Business handshake„Hand aufs Herz“, „Das Heft des Handelns in die Hand nehmen“, „Hand drauf!“: Hände sind so wichtig, dass sie selbst aus dem Sprachgebrauch nicht wegzudenken sind. Sie sind nicht nur manuelle Werkzeuge, sondern auch Mittel zur Kommunikation. Hände verraten, wie man sich fühlt, was man will und mit wie viel Energie man seine Ziele verfolgt. Mit der richtigen Gestik lassen sich darum Botschaften übermitteln und dem Gesagten mehr Gewicht verleihen.

1. Im Stehen

Stehen Sie locker und gerade. Wenn Sie beim Reden Arme und Hände schlaff herunterhängen lassen, wirken Sie schwach und unsicher. Benutzen Sie nur die Hände zum Gestikulieren, während Ober- und Unterarme angelegt bleiben, sieht das steif und abweisend aus. Im Stehen sollten Sie darum immer die Arme leicht mitbewegen. Machen Sie es wie alle guten Redner: Winkeln Sie die Unterarme ab, so wie Sie es beim Essen bei Tisch tun würden. In dieser Haltung wirken Sie aufgeschlossen und können entspannt, aber mit Nachdruck ihre Hände bewegen.

2. Verschränken und verbergen

Dass man seine Arme nicht vor der Brust verschränken soll, liest man sehr häufig. Kategorisch verboten ist diese Haltung jedoch nicht. Vielmehr kommt es hierbei auf die Intensität und die Situation an. Wer etwa mit seiner rechten Hand locker seinen linken Unterarm umfasst, kann damit seinem Gegenüber auch signalisieren: „Sprich nur, ich halte mich zurück und schenke dir meine Aufmerksamkeit“. Je enger Sie sich hingegen umschlingen, desto abweisender wirken Sie. Verschränkte Arme sind darum vor allem in solchen Situationen unangebracht, in denen man in der Gefahr schwebt, in die Defensive zu geraten. Was im Austausch mit Kollegen angemessen sein kann, kommt im Vorstellungsgespräch leicht zu anlehnend an.

Anders sieht es aus mit den hinter dem Rücken verborgenen Händen. Wer in dieser Haltung aufrecht über den Flur schlendert, demonstriert Souveränität und Vertrauen, wirkt geradezu präsidial. Dabei sollten die Hände allerdings ineinander liegen. Halten Sie zum Beispiel mit Ihrer Rechten Ihren linken Oberarm fest, kommt das eher an, als hielten Sie sich mühsam im Zaum.

3. Im Sitzen

Legen Sie Ihre Hände locker auf den Tisch. Wenn es keinen Tisch gibt, platzieren Sie Ihre Unterarme locker auf den Stuhllehnen. Jede andere Stellung, in der Ihre Hände zu Ruhe kommen, birgt die Gefahr, negativ ausgelegt zu werden. Gefaltete oder in den Schoss gelegte Hände sollen Schutzbedürftigkeit anzeigen; sie zur Faust zu ballen, zu sehr mit dem Finger herumzufuchteln oder sich auf Stuhllehnen aufzustützen soll aggressiv wirken.

4. Die Bedeutung der Finger

Wer ständig mit seinen Fingern herumspielt, auf dem Tisch herumtrommelt oder mit dem Kugelschreiber klackert, strahlt Nervosität aus. Der übermäßige gestische Gebrauch des Daumens deutet auf Dominanz hin, der erhobene oder in der Luft herumstochernde Zeigefinger auf Rechthaberei.

5. Höfliche Distanz zwischen Kopf und Händen

In besonders langen Besprechungen, bei endlos erscheinenden Vorträgen oder in aufreibenden Vorstellungsgesprächen kommt es leicht vor, dass man sich die Augen reibt, am Kopf kratzt, das Haar zurückstreicht und so weiter. Hiervon raten Körpersprache-Trainer generell ab, weil praktisch jeder Kontakt zwischen Händen und Kopf unsicher oder unaufmerksam wirkt. Beobachten Sie sich und Ihre alltägliche Gestik.

Wenn Sie sich häufig an der Nase kratzen oder an Ihrer Krawatte herumnesteln, stellen Sie diese „Macke“ als erste ab. Zum erfolgreicheren Einsatz der Hände reicht es für den Anfang schon, ihnen alle unerwünschten Gesten abzugewöhnen.

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