Neben Qualifikationen und fleißiger Arbeit ist gutes Benehmen im Büro ebenfalls ein wichtiger Faktor um auf der Karriereleiter nach oben zu kommen. Deswegen zeigen wir Ihnen in den nächsten Wochen in unserem Business-Knigge von A bis Z auf welche Verhaltensregeln Sie täglich im Büro achten sollten und welche Fettnäpfchen es zu vermeiden gilt.

Heute die Buchstaben Q bis S.

Q wie quatschen

Kommunikation ist entscheidend für das gute Miteinander im Büro. Wenn man es damit aber zu locker hält, können sich die Gespräche auch schnell negativ auswirken. Je häufiger man redet, je besser man sich kennenlernt, desto schneller empfindet man den Gegenüber nicht mehr nur als Kollegen, sondern bald schon als Bekannten oder sogar Freund.

Das ist zwar sicherlich nichts Schlimmes, dennoch sollten Sie manche Themen, die Sie mit dem restlichen Freundeskreis besprechen könnten, immer noch außen vor lassen. Lästereien über den Chef oder andere Mitarbeiter sind genauso tabu wie zu intime Themen oder gar Punkte, zu denen Sie vertraglich zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Letzteres kann im schlimmsten Fall zu Abmahnungen,  Kündigungen oder bis hin zu Schadensersatzklagen aufgrund eines Vertragsbruchs führen.

Auch bei ausgelassenen Betriebsfeiern, bei denen Sie ein oder zwei Gläschen mit den Kollegen trinken, sollten Sie diese Regeln nie außer Acht lassen. Selbst wenn Ihr Gegenüber mit so etwas herausrückt, dürfen Sie sich dennoch nicht dazu hinreißen lassen, mit zu lästern oder zu freigiebig zu quatschen.

Davon abgesehen können auch zu viele Plaudereien zwischen den Kollegen, gleich, um welches Thema es sich handelt, ein schlechtes Licht auf die Arbeitsmoral werfen. Wer stundenlang in der Kaffeeküche steht und quasselt, kann in dieser Zeit (eben) nicht produktiv sein.

Also: Gehen Sie auch beim Quatschen mit Bedacht vor und finden Sie das richtige Maß.

R wie rechts gehen

Früher war es Usus, dass der Mann links neben der Dame ging. So konnte er nicht nur das auf der linken Seite getragene Schwert präsentieren und gegebenenfalls ziehen, er konnte die Dame auch mit der rechten, oftmals stärkeren Hand vor einem Sturz schützen.

Da mittlerweile kaum ein Herr mehr ein Schwert bei sich führt, ist die erstere Begründung sicherlich nicht mehr aktuell und es wird darüber hinaus kaum noch im Alltag darauf geachtet, ob die Frau rechts oder links geht. Dennoch empfiehlt sich dieses Stilmittel weiterhin bei offiziellen Anlässen.

Aber auch im Büro kann es einen guten Eindruck machen und von Respekt zeugen, wenn man den Ranghöheren – nicht unbedingt die Frau – rechts von sich gehen lässt.  Ein Sturz ist zwar unwahrscheinlich, aber die rechte Seite war, ist und bleibt ein Ehrenplatz.

Hier gilt auch: Jeder Gast ist in Ihrem Unternehmen als höhergestellt zu betrachten, egal ob Sie Chef oder Auszubildender sind.

S wie Social Media

Nicht nur für die E-Mail gelten gewisse Regeln in Bezug auf einen taktvollen, respektvollen Umgang. Auch die Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter und Co. gehören mittlerweile zum täglichen, Kommunikationsmittel. Längst geht es dabei nicht mehr nur um einen Austausch zwischen Freunden (des realen Lebens). Die Plattformen dienen auch zum Networking, zur schnellen Informationsvermittlung, gar für Bewerbungen oder dem Durchleuchten der Bewerber und Angestellten. Wer früher nur gegoogelt wurde, wird heute auch über Facebook gesucht. Und dabei ist das Risiko hoch, dass der Chef oder Personaler etwas liest, was an sich nicht für seine Augen bestimmt war.

Denn viele Social-Media-User vergessen schlicht, welche Kollegen und Vorgesetzen sich in Ihrer Freundesliste tummeln oder welche privaten Partybilder auch für Außenstehende sichtbar sind.

Nicht zu Letzt hat deswegen der deutsche Knigge-Rat im Jahr 2010 auf den Social-Media-Trend reagiert und Verhaltensregeln für die stilvolle Kontaktpflege im Web veröffentlicht.

Die wichtigsten Punkte sind Freundlichkeit, Authentizität und Weitsicht in Bezug auf die jeweiligen Nachrichten, die man veröffentlicht. Denn wer ständig Lästereien über seinen Chef schreibt oder sich krank meldet und in diesem Zeitraum Urlaubsbilder hoch lädt, kann seinen Ruf im Büro schnell ruinieren, falls die Nachrichten von Mitarbeitern und Vorgesetzten gelesen werden.

Vergessen Sie deshalb niemals: Auch im Internet bewegen Sie sich in der Öffentlichkeit und Ihr dortiges Verhalten kann sich auf Meinungen und Urteile über Ihre Person auswirken.

Weitere Artikel aus der Serie:

  1. Business-Knigge von A bis Z: Teil I
  2. Business-Knigge von A bis Z: Teil II
  3. Business-Knigge von A bis Z: Teil III
  4. Business-Knigge von A bis Z: Teil IV
  5. Business-Knigge von A bis Z: Teil V
  6. Business-Knigge von A bis Z: Teil VI
  7. Business-Knigge von A bis Z: Teil VII
  8. Business-Knigge von A bis Z: Teil VIII
  9. Business-Knigge von A bis Z: Teil IX

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