Neben Qualifikationen und fleißiger Arbeit ist gutes Benehmen im Büro ebenfalls ein wichtiger Faktor um auf der Karriereleiter nach oben zu kommen.Deswegen zeigen wir Ihnen in den nächsten Wochen in unserem Business-Knigge von A bis Z auf welche Verhaltensregeln Sie täglich im Büro achten sollten und welche Fettnäpfchen es zu vermeiden gilt.

Heute die Buchstaben A bis D.

A wie Anrede

Duzen oder Siezen? Diese Frage stellt sich häufig, wenn man einen neuen Job antritt. Grundsätzlich wird immer noch häufiger das „Sie“ verwendet, doch manche Branchen, vor allem im Bereich der Medien, verzichten schon eine Weile darauf.Grundsätzlich gilt aber immer, dass nur der Ranghöhere das „Du“ anbietet. Sollte das bei einer Feier geschehen bei der, der Vorgesetze vielleicht ein bisschen mehr Alkohol konsumiert hat, dürfen Sie sich aber am nächsten Tag nicht zu sehr darauf verlassen. Sie sollten in solchen Fällen eher abwarten, wie Sie angesprochen werden und zunächst auf das förmlichere „Sie“ zurückgreifen.

Zur Anrede gehört aber nicht nur das Duzen oder Siezen, auch die Titelfrage sollte geklärt sein. Haben Sie selbst einen akademischen Titel, müssen Sie ihn nicht gleich allen Beteiligten unter die Nase reiben. Ihre Gesprächspartner werden dies sicherlich wissen oder gegebenenfalls auf Ihrer Visitenkarte lesen.

Wenn Sie jemand anderes vorstellen, der einen akademischen Titel hat, können Sie sich auf den höchsten Grad beschränken – dies gilt auch für die schriftliche und mündliche Kommunikation. Der Lebenspartner dieser Person hat aber nicht automatisch ebenfalls einen akademischen Titel inne und wird auch nicht mit dem Titel des Ehepartners angesprochen.

Achten Sie darüber hinaus auf die korrekte Nennung eines Doppelnamens, sofern vorhanden und vermeiden Sie im Umgang mit Frauen das antiquierte Wort „Fräulein“.

B wie Betriebsfeste

Gerade weil solche Events etwas lockerer gesehen werden, kann man schnell in eine Falle tappen. Ist man auf einem Betriebsfest zu ausgelassen, betrinkt sich oder flirtet mit den Kollegen kann das fatale Folgen, von Getuschel auf dem Flur bis hin zur Abmahnung, haben.

Diese Punkte sind deshalb unbedingt bei Feierlichkeiten mit den Kollegen und Vorgesetzten zu beachten:

  • Freizeitoutfits wie Minirock oder Bermudashorts sollten auch bei einem lockeren Beisammensein im Schrank bleiben.
  • Genießen Sie Alkohol nur in Maßen. Wer seinen Chef hemmungslos anschreit oder sogar versucht zu küssen, hat die Kündigung quasi schon in der Tasche.
  • Achten Sie auf Ihre Tischmanieren. Egal ob es sich um ein Gänge-Menü, ein Buffet oder die Grillwurst handelt. Schmatzen, Kleckern oder Finger ablecken hinterlassen einen schlechten Eindruck.
  • Bedenken Sie immer, dass Sie diese Leute im Büro wiedertreffen werden. Auf den Tischen tanzen, Lästereien über die Kollegen oder intime Gesprächsthemen sollten tabu bleiben.

C wie Casual Friday

Dieser Trend schwappt immer mehr aus den USA zu uns herüber. Im Grunde geht der Casual Friday, auf Unternehmen zurück, in denen eine strikte Anzug- oder Uniformpflicht herrschte. Freitags durfte man dann einen etwas legeren Kleidungsstil wählen um das Wochenende einzuläuten.

Mittlerweile ist diese Tradition auch in einigen deutschen Firmen Gang und Gebe, obgleich der Trend sich vielleicht niemals ganz durchsetzen wird. Aber „casual“ bedeutete damals wie heute nicht automatisch, dass man in der Jogging-Hose zur Arbeit erscheint. In manchen Branchen sollte man selbst am lockeren Freitag nicht auf Jeans und T-Shirt zurückgreifen.

Wenn Sie also in einem eher konservativ ausgerichteten Unternehmen tätig sind und es gibt bei Ihnen die Tradition des Casual Friday, wählen Sie am besten eine Hose, ein Hemd oder eine Bluse und ein Jackett. Die Krawatte darf hingegen im Schrank bleiben.Da man aber auch an einem Freitag eventuell Kunden gegenüber treten muss, empfiehlt es sich für den Notfall eine Krawatte und einen Anzug griffbereit haben.

D wie Dresscode

Neben dem Casual Friday gibt es aber auch andere Dinge, auf die man bei der Kleiderwahl achten sollte. Selbst wenn kein Kostüm oder Anzug vorgeschrieben ist, müssen gewisse Regeln beachtet werden. Dabei gilt zum Beispiel, dass der Knigge immer zu vorne geschlossenen Schuhen rät und man sowohl ärmellose T-Shirts wie auch zu knappe Kleidung vermeiden sollte. Für Männer sei eine kurze Hose demnach stets unangebracht, bei der Damenwelt sollten Röcke oder Hosen niemals kürzer als Knielang sein. Bauchfreie Kleidung oder ein zu tiefer Einblick ins Dekolleté gehören ebenfalls nicht ins Büro.

Dazu gehört immer eine ordentliche Frisur, Rasur und nicht zu viele, sich beißende Muster. Natürlich lässt sich über guten Geschmack streiten und die Welt wird immer bunter, aber gerade in konservativen Unternehmen sollte der Pullover mit lustigen Entenmotiven besser im Schrank bleiben.

Weitere Artikel aus der Serie:

  1. Business-Knigge von A bis Z: Teil I
  2. Business-Knigge von A bis Z: Teil II
  3. Business-Knigge von A bis Z: Teil III
  4. Business-Knigge von A bis Z: Teil IV
  5. Business-Knigge von A bis Z: Teil V
  6. Business-Knigge von A bis Z: Teil VI
  7. Business-Knigge von A bis Z: Teil VII
  8. Business-Knigge von A bis Z: Teil VIII
  9. Business-Knigge von A bis Z: Teil IX

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