Ergebnisse produziert man ständig bei der Arbeit. Man fertigt Berichte an und informiert seinen Vorgesetzten. Den meisten geht das leicht von der Hand. Einen Vortrag vor größerem Publikum zu halten, lässt hingegen viele nervös werden. Die fragliche Hürde liegt dabei meist weniger in der Beschaffung aller relevanten Informationen als in deren Präsentation.

Mit dieser Checkliste jedoch verlieren Vorträge ihren Schrecken:

  1. Strukturieren Sie Ihren Vortrag.
  2. Die wichtigsten Punkte sollten Sie in allen drei Teilen des Vortrags erwähnen, in der Einleitung, im Referat und zum Abschluss. Im Englischen sagt man daher auch: Tell them what you’ll tell them, then tell them, and then tell them what you told them. (Erzähl ihnen, was du ihnen erzählen wirst, dann erzähl es ihnen und danach erzähl ihnen, was du ihnen erzählt hast.)
  3. Verfassen Sie den Vortrag nach Möglichkeit chronologisch. Das hilft Ihnen, den roten Faden im Auge zu behalten.
  4. Streichen Sie nicht zwingend nötige Exkurse, die Ihre Zuhörer nur verwirren würden. Scheuen Sie dabei keine harten Entscheidungen. Autoren und Cutter beim Film kennen dafür ein Sprichwort: Kill your darlings. (Töte deine Lieblinge.) Vielleicht bekommen Sie durch die Nachfrage eines Zuhörers die Gelegenheit, genau die Hintergrundinformationen anzubringen, die Sie um der besseren Verständlichkeit Willen zuvor gekürzt hatten.
  5. Bereiten Sie Ihre Notizen vor. Vermeiden Sie es, alles auszuformulieren. Stichworte genügen.
  6. Fertigen Sie ein Handout an.
  7. Vermeiden Sie wortwörtliche Wiederholungen zwischen Vortrag, Handout und Beamer-Präsentation. Sonst leidet die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer darunter („Es steht ja eh alles auf dem Handout.“)
  8. Üben Sie. Halten Sie Ihren Vortrag laut zu Hause – wenn es möglich ist, mehrfach und mit Stoppuhr. Versuchen Sie sich dabei auch in die Lage des Publikums zu versetzen. Fragen Sie sich: „Wie wirke ich?“ Auch ein Spiegel kann hilfreich sein.
  9. Planen Sie Ihren Vortrag lieber ein wenig zu kurz als zu lang. Andernfalls kann es passieren, dass Sie bereits bei einer technischen Panne oder einer ungeplanten Nachfrage Ihr Zeitkonzept über den Haufen werfen müssen.
  10. Erscheinen Sie pünktlich zu Ihrem Vortrag.
  11. Stellen Sie frühzeitig sicher, dass Ihre technischen Hilfsmittel wie Laptop und Beamer vorhanden sind, funktionieren und richtig eingestellt sind.
  12. Sprechen Sie laut und deutlich.
  13. Werden Sie nicht zu schnell. Auch wenn Sie sich idealerweise bestens in Ihrem Thema auskennen, ist es für Ihre Zuhörer vermutlich neu.
  14. Legen Sie Sprechpausen ein und nutzen Sie diese wenn möglich zur Unterstreichung Ihrer wichtigsten Ergebnisse.
  15. Achten Sie auf Ihre Zuhörer. Halten Sie wann immer möglich Blickkontakt.
  16. Vermeiden Sie überflüssige Fremd- und Füllworte („halt“, „eigentlich“, „irgendwie“, „äh“).
  17. Stehen Sie gerade, aber entspannt. Hände gehören nicht in die Hosentaschen. Wie man locker aber verbindlich bei einem Vortrag stehen kann, lässt sich gut am Beispiel von Nachrichtensprechern oder Fernseh-Meteorologen abschauen.
  18. Halten Sie sich an die vorgegebene Zeit.
  19. Geben Sie Ihren Zuhörern die Gelegenheit Fragen zu stellen. Das macht nicht nur einen souveränen Eindruck, es kann auch zu spannenden Diskussionen führen.
  20. Bleiben Sie auch nach dem Vortrag vor Ort. Manch einem Zuhörer fallen Fragen oder geniale Ergänzungen erst spät ein. Wenn Sie sofort Ihrer Sachen packen, könnte Ihnen ein lohnendes Gespräch entgehen.

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  1. Liz

    Vielen Dank!!! Dieser Beitrag hat mir sehr geholfen da ich bald auch eine wichtige Präsentation halten muss.
    LG Liz

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