Nicht einmal drei Sekunden dauert es, bis ein Mensch entschieden hat, ob ihm jemand sympatisch oder unsympathisch ist. Und für den ersten Eindruck gibt es meist keine zweite Chance. Deswegen sollten Sie gleich beim ersten Aufeinandertreffen im Job, ob im Vorstellungsgespräch, beim ersten Arbeitstag oder dem ersten Meeting mit Neukunden, auf die richtigen Benimmregeln achten. Wir verraten Ihnen, welche das sind.

Eine Studie der Universität Darmstadt fand heraus, dass das souveräne Auftreten für die Karriere wichtiger ist als alle Zeugnisse. Darum nutzen uns alle Referenzen, Qualifikationen und Fähigkeiten wenig, wenn wir unhöflich oder nervös auftreten – vor allem in den ersten Minuten eines Gesprächs. Doch wie kann man den ersten Eindruck positiv beeinflussen? Schließlich bildet sich dieser im Unterbewusstsein, und wenn Ihre Nase dem Chef nicht passt, haben Sie schon verloren, oder? Nicht ganz. Denn wenn Sie auf ein paar Dinge achten, können Sie Ihre Chancen enorm steigern.

Dresscode

Es stimmt, dass das äußere Erscheinungsbild einen Großteil des über uns gebildeten Urteils ausmacht. Wenn Sie also mit schmutziger oder zerrissener Kleidung bei einem Vorstellungsgespräch auftauchen, müssen Sie sich nicht wundern, wenn Sie eine Absage kassieren. Und wer in Badelatschen und Jogginghose seine Kunden empfängt, wird wahrscheinlich auch keinen Auftrag bekommen. Also erscheinen Sie zu einem ersten Treffen, und am besten auch zu den folgenden, in gepflegter und ordentlicher Kleidung. Daneben sollten Sie auch nicht mit zerzaustem Haar oder dreckigen Fingernägeln dem Termin kommen.

Körpersprache

Rund 70 Prozent unserer Kommunikation ist non-verbaler Natur und folglich ist die Wirkung unserer Körpersprache enorm wichtig.Bei einem ersten Aufeinandertreffen ist immer eine offene Körperhaltung empfehlenswert – also keine verschränkten Arme oder Hände in den Hosentaschen. Dagegen sollten Sie aber auch eine überzogene Mine oder ein zu lässiges „hinfläzen“ vermeiden. Während das eine den Eindruck von Unehrlichkeit vermittelt, zeugt das andere davon, dass Sie das Gespräch nicht ernst meinen und vielleicht sogar eine leichtfertige Person sind.Zudem sollten Sie möglichst immer Blickkontakt zu Ihrem Gegenüber halten – aber vor allem, und unbedingt, wenn Sie mit ihm sprechen oder ihn begrüßen.

Begrüßung

Bei jedem Kennenlernen kommt es zu einer Begrüßung und Vorstellung – doch diese unterliegen ganz klaren Regeln, die Sie immer beachten sollten.So grüßt immer derjenige zuerst, der den Raum betritt oder aber im Geschäftsleben der Rangniedere den in der Hierarchie höher stehenden.Dabei sollte man möglichst die gleiche Grußformel wählen und nicht auf ein „Servus“ ein „Guten Abend“ erwidern.Der Ranghöhere entscheidet danach, ob er die Hand reicht, falls ja, wird diese circa zwei Sekunden lang gehalten, aber nicht geschüttelt. Die dargebotene Hand sollte man zudem niemals ablehnen, sonst könnte man überheblich wirken.

Normalerweise werden dann die Rangniedrigeren von den Ranghöheren vorgestellt – wenn man sich das erste Mal trifft und sich selbst vorstellen muss, sollte man zunächst grüßen, Vor- und Nachname und gegebenenfalls seinen Arbeitsbereich oder seine Jobbezeichnung nennen.Gilt es Visitenkarten zu verteilen, so reicht zunächst der Gast seine Karte und dann die Gastgeber – die Karten sollten dabei nicht einfach so eingesteckt, sondern erst aufmerksam durchgelesen werden.

Freundlichkeit hilft auf bei Fehlern

Versuchen Sie stets freundlich und offen zu sein und ein Lächeln auf den Lippen zu haben. Selbst wenn mal etwas schief geht, sie sich vielleicht bei der Begrüßung verhaspeln – wer einen sympathischen Eindruck vermittelt, dem wird auch öfter etwas verziehen.Ferner sollten Sie kleine Fehltritte thematisieren und nicht darauf hoffen, dass sie dem Gegenüber nicht aufgefallen sind, denn meist ist die Hoffnung vergebens. Versuchen Sie sich aber auch dabei nicht zu klein zu machen und weiterhin souverän aufzutreten und lassen Sie sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen.

Und wenn Sie erst einmal einen positiven Eindruck hinterlassen haben und die Sympathie ihres Gegenübers gewonnen haben, fällt auch der weitere Umgang leichter. Aber Vorsicht, auch bei dem Gespräch und der Verabschiedung gelten gewisse Ansprüche.

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  1. Heinz-Günter Guetling

    Sehr verehrte Damen,
    sehr geehrte Herren,

    seit sehr vielen Jahren bin ich selbständig im Vertrieb /Ausen u. Innendienst tätig.
    Habe Ihre Ratschläge sehr aufmerksam gelesen und ich würde sagen, sie könnten auch von mir sein,
    ohne überheblich zu wirken!
    Gerne würde ich jedoch auf etwas hinweisen. Sie können noch so höflich und freundlich sowie adrett
    auftreten und werden dann sehr “schnotterich” empfangen bzw. mit Überheblichkeit behandelt!
    Hier sollte man auch mal die Chefs ansprechen, denn die meisten Unternehmen haben ebenfalls
    Vertriebs-Mitabeiter also Ausendienstler und erwarten, ,daß Ihre AD-Leute freundlich und mit Respekt
    empfangen bzw. behandelt werden, dies ist leider nicht immer der Fall!
    Bevor Sie den “Chef” sprechen können, müssen Sie erst einmal an der nicht immer freundlichen Empfangsdame vorbei kommen!
    Ich danke Ihnen für Ihre Hinweise!
    Alter Spruch: Wie Du kommst gegangen, so wirst Du empfangen, trifft nicht immer zu!!!
    Mit netten Gruß
    H.G. Guetling

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