Experte:

M.A. Wirtschaftswissenschaften Franz Albert Springer

Unseriöse Berater versuchen immer wieder, kleine Unternehmen, Handwerksbetriebe, Dienstleister, Existenzgründer und Jungunternehmer mit fragwürdigen Beratungsangeboten über den Tisch zu ziehen.

Die von den sogenannten Beratern angebotene Fördermittelanalyse ist oft nur eine simple Auflistung von Förderprogrammen. Keinesfalls können solche „Unterlagen“ Kreditinstituten oder anderen Förderstellen vorgelegt werden. Den Beratern ist es – oft aus Mangel an  Fachwissen – gar nicht möglich, einen detaillierten Businessplan oder andere Planungsunterlagen zu erstellen (Liquiditätsplan, Investitionsplan, Rentabilitätsvorschau, Vorhabenbeschreibung usw.).

So teuer sind unseriöse Berater

In der Regel geht beim Opfer ein Telefonanruf ein, in dem angeboten wird, dass ein Berater noch am gleichen Tag vorbeikommen kann. Der Berater versucht, das Opfer mittels Versprechungen und dem Schüren von Angst dazu zu bewegen, eine Beratungsvereinbarung zu unterschreiben. In diesen Verträgen wird nicht selten von einem Tageshonorar in Höhe von 2000 € oder mehr ausgegangen. Auch sind Stundensätze von 300 € aufwärts keine Seltenheit.

In einer weiteren Variante bietet der Berater Datenrecherchen über Fördermittel, interessante Märkte, Trend, Wettbewerber, etc. an. Üblich sind hierbei Festpreis von 3000 € aufwärts (für Dienstleistungen, die jeder in Minutenschnelle im Internet recherchieren könnte). Beliebt sind auch sog. Marktrecherchen, bei denen neue Geschäftskontakte versprochen werden. Hierbei wird vertraglich eine Abrechnung nach der Anzahl der gefundenen Kontakte versprochen. Manchmal werden auch Festbeträge von ca. 6000 € vereinbart. Ob die vermittelten Kontakt zu einem geschäftlichen Erfolg des beratenen Opfers führen oder nicht spielt hierbei keine Rolle.

Achten Sie auf gute Referenzen

Manchmal melden sich auch Vereine, die die oben beschriebenen Dienstleistungen ehrenamtlich durchführen. Allerdings muss der Beratene Mitglied in diesem Verein werden und eine Aufnahmegebühr von 5000 € bis 10000 € entrichten, sowie einen Monatsbeitrag von 200 € bis 900 € bezahlen.

In jedem Fall sollte bei der Auswahl des Beraters deshalb darauf geachtet werden, dass er bei öffentlichen Institutionen gelistet ist (KfW, RKW, BAFA, NBANK usw.) und über gute Referenzen sowie einen entsprechenden fachlichen Hintergrund verfügt.

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