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Sie haben ein Stellenangebot gefunden, auf das Sie sich bewerben möchten? Das Anschreiben und der Lebenslauf sind bereits geschrieben, das Bewerbungsfoto geknipst und die besten Arbeitszeugnisse kopiert? Dann kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder? Leider, doch. Wenn Sie nämlich eines der Dokumente vergessen, ausversehen ein falsches oder fehlerhaftes Anschreiben verschicken oder alles in der ausgefransten Mappe beim Personaler ankommt, stehen die Chancen trotzdem schlecht. Wir geben Ihnen deshalb eine Checkliste an die Hand, mit der Sie die vollständige Bewerbungsmappe noch einmal abschließend überprüfen können.

Allgemeines:

  • Eine vollständige Bewerbung besteht aus Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen. Oftmals wird auch ein Foto vorausgesetzt und um Angabe der Gehaltsvorstellungen oder des schnellstmöglichen Eintrittstermins gebeten. Überprüfen Sie nochmal mit Hilfe der Stellenausschreibung, ob alle geforderten Informationen und Dokumente vorhanden sind.
  • Bei der postalischen Bewerbung gilt: Die Mappe darf keine Flecken oder Knicke aufweisen. Bei der E-Mail-Bewerbung müssen Sie auf Größe und Dateiformat der Anlagen, die korrekte Empfängeradresse, eine seriöse Absenderadresse und eine saubere Formatierung der Textnachricht achten.
  • Bei der postalischen Bewerbung muss auch das Papier, auf dem die Dokumente gedruckt werden, ordentlich sein: Achten Sie darauf, dass keine Flecken (beispielsweise vom Drucker), Knicke oder Risse vorhanden sind.
  • Achten Sie nicht nur bei der E-Mail-Bewerbung auf den richtigen Adressaten, sondern kontrollieren sie bei der klassischen Bewerbungsmappe unbedingt die Adresse auf dem Umschlag: Sind Name des Ansprechpartners und Anschrift richtig und leserlich geschrieben? Stimmen die Postleitzahl und der Name der Firma? Haben Sie die Absenderinformationen mit auf den Umschlag geschrieben?

Anschreiben:

  • Das Anschreiben sollte nicht länger als eine DIN-A-Seite sein.
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler sollten in jedem Fall vermieden werden – lassen Sie das Anschreiben nötigenfalls von einem Bekannten Korrekturlesen.
  • Wählen Sie eine gut leserliche Schriftart, beispielsweise Arial oder Times New Roman (Schriftgröße 11pt oder 12pt) und gliedern Sie das Anschreiben so, dass es leicht lesbar ist und auch überflogen werden kann.
  • Kontrollieren Sie, ob Sie den korrekten Ansprechpartner genannt haben, die Firmenbezeichnung stimmt, das Datum aktuell ist (Tag des Versendens) und die Stellenbezeichnung mit der Jobausschreibung übereinstimmt.
  • Stehen in der Kopfzeile Ihre Kontaktdaten? Und ist die Formatierung auch nach dem Ausdruck oder nach der Konvertierung in eine .pdf-Datei sauber und nicht verschoben?
  • Gehen Sie das Anschreiben noch einmal durch: Ist es im aktiv formuliert und auf die Stelle zugeschnitten? Stellt es Ihre besonderen Qualifikationen für die entsprechende Ausschreibung in den Vordergrund? Liest es sich flüssig und spannend? Macht es neugierig, beantwortet aber trotzdem alle wichtigen Fragen, die ein Personaler an Sie haben könnte?
  • Zuletzt sollten Sie noch einmal überprüfen, ob Sie auch Ihre Unterschrift unter das Anschreiben gesetzt haben.

Lebenslauf:

Beispiel für einen Lebenslauf in umgekehrter, chronologischer Reihenfolge.

Beispiel für einen Lebenslauf in umgekehrter, chronologischer Reihenfolge.

  • Der Lebenslauf sollte in der gleichen Schriftart und –Größe wie das Anschreiben geschrieben sein.
  • Die Kopfzeile muss identisch mit der des Anschreibens sein, ebenso wie das Datum.
  • Der Lebenslauf sollte maximal zwei DIN-A4-Seiten umfassen – gegebenenfalls können Sie auch eine dritte Seite anfügen, sofern diese für die Stelle relevant ist. (Zum Beispiel ein Abriss über wichtige, stellenspezifische Projekte)
  • Wählen Sie einen übersichtlichen Aufbau des Lebenslaufs: Experten raten zu einer umgekehrten chronologischen Reihenfolge. Dies ist vor allem für Bewerber empfehlenswert, die schon länger im Berufsleben sind.
  • Umfasst der Lebenslauf in Ihrer Bewerbungsmappe alle wichtigen Stationen? Sind die Daten, Tätigkeitsbeschreibungen und Stellenbezeichnungen richtig?
  • Ist die tabellarische Aufzählung so strukturiert, dass der Personaler schon beim ersten Blick erkennt, welche Qualifikationen Sie für die Stelle mitbringen und ist er so gegliedert, dass er einen schnellen Überblick gibt, selbst wenn er nur quergelesen wird? (Tipp: Bitten Sie gegebenenfalls einen Bekannten darum, zu beurteilen, ob die Gliederung verständlich und sofort erkennbar ist)
  • Prüfen Sie noch einmal die Kenntnisse und in der Stellenausschreibung geforderten Qualifikationen. Alle Kenntnisse – ob Fremdsprachen, EDV oder sonstiges relevantes Fachwissen muss entsprechend kategorisiert sein, damit der Personaler sofort erkennt, wie gut Sie die jeweilige Materie beherrschen.
  • Fragen Sie sich, ob die genannten Hobbys ein schlechtes oder gutes Licht auf Sie werfen – auch in Bezug auf die Stelle. „Reisen“ zeigt beispielsweise, dass Sie kulturell bewandert sind, eventuell die Sitten anderer Länder kennen und es stützt Ihre Fremdsprachenkenntnisse. „Feiern gehen“ deutet hingegen vielleicht auf einen sozialen, aber unzuverlässigen Menschen hin, der morgens verschläft, weil er zu lange in der Disco war. (Wenn Sie sich hingegen für eine Stelle als DJ oder Barkeeper bewerben, oder es darum geht Veranstaltungen zu organisieren, kann eine solche Angabe Ihre Expertise in der Szene wiederspiegeln)
  • Sofern Sie kein Deckblatt haben, müssen Sie natürlich noch das Bewerbungsfoto beifügen und Ihre persönlichen Daten wie Geburtsdatum, -Ort und Familienstand sollten aufgeführt sein.
  • Überprüfen Sie noch einmal, ob Ihr Lebenslauf zu große Lücken aufweist.

Bewerbungsfoto:

  • Auch wenn das Bewerbungsfoto kein direkter Einstellungsgrund ist, kann ein gutes Lichtbild Ihre Chancen verbessern. Achten Sie darauf, dass Sie freundlich und seriös wirken und die Farbe bestenfalls zur Bewerbungsmappe passt.
  • Das Foto muss immer sauber geschnitten und eingeklebt sein. Nutzen Sie entweder einen Klebestift – keine Büroklammer – oder Fotoklebestreifen. Greifen Sie niemals zu Flüssigkleber, da dieser im schlimmsten Fall unten hervorquellen könnte.
  • Fragen Sie sich, ob sich das Foto optisch angenehm in die Bewerbung eingliedert – ob auf dem Deckblatt oder beim Lebenslauf – es sollte weder zu groß (aufdringlich) noch zu klein (schlecht erkennbar) sein.
  • Bei klassischen Bewerbungsmappen gilt: Drucken Sie das Foto niemals mit aus, sondern nehmen Sie ein richtiges Lichtbild.
  • Bei der Bewerbung per E-Mail – also einem digitalisierten Bild – darf das Foto nicht zu pixelig oder verschwommen sein.
  • Nutzen Sie niemals Freizeit- oder Partybilder als Bewerbungsfotos. Gehen Sie am besten zu einem professionellen Fotografen. Denn auch die Automatenbilder wirken meistens billig.

Anlagen:

  • Legen Sie Ihrer Bewerbungsmappe alle wichtigen Anlagen bei, also beispielsweise Arbeitszeugnisse, Abschlusszeugnisse vom Studium oder der Schule,Ausbildungszeugnisse und dazu etwaige Zertifikate von Umschulungen oder Weiter- und Fortbildungen.
  • Auch die Anlagen sollten, wie der Lebenslauf, in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angeordnet sein.
  • Achten Sie bei der postalischen Bewerbung darauf, dass die Kopien der Anlagen alle sauber und knickfrei sind. Zudem sollten Sie immer in Farbe kopiert werden.
  • Bei der Online- oder E-Mail-Bewerbung müssen die eingescannten Anlagen immer möglichst sauber, gerade und gut leserlich sein.
  • Dabei gilt aber, dass die elektronische Bewerbungsmappe niemals größer als zwei bis fünf Megabyte sein sollte, da sie sonst vielleicht nicht ankommt oder das Postfach des Empfängers überfüllt. (Die gewünschte, maximale Größe finden Sie im Regelfall in der Ausschreibung.) Am besten sollten Sie die Anlagen deshalb als .pdf-Datei verschicken und nicht als Bilder, da diese kleiner sind. Nötigenfalls müssen Sie die Auflösung oder Größe noch einmal formatieren, dabei aber immer darauf achten, dass die Dokumente noch leserlich bleiben.
  • Kontrollieren Sie noch einmal, ob die Daten mit den Angaben im Lebenslauf übereinstimmen.

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    • Tim Rauter

      Hallo,
      habe Profis rangesetzt. http://www.bewerbungspunkt.de. Die haben meine Unterlagen erstellt. Ausführliche Beratung, tolles Anschreiben mit “nutzenorientierte” Einstellungsargumenten und erolgsorientierten CV. Da findet Ihr übrigens einen Artikel zum modernen Anschreiben von heute.
      Gruss
      Tim

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