Wer träumt nicht davon mit einer Start-up-Idee der nächste Steve Jobs oder Mark Zuckerberg zu werden? Aber nicht nur Facebook, Google und Co. fingen als kleine Idee an und wurden zu weltweit erfolgreichen Unternehmen. Wir stellen Ihnen heute fünf Start-ups vor, die sich mittlerweile am internationalen Markt etabliert haben – und gehen ihren Erfolgsgeheimnissen auf den Grund.

Allen erfolgreichen Neugründungen der letzten zehn bis fünfzehn Jahre liegt ein einfaches Prinzip zugrunde: Sie sind zukunftsorientiert. Wer als Gründer die Gesellschaft 2.0 ignoriert, wird es schwer haben, international bekannt zu werden und sich dementsprechend zu vermarkten. Aber nur, weil man eine innovative Idee für eine Internetplattform, Smartphone-App oder einen Onlineshop hat, heißt das noch lange nicht, dass man automatisch Erfolg haben wird. Wir zeigen Ihnen deshalb, warum fünf gute Ideen erfolgreich wurden und was man von diesen Start-ups lernen kann.


tape.tv – Musikfernsehen 2.0

© tape.tv

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Ideen müssen innovativ, aber nicht immer neu sein. Das haben Conrad Fritzsch und Stephanie Renner mit ihrem Unternehmen tape.tv bewiesen, dass sie 2008 gegründet haben. Vielmehr haben sie die alte Idee des Musikfernsehens genommen und sie im digitalen Gewand neu vermarktet. Deutschlandweite Videopremieren von bekannten Künstlern laufen mittlerweile genauso auf dem Portal wie Interviews, Konzerte und Talkrunden. Daneben bietet tape.tv zwei große Vorteile, die sicherlich immens zur Popularität des Senders beigetragen haben:

  1. tape.tv ist für die User kostenlos und finanziert sich unter anderem wie Privatsender durch Werbeeinnahmen. Dies gelingt vor allem durch die eigens kreierte Werbeform der 360° Motion Ad.
  2. Zuschauer können sich ihr Programm selbst zusammenstellen. Mit wenigen Klicks kann man sagen, welche Videos man mag und welche nicht. Gemäß diesen Einstellungen werden zukünftig die empfohlenen Beiträge gefiltert.

Tape.tv geht damit gezielt auf die Wünsche seiner Zuschauer ein, die diesen Service mit Klickzahlen und häufigen Besuchen belohnen. Rund 3,9 Mio. Unique User mit einer durchschnittlichen Verweildauer von rund 25 Minuten hat das Portal mittlerweile monatlich. Die Mitarbeiterzahl ist auf rund 80 Personen gewachsen und wie Fritzsch im vergangenen Jahr andeutete, sind Expansionen nach Großbritannien und Frankreich geplant.

Fazit: Auch alte Ideen lassen sich erfolgreich umsetzen, wenn man sie an den Zeitgeist anpasst und die Wünsche der Kunden in den Vordergrund stellt.


DaWanda – Einzigartiges für eine Welt der Individualisten

© DaWanda

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Auch der Online-Marktplatz DaWanda konnte sich in den letzten sechs Jahren äußerst erfolgreich im Netz platzieren. Rund 190.000 Hersteller bieten über drei Millionen Produkte an – rund 2,5 Millionen Mitglieder nutzen diesen Service und 150 Mitarbeiter aus 15 Nationen halten die Plattform am Laufen. Mittlerweile hat DaWanda auch ein Buch rausgebracht und ist auch auf Englisch, Französisch und seit letztem Jahr Niederländisch verfügbar. Dabei war es für die Gründer Claudia Helming und Michael Pütz zunächst nicht einfach, Geldgeber und Publikum von ihrer Idee des Selbstgemachten zu überzeugen. Schließlich denkt man oft zunächst an die unförmigen Tontassen, die das Kind aus der Schule mitbringt oder an die Häkeldecke von Oma.

Deswegen haben die Gründer weniger auf Worte, denn auf Visualisierungen gesetzt. Sie bauten einen Prototypen der geplanten Seite und stellten Beispielprodukte vor.

Die Investoren waren damit überzeugt, aber der Bekanntheitsgrad musste noch wachsen. Schließlich gab es ja noch Ebay, Etsy und Portale wie Kleiderkreisel, die von sich Reden machten. Zunächst haben Claudia Helming und Michael Pütz dafür die direkte Kommunikation gesucht und Nutzer auf Seiten der Käufer und Verkäufer direkt angesprochen – danach setzten Sie auf das klassische Mittel der Pressearbeit. Zwar ist damit ein gewisses Risiko verbunden, weil man nie weiß, ob die Redaktion sich für die Veröffentlichung entscheidet. Aber gerade zu Beginn hat man damit kostengünstig eine hohe Reichweite, die außerdem Seriosität vermittelt.

Fazit: Eine gelungene Idee muss man auch vermarkten können. Dies gelingt nicht nur mit den richtigen Worten, sondern auch mit einer geschickten Präsentation.


Seite 2: Instagram, mymuesli und Jimdo


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