Leichtes Frühstück„Salat hat viele Vitamine“, „Spinat hat viel Eisen“, „Cola hilft bei Durchfall“ – solche und andere Ernährungsmythen hört man immer wieder. Doch was ist eigentlich dran an den Weisheiten? Wir gehen den zehn häufigsten Gerüchten auf den Grund und geben Antworten!

Mythos 1: Margarine ist gut fürs Herz

Wer sich Gedanken um Cholesterin und Herzprobleme macht, hat vielleicht öfter schon von dem Mythos gehört, dass die pflanzlichen Öle und Fette besser fürs Herz sind, als die deftige Butter. Doch weit gefehlt: Auch in der Margarine ist Cholesterin enthalten und durch die Herstellung entstehen zudem veränderte Fettsäuren, die für den Organismus noch schädlicher sein können.

 Mythos 2: Kaffee ist ungesund

Lange hieß es Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke führen zu einer negativen Flüssigkeitsbilanz, da sie dem Körper Wasser entziehen. Dieses Gerücht ist mittlerweile widerlegt: Kaffee wirkt lediglich harntreibend – der Mensch scheidet ihn also schneller aus als koffeinfreie Getränke. Trotzdem kann Kaffee zu Nervosität, Unruhe und Schlafstörungen führen. Man sollte deshalb nicht mehr als vier Tassen pro Tag zu sich nehmen.

Mythos 3: Salat hat viele Vitamine

Tatsächlich besteht grüner Salat fast nur aus Wasser. Statt zu einem gemischten Blattsalat sollten Sie also eher zu einem Teller mit Paprika, Tomate oder Radieschen greifen, um Ihren Vitaminhaushalt aufzufrischen.

Mythos 4: An den Fingernägeln erkennt man Kalziummangel

Wer sich schon mal mit den weißen Flecken auf Fingernägeln beschäftigt hat, ist sicherlich auch über das Gerücht gestolpert, dass dies ein Zeichen für Kalziummangel sein soll. Stimmt aber nicht. Die weißen Punkte stammen einfach nur von Verletzungen des Nagelbetts.

Mythos 5: Karotten sind gut für die Augen

Dieses Gerücht hält sich schon seit Ewigkeiten und viele Eltern nutzen es, um Ihre Kinder von den Vorteilen des orangefarbenen Gemüses zu überzeugen – doch leider entspricht dieser Mythos nur zum Teil der Wahrheit. Denn Karotten enthalten zwar die Vorstufe von Vitamin A – Betacarotin – doch das trägt nicht dazu bei, eine Sehschwäche zu vermeiden oder zu verbessern. Mangel an Vitamin A und dessen Vorstufe kann hingegen zur Nachtblindheit führen. Durch eine ausgewogene Ernährung kann man dem jedoch vorbeugen, ohne tagtäglich eine Karotte verschlingen zu müssen.

Mythos 6: Spinat enthält viel Eisen

Wie stark sich ein Gerücht aufgrund eines Rechenfehlers halten kann, beweist der Spinat: Seit Generationen hält sich der Mythos, das Blattgemüse wäre besonders eisenhaltig und sei deshalb gut für Wachstum, Knochenbau und Blutbildung. Doch mittlerweile steht fest: Spinat ist zwar gesund, hat aber keinen höheren Eisengehalt als andere Gemüsesorten. So enthalten 100 Gramm Spinat nur circa vier Milligramm Eisen – bessere Lieferanten des Wachstumshelfers sind hingegen Eier, Hirse oder Linsen.

Mythos 7: Bei Durchfall sollte man Cola trinken

Ebenfalls ein Gerücht, das sich über Jahre gehalten hat, ist, dass man bei Durchfall zu Cola und Salzstangen greifen soll. Tatsächlich schadet die Cola jedoch mehr, als dass sie hilft. Denn der große Zuckeranteil verstärkt das Ausscheiden von Wasser lediglich und das Koffein regt die Nieren an, wodurch sich die Flüssigkeitsbilanz nur deutlich verschlechtert.

Mythos 8: Von Schokolade bekommt man eine schlechte Haut

Fettreiche Lebensmittel können zwar Hautunreinheiten fördern, aber nur, wenn man schon zu einer unreinen Haut neigt. Dass hingegen Menschen, die eine glatte Haut haben, vom Schokoladenverzehr Pickel bekommen würden, ist nur ein Gerücht.

Mythos 9: Dunkles Brot ist immer gesünder

Es stimmt, dass Vollkornbrot gesünder ist als Weißbrot. Doch die Farbe ist nicht unbedingt ein Hinweis darauf, aus was das Brot gemacht ist. So kann ein dunkles Brot auch ein mit Malz eingefärbtes Weizenbrot sein. Achten Sie also immer auf die Inhaltsstoffe und nicht auf die Helligkeit.

Mythos 10: Abends essen macht dick

Zwar setzt Essen grundsätzlich schneller an, wenn man sich danach nicht bewegt und nur noch auf dem Sofa oder im Bett liegt – aber der Stoffwechsel ist abends genauso aktiv, wie am Tag. Demnach kommt es nicht darauf an, wann Sie etwas essen, sondern wie viel und was Sie zu sich nehmen. Hier gilt die Faustregel: Wer mehr Kalorien zu sich nimmt, als er verbraucht, nimmt zu.

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