In der Serie „World‘s weekly Winners“ präsentiert Ihnen die Redaktion von Selfmade-Erfolg.de jeden Freitag die Gewinner der Woche – ob ein großes Ereignis, ein besonders erfolgreicher Mensch oder der Verkaufsschlager der Woche.

Wie bitte? Sommer? Kenn ich nicht.

Willkommen am Freitag den 13. in der 28. Kalenderwoche. Falls Sie es noch nicht wussten: Wir befinden uns im Juli. Wir haben es extra noch mal links auf das Kalenderblatt geschrieben, damit wir es selbst nicht vergessen. Denn bei den Gewittern, golfballgroßen Hagelkörnern, Temperaturen um die dreizehn Grad und nur ab und an hervorlinsendem Sonnenschein, könnte man eher meinen, wir wären im April gefangen.
Oder im Herbst. Das scheinen auch die örtlichen Pilze zu denken…

Ein Pilzlein steht im Walde…


 …und nicht nur eins, sondern ganze Scharen von  Steinpilzen und Pfifferlingen bevölkern derzeit die heimischen Wälder.
Jeder Pilzesammler, der  bekanntlich solche Temperaturen für einen schönen Waldspaziergang vorzieht, kann sich momentan mit einem Körbchen auf zahllose Erfolgserlebnisse freuen. Pilzeliebhaber gelten somit als vielleicht einzige Gewinner dieses feuchten, nass/warm/kalten Sommers.
Sie müssen nicht mehr zwei bis drei Monate ausharren, bis die Herbstnebel ihr Leibgericht nach oben treibt, sondern können es schon jetzt genießen.
Vielleicht könnten sie auch den örtlichen Eisdielen beibringen, wie man ein leckeres, warmes Pilzragout zubereitet – damit die Eisverkäufer auch noch mal Kundschaft in diesem Jahr erwarten können.

Provinz setzt sich gegen Großstadt durch

Auf Kundschaft darf sich auch die schwedische Stadt Malmö im Jahr 2013 freuen.
Wie diese Woche bekannt wurde, setzte sich Malmö gegen die Hauptstadt Stockholm durch und wird  zum Austragungsort des Eurovision Song Contest  im nächsten Mai. Mit seinen 300.000 Einwohnern ist die schwedische Stadt der kleinste Austragungsort nach Tallinn 2002, und auch in die Halle passen nur 15.000 Zuschauer.
Aber genau das schien eines der Anliegen zu sein, als man sich für die Bewerbung der Malmö-Arena entschied. Der ESC solle wieder kleinere Dimensionen erhalten, damit sich auch alle Gewinnerländer die Ausrichtung leisten könnten – das war jedenfalls einer der Ansätze des schwedischen Fernsehens.
Aber egal welche Begründung man vorbringt: Malmös Bewohner dürfen sich nun dank Loreen auch zu den Gewinnern des ESC 2012 zählen und können das Großevent in ihrer Veranstaltungshalle miterleben. Illmar Reepalu, Vorsitzende der Malmöer Stadtverwaltung freut sich  schon auf die Organisation : „Es wird ein fantastischer Grand Prix werden.“

Historischer Sieg auf zwei Rädern

Fantastisch. Spektakulär. Historisch. Das sind nur einige Adjektive, die man mit der Motorrad-WM der Moto3-Klasse vom vergangenen Sonntag assoziieren würde. Denn der Italo-Schwabe Sandro Cortese sorgte auf dem Sachsenring für einen deutschen WM-Heimsieg – den ersten nach Dieter Braun vor 41 Jahren. Dabei bekamen die cirka 81.000 Zuschauer von dem 22-jährigen Sieger noch richtig was geboten. Der begann zwar das Rennen auf der Pole-Position, verschwand aber schon bald auf der nassen Fahrbahn im Mittelfeld. Bis er aufs Gas drückte.
„Es war wichtig, die Ruhe zu bewahren. Ich habe ein bisschen gebraucht, um mich ins Rennen reinzufahren“, sagte Cortese. Aber letztendlich gelang es ihm: Er setzt sich wieder an die Spitze, nur verfolgt vom unnachgiebigen Franzosen Alexis Masbou (Honda). Doch Cortese bewahrte seine Ruhe und ließ sich nicht abdrängen, fuhr als erster Motorradrennfahrer ins Ziel und holte den lang erwarteten Heimsieg.

Zukunftsweisende Innovationen

Ein Heimsieg war es für die Studierenden aus der Ukraine in Sydney zwar nicht, aber definitiv ein Sieg. Sie wurden vergangenen Dienstag vom Konzernriesen Microsoft beim weltweiten Finale des Programmierwettbewerbs Imagine Cup 2012 mit 25.000 Dollar Preisgeld ausgezeichnet. Das Team aus der Ukraine hatte mit einer Idee für Hörgeschädigt Menschen gewonnen,  mit einem Handschuh, der  Gebärdensprache via Smartphone in gesprochene Sprache übersetzen kann. „Sprech- und sehbehinderte Freunde haben uns inspiriert. Wir wollten ihnen die Möglichkeit geben, wie jeder andere zu kommunizieren“, sagte ihr Sprecher Maxim Osika zu der Idee. Ihre Lösung nannten die Studierenden „Enable Talk“ und mit ihrer Erfindung lagen die Ukrainer auch im Trend der diesjährigen Innovationsideen. Rund 23 Prozent der eingereichten Beiträge beschäftigten sich mit Hilfen für beeinträchtigte Menschen.

Ganz leer ging aber auch Deutschland nicht aus. Das Team Greenway, bestehend aus Studierenden der Städte Bielefeld und Hannover, erhielt einen mit 10.000 Dollar dotierten Sonderpreis für ökologisch wertvolle Projekte. Sie hatten einen Algorithmus für Verkehrsoptimierung entwickelt, der Staus vermeiden kann.

Kommunikation, Gleichberechtigung und Umwelt sind damit ebenfalls die großen Gewinner dieser Erfindungen und somit der Woche.

Jessica Walther

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