© Kzenon - Fotolia.comZuviel Stress, zu wenig Bewegung und eine schlechte Körperhaltung aufgrund der täglichen Büroarbeit? Kein Wunder, dass der Rücken anfängt zu schmerzen. Höchste Zeit, mehr Sport zu treiben und dadurch die Muskulatur zu stärken und Verspannungen abzutrainieren. Doch sind alle Sportarten bei Rückenschmerzen gleich gut? Wir geben Antworten und sagen Ihnen, worauf Sie besonders achten sollten.

Sportarten bei Rückenschmerzen: Schwimmen

Der beste Sport bei Rücken- oder auch Gelenkproblemen ist Schwimmen. Hierbei wird die Wirbelsäule kaum belastet, dafür werden die Hauptmuskelgruppen erstens zusätzlich durch den Wasserwiderstand trainiert und zweitens wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt. Die Kraulbewegungen sind überdies besonders rückenschonend.

Tipp: Variieren Sie die Schwimmtechniken, damit die Belastung nicht zu einseitig wird. Zu intensives Brustschwimmen ruft beispielsweise eine Überstreckung der Halswirbelsäule hervor und kann somit zu zusätzlichen Nackenverspannungen führen.

 

Sportarten bei Rückenschmerzen: Rad fahren

Durch die Tretbewegung beim Fahrradfahren werden insbesondere die tieferen Muskelgruppen der Rückenpartie angesprochen und durch das Sitzen wird die Wirbelsäule nicht zusätzlich mit dem Körpergewicht beschwert. Daneben fördert Rad fahren natürlich auch die Ausdauer und damit das Herz-Kreislauf-System.

Tipp: Sie sollten unbedingt auf die passende Höheneinstellung von Lenker und Sattel achten. Wer zu gebeugt auf dem Rad sitzt – beispielsweise auch beim Rennrad – belastet den Rücken zu stark. Bei einem bereits schmerzenden Kreuz sollte man also davon absehen, an Radrennen teilzunehmen.

Sportarten bei Rückenschmerzen: Joggen

Das ständige Be- und Entlasten beim Laufen ist besonders gut für die Bandscheiben. Zudem werden beim Joggen besonders Beinmuskulatur und untere Rückenregion trainiert sowie die Ausdauer gefördert.

Tipp: Achten Sie unbedingt auf die richtigen Laufschuhe und -technik, da Sie Ihrem Rücken sonst mehr schaden als helfen. Einsteiger sollten sich deshalb intensiv informieren und vor allem langsam anfangen – sonst überfordern Sie Ihren Körper zu schnell.

Sportarten bei Rückenschmerzen: Tanzsportarten

Es gibt viele Tanzsportarten wie Zumba, Nia oder Energy Dance die vor allem die Beweglichkeit und Körperhaltung verbessern sowie viele unterschiedliche Muskelgruppen ansprechen. Damit eignen sich viele dieser Fitnessprogramme auch für Personen, die an Verspannungen leiden.

Tipp: Nicht alle Bewegungen sind rückenschonend, vor allem nicht, wenn der Wechsel zu hektisch ausgeführt wird. Achten Sie also auf die Signale Ihres Körpers und lassen Sie es gegebenenfalls langsam angehen.

Sportarten bei Rückenschmerzen: Nordic Walking

Ähnlich wie beim Joggen ist die Be- und Entlastung gut für die Bandscheiben. Beim Nordic Walking kommt aber zusätzlich die Armbewegung hinzu, wodurch auch die Schulterpartien angesprochen und trainiert werden.

Tipp: Hier geht es um die richtige Ausführung der Wechselbewegungen – wer den Stock zu verkrampft hält oder falsch einsetzt, bekommt eher noch mehr Schulter- und Nackenprobleme. Einsteiger sollten sich deshalb bei einem Experten über die richtige Ausführung der Bewegung informieren.

Sportarten bei Rückenschmerzen: Gezieltes Krafttraining

Vor allem bei einer schwachen Muskulatur empfiehlt sich ein gezieltes, aber kontrolliertes Krafttraining. Das bedeutet keineswegs, dass Sie sofort zum Gewichtestemmen ins Fitnessstudio laufen müssen: Auch Rumpfübungen wie Sit-Ups stärken die Rückenmuskulatur.

Tipp: Auch hier muss man auf die richtige Ausführung und Geschwindigkeit achten. Wer sich einfach blind auf die Geräte stürzt, zu schnell zu hart einsteigt oder die Übungen falsch macht, kann sich neue Verspannungen und Zerrungen zuziehen. Lassen Sie sich deshalb immer zeigen, wie es richtig geht.


Fazit: Wer ständig Rückenschmerzen hat und nicht weiß, woher diese kommen, sollte in jedem Fall zunächst einen Arzt aufsuchen. Hier können Sie dann auch erfragen, welche Sportart sich am besten bei Ihren entsprechenden Beschwerden eignet. Für normale Verspannungen und Schmerzen, die durch Stress, falsche Körperhaltung oder Bewegungsmangel entstehen, eignen sich aber grundsätzlich vor allem jene Sportarten, die den Körper gleichmäßig belasten. Ein gezieltes und durch einen Experten kontrolliertes Muskelaufbauprogramm kann den Rücken zusätzlich stärken und für die Zukunft wappnen.

Lesen Sie auch

Noch keine Kommentare vorhanden.

Sag' Deine Meinung!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *