In der Serie „World‘s weekly Winners“ präsentiert Ihnen die Redaktion von Selfmade-Erfolg.de jeden Freitag die Gewinner der Woche – ob ein großes Ereignis, ein besonders erfolgreicher Mensch oder der Verkaufsschlager der Woche.

Sommer, Sonne, Sonnenschein…

…wäre wirklich langsam fein.
Denn schließlich hat in dieser 25. Kalenderwoche nicht nur das Viertelfinale der EM angefangen, am Donnerstag war auch noch ganz offiziell Sommeranfang. Gestern war damit der längste Tag des Jahres, auch wenn die Wolkendecke dafür sorgte, dass es die meiste Zeit dunkel blieb.
Zumindest Liu Yang muss sich erst mal keine Gedanken darum machen, ob zu viele Wolken den Himmel bedecken…

Kleiner Sieg für die Gleichberechtigung

…denn Liu Yang ist der Sonne in den nächsten 13 Tagen viel näher als wir. Sie ist nämlich die erste chinesische Frau im Weltall und damit eine kleine politische Sensation. Die Mission, die Liu Yang mit ihren zwei männlichen Kollegen durchführt, ist darüber hinaus auch noch ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Erstmals wurde ein bemanntes Raumschiff erfolgreich per Hand an das Testmodul „Tiangong 1“ gekoppelt. Die Beherrschung dieser Kopplungstechnik ist für die Chinesen vor allem für den geplanten Bau einer eigenen Raumstation im Jahr 2020 wichtig. Ob diese dann von mehr weiblichen Astronauten bewohnt wird, bleibt abzuwarten. Erst mal kann Liu Yang aber die Aussicht genießen und es sich ein paar Tage im All gemütlich machen.

Hasenpfoten bringen Glück

Wenigergemütlich hatte es der „härteste Feldhase Deutschlands“, wie er in Ostfriesland betitelt wird, in einem Hohlraum hinter einer Stoßstange. Dafür hat er allerdings das Glück in dieser Woche gepachtet. Der kleine Meister Lampe prallte nämlich frontal gegen ein Auto, das Tempo 100 fuhr.
Der Unfall passierte nachts, aber nirgendwo war das Opfer zu sehen. Der Autofahrer Wilhelm Buß ging deshalb davon aus, dass das Tier in den Graben gefallen wäre. Als am nächsten Tag Geräusche aus dem Motorraum zu hören waren, dachte niemand mehr an den Wildunfall – bis man den Hasen fand. Offenbar schlug das Tier durch eine Kunststoffabdeckung, die wieder zuklappte und das Langohr einsperrte. Das Tier wurde mit Gras gefüttert, in einer Werkstatt befreit und konnte dann unbeschadet wieder in die Freiheit hoppeln.

550 Meter, 25 Minuten und ein Traum

25 Minuten lang pure Freiheit hat auch Nik Wallenda am Wochenende genossen. Der 33-jährige Drahtseilakrobat erfüllte sich nicht nur einen Lebenstraum, er brach dabei auch einen Rekord. Denn er war der erste Mensch, der sich über den gefährlichsten Punkt der Niagarafälle wagte – die Horseshoe Falls (Hufeisenfälle). 58 Meter geht es dort in die Tiefe, die Strecke war 550 Meter lang und das Seil durch Wassermassen und Windstürme recht wackelig. Trotzdem hat er allen Mut zusammengenommen und seine angestrebte Zeit um ganze 20 Minuten unterboten.
Zwei Jahre lang hat der Akrobat für die Genehmigung der Behörden gebraucht, nun konnte er sich endlich seinen Traum erfüllen. Und genau das riet er auch anderen Menschen. Als Wallenda auf der kanadischen Seite der Niagarafälle ankam, wurde er nämlich von der Grenzbeamtin nach dem Grund seiner Einreise gefragt. Die Antwort des Artisten: „Ich will Menschen aus aller Welt inspirieren. Folgt Euren Träumen und gebt niemals auf!“

Mit erhobenem Haupt

Sich niemals aufzugeben – dafür gab es diese Woche noch ein Paradebeispiel: Die schwedische Nationalmannschaft. Die Chancen auf einen Einzug ins Viertelfinale waren längst vertan. Die „Tre Kronor“ war eine der wenigen Mannschaften, die vor dem dritten Spiel in der Gruppenphase das Ergebnis schon absehen konnte. Trotzdem haben die Schweden noch ein fulminantes Fußballduell gespielt und sich souveräner gezeigt als so mancher Viertelfinalist. Neben dem 2:0 (0:0) gegen Frankreich nahm  Stürmer-Star Zlatan Ibrahimovic gleich noch einen Rekord mit nach Hause. Durch sein Scheren-Tor ging er in die Geschichtsbücher als erster Spieler, der bei drei Europameisterschaften jeweils mindestens zwei Tore schoss, ein.
Der Kapitän hat sich dadurch nach anfänglicher Kritik in seiner Position bewiesen. Statt die Köpfe hängen zu lassen, bereitet sich die schwedische Nationalmannschaft nun mit einem Lächeln auf die Qualifikationen für die WM 2014 vor. Besonders freuen  sie sich angeblich auf das Match am 16. Oktober in Berlin.
Bis dahin muss sich die deutsche Elf aber noch auf die Europameisterschaft konzentrieren. Heute Abend geht es in die erste K.O.-Runde gegen Griechenland im Viertelfinale. Da nicht mehr nur unter Stürmer Mario Gomez für die Tore verantwortlich scheint, darf sich ein bisschen Optimismus einstellen. Wir dürfen gespannt sein, was uns die anderen beiden, wöchentlichen Gewinner noch zeigen werden: Lukas Podolskí, der am Sonntag sein 100. Länderspiel mit gerade einmal 27 Jahren bestritt und dort auch noch sein 44. Tor schoss und der Shootingstar Lars Bender. Der 23-Jährige kam gegen Dänemark zu seinem ersten Länderspiel in der Startformation auf den Platz, auf einer Position, die ihm eigentlich unvertraut war und dann machte er auch noch alles richtig: Er sicherte Deutschland den Sieg.
So kann´s weitergehen Jungs, auch wenn Bender heute Abend wohl wieder Boateng Platz machen wird.

Jessica Walther

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