In unserem Business-Knigge von A bis Z haben wir Ihnen allgemeine Verhaltensregeln im Büroalltag vorgestellt. Doch wie ist das eigentlich zur Weihnachtszeit? Ändern sich die Kleidervorschriften? Darf man das Büro festlich schmücken? Ist vielleicht die Toleranz bei Unpünktlichkeit höher, weil man im Schnee stecken blieb?

Wir verraten Ihnen heute anhand der Tipps von Autor Jürgen Hesse, was in der vorweihnachtlichen Zeit zu beachten ist, damit man auch im neuen Jahr noch gut dasteht.

Um es deutlich zu sagen: Es ist kalt in Deutschland. Und wahrscheinlich wird es noch kälter. Schnell neigt der frierende Bürger dazu den dicken Wollpulli raus zu kramen, die Winterstiefel mit rutschfestem Profil anzuziehen und es passiert leicht, dass man unpünktlich zur Arbeit zu erscheint, weil man den Zeitaufwand fürs Eiskratzen oder den Stau durch Schneemassen nicht eingeplant hat.

Doch im Beruf macht weder das eine noch das andere einen guten Eindruck. Erst recht nicht, wenn man mit den Stiefeln eine Schnee- und Matschspur auf dem Parkett hinterlässt und das Büro für die Kolleginnen und Kollegen mit Pumps und glatten Sohlen zur gefährlichen Rutschpartie wird.

Nass bleibt draußen

Um das zu umgehen und trotzdem trockenen Fußes zur Arbeit zu kommen, ist es sinnvoll gerade bei Schnee- und Regenfällen ein zweites Paar Schuhe einzupacken. Dies sollte dem allgemeinen Dresscode des Unternehmens angepasst sein.

Dabei ist es jedoch völlig unangebracht, im Eingangsbereich mal schnell die Treter zu wechseln. Am besten geschieht dies bereits im Wagen. Genauso sollten auch nasse Jacken und Regenschirme nicht für Pfützen im Büroflur verantwortlich sein. Diese gehören an Garderoben gehängt oder in Schirmständer gestellt, nicht aber locker über die Stuhllehne  oder gar auf den Teppichboden gelegt.

Richtige Planung

Unpünktlichkeit ist ein No-Go im Berufsleben. Das gilt auch bei Schnee und Eis. Sicherlich kann jeder einmal in einen unvorhergesehenen Stau geraten, aber gerade in der Winterzeit sollte man morgens etwas mehr Zeit einplanen. Zur richtigen Planung gehört es darum am Vorabend einen Blick in den Wetterbericht zu werfen.

Wer trotz dieser Vorkehrungen ins Winterchaos gerät, sollte in jedem Fall rechtzeitig im Büro Bescheid geben. Darüber hinaus macht es einen guten und engagierten Eindruck, wenn man die Verspätung am Morgen abends ausgleicht.

Bling-Bling und Schi-Schi

Es gibt Menschen, die möchten zu Weihnachten einfach überall Dekoration anbringen. Sogar der Kollege könnte in ihren Augen mit einer Weihnachtsmütze besser aussehen. Grundsätzlich ist natürlich gegen ein bisschen Weihnachtsstimmung nichts auszusetzen aber es gilt das Gleiche wie bei der ganzjährigen Dekoration Ihres Schreibtisches: Das richtige Maß ist entscheidend.

Überladen Sie das Büro also nicht mit kleinen pausbäckigen Engels- und Weihnachtsmannfigürchen.  Gegen einen dezenten Weihnachtsstern ist hingegen wohl nichts einzuwenden. Darüber hinaus sind in den meisten Unternehmen aufgrund der Brandsicherheitsbestimmungen keine Kerzen erlaubt. Sollte der Arbeitgeber die Erlaubnis geben und keine Bedenken haben, liegt das Feuerchen in Ihrer Verantwortung – lassen Sie die Kerze also nicht unbeaufsichtigt und unter keinen Umständen neben dem Papierstapel brennen.


Wer diese Punkte beachtet und daneben den Weihnachtsstress von sich fernhalten kann, kommt sicher auch im Büro besinnlich bis zu den Feiertagen. Schließlich hat die kalte Jahreszeit auch ihre Vorteile: Weihnachtsfeiern, Plätzchen im Büro, Glühweintrinken und Weihnachtsmarktbesuche mit den Kollegen, Weihnachtsgeld oder kleine Präsente und vor allem einige erholsame Feiertage.

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