Wie landet man einen sicheren Kassenknüller? An dieser magischen Formel forscht Hollywood seit mehr als hundert Jahren. Die Marvel-Studios haben jetzt eine neue Erfolgsstrategie entwickelt. Sie dürfte das Comic-Spektakel The Avengers zum ersten Milliarden-Hit des Kinojahres machen.
Erfolg lässt sich im Filmgeschäft leicht messen. Mit Geld. Die magische Grenze, ab der man von einem Megahit sprechen kann, liegt mittlerweile bei einer Milliarde Dollar. Erst elf Filmen gelang ein derart gigantisches Einspielergebnis. Titanic machte 1997 der Anfang. 2011 folgten gleich drei: Transformers 3, Fluch der Karibik 4 sowie das Finale der Harry-Potter-Saga. Der Trend ist klar: Für einen Riesenerfolg braucht es eine Marke mit möglichst großer Fangemeinde. Die Leute mögen, was sie kennen – außer bei James Cameron. Ihm gelang es mit Titanic und Avatar (2009) gleich zwei Mal, mit eigenen Geschichten die Spitze der Allzeit-Charts zu erobern. Der Mann ist seine eigene Marke.

Für 2012 gibt es einige Kandidaten, die gute Chancen haben, zum Milliarden-Hit zu avancieren. Als Außenseiter gelten Ridley Scotts Rückkehr ins Alien-Universum Prometheus (Deutschlandstart  9. August), The Amazing Spider-Man (3. Juli) und Ice Age 4 (2. Juli). Ziemlich sichere Kandidaten sind The Dark Knight Rises, Christopher Nolans Abschluss seiner Batman-Trilogie (26. Juli) und pünktlich zur Weihnachtszeit Der Hobbit – Eine unerwartete Reise, die Vorgeschichte zum 2,9 Milliarden schweren Herr-der-Ringe-Epos (13. Dezember). All diese Filme sind Fortsetzungen oder Neuauflagen.

Marvels Erfolgsstrategie

Die Marvel-Studios wagen nun eine neue Strategie, um als erster Film 2012 die magische Grenze zu knacken. Ihr Avengers-Film hat nicht einen direkten Vorgänger, sondern mehrere. In den beiden Iron-Man-Filmen (2008 und 2010), Der unglaubliche Hulk (2008), Thor und Captain America (beide 2011) wurde das Superhelden-Universum der Marvel-Comics etabliert, um jetzt alle Figuren in einem Spektakel zusammenzubringen. Das ist ein Wagnis und gleichzeitig ziemlich clever.

Ein Wagnis, weil Blockbuster, in denen Hauptfiguren mit eigenen Reihen aufeinandertreffen, inhaltlich und an den Kinokassen bislang nicht überzeugen konnten – siehe Alien vs. Predator oder Freddy vs. Jason. Ziemlich clever scheint Marvels Schachzug hingegen, weil hier keine altersschwachen Filmreihen zu einer neuen verschmolzen werden sollen, sondern erfolgreiche zu einer noch erfolgreicheren. Wenn’s funktioniert, produziert Marvel alle vier Jahre ein Klassentreffen seiner Rächer, wenn nicht, retten Robert Downey Jr. (Iron Man), Captain America (Chris Evans) und Thor (Chris Hemsworth) eben wieder alleine die Welt.

Die Zeichen stehen auf Megahit


Kurz vor dem Start deutet bei Joss Whedons Avengers alles auf einen Kassenhit hin. Vorpremieren heimsten bei Comicfans wie bei Kritikern gleichermaßen lauter Lobeshymnen nach sich. Beide Gruppen sind eine ähnlich pingelige Klientel, und beide glücklich zu machen, ist schon mehr als die halbe Miete für einen Megaerfolg.

Marvel erntet damit die Früchte, die das Studio vor vier Jahren mit Iron Man zu säen begonnen hatte. In kleinen Szenen, versteckt nach dem Abspann, wurden erste Hinweise gegeben auf den Avengers-Film und die Fangemeinde langsam heiß gemacht. Jetzt kocht die Spannung schier über. Alle wollen sehen, wie sich eine Gruppe charakterlich schwieriger Einzelkämpfer zusammenrauft, um gemeinsam etwas noch größeres zu erreichen. The Avengers begeistert schon vor seinem Start. Besser und beharrlicher kann man ein Kinospektakel werbetechnisch kaum vorbereiten.
Die Erfolgsmarke heißt hier nicht Captain America oder Hulk sondern Marvel. Und die ist für Milliarden-Hits gut.

Titel: Marvel’s The Avengers
Regie: Joss Whedon
Darsteller: Robert Downey Jr., Samuel L. Jackson, Chris Evans, Chris Hemsworth, Scarlett Johansson, Mark Ruffalo, Jeremy Renner, Tom Hiddleston, Cobie Smulders
Deutschlandstart: 26.04.2012

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