollte sich abends ein bisschen bewegen. Ob das Joggen, Schwimmen oder Gartenarbeit bedeutet – die Hauptsache ist, dass man einen Ausgleich zum Bürostuhldasein findet.

Entspannung

Schaffen Sie in Ihrem Terminkalender immer ein paar Minuten nur für sich selbst. Beispiele dafür wären ein heißes Bad mit einem Buch und angenehmer Musik, Zeitung lesen auf der Terrasse oder dem Balkon oder ein Spaziergang im nahe gelegenen Park. Dieser kurze Zeitraum sollte keinerlei Anstrengungen bedeuten, sondern sollte nur dafür da sein zur Ruhe zu kommen.
Optimal für solche Phasen ist die erste halbe Stunde nach Feierabend, damit man mit den Problemen, Fragen und Terminen des Tages abschließen kann und die Gedanken wieder offen und empfangsbereit für Familie, Freunde oder andere Aktivitäten sind.

Durchatmen

Ob im Büro, bei der Hausarbeit oder einem durchorganisierten Wochenende, finden Sie immer mal wieder eine Minute, in der sie so richtig durchatmen können. Einfach mal eine kleine Pause einlegen, die Augen schließen, eventuell die Beine hochlegen und ruhig ein- und ausatmen. Durch solche kleinen Übungen kann man wieder Ruhe in die tägliche Hektik bringen und neue Kraft für weitere Aufgaben finden.

Yoga, Meditation oder Muskelentspannung

Fotolia.com - Yoga, Entspannung, MeditationWer Probleme damit hat, selbstständig durch kleine Pausen abzuschalten, kann zu Methoden wie Yoga, Muskelentspannungsübungen, Meditationen oder autogenem Training greifen. Diese Optionen kann man vorher ausprobieren, um zu sehen, was einem am meisten hilft und worauf man sich wirklich einlassen kann. Yoga ist beispielsweise nicht nur für die innere Ruhe, sondern auch für die Muskeln und Gelenke sehr gut geeignet. Muskelentspannungsübungen beugen vor allem Verspannungen vor, und wenn der Körper locker ist, versteift sich auch der Geist nicht so schnell. Dabei sollten Sie die verschiedene Muskelpartien abwechselnd an- undentspannen – teilweise können solche Übungen direkt am Bürotisch gemacht werden, ohne dass die Kollegen etwas mitbekommen.

Meditation und autogenes Training sind als reine Entspannungsübungen zu betrachten, die vor allem die Atmung und Konzentration regulieren können.

Selbstbestimmung

Als eine der häufigsten Ursachen von Stress gilt ein fremdbestimmtes Leben. Selbst wenn Sie nicht auf dem Chefsessel sitzen und dort vielleicht auch gar nicht hinwollen, können Sie daran arbeiten viele Entscheidungen und Planungen in die eigene Hand zu nehmen. Der Unternehmer Götz Werner von den dm-Drogeriemärkten, sagte beispielsweise in einem Interview: „Großer Stress entsteht, wenn man etwas macht, das einem nicht entspricht, wenn man mit Aufgaben konfrontiert ist, mit denen man sich nicht innerlich verbinden kann.“
Versuchen Sie sich deshalb möglichst viele eigene Ziele zu setzen. Als Hilfe dazu könnte Ihnen zum Beispiel ein Tagebuch dienen, in denen Sie ihr jeweiliges Tagesziel eintragen. Und wenn es nur darum geht, dass sie heute einen Freund anrufen möchten. Wenn Sie kleine Ziele erreichen, können sie sich auch optimistischer den größeren zuwenden.

Urlaub ist Urlaub ist Urlaub

Wenn Sie Feierabend oder Urlaub haben, lassen Sie ihr Arbeitsutensil ausgeschaltet. Egal ob Laptop oder Firmenhandy: Die Arbeit sollte Sie nicht rund um die Uhr begleiten. Selbst wenn Sie in höherer Position sitzen, müssen auch dort gewisse Auszeiten gelten, damit das Abschalten vom Beruf auch wirklich möglich ist. Schließlich kann niemand ständig absolut  Produktivität sein – machen Sie sich selbst deshalb auch deutlich, dass sie nach kurzen Erholungsphasen wieder viel frischer ans Werk gehen können.

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