Heute starten die Vorrunden des Eurovision Songcontests 2012 in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans. Höchste Zeit, unseren Kandidaten Roman Lob genauer zu betrachten. Bisher hat er sich bereits gegen Tausende bei der Show „Unser Star für Baku“ durchgesetzt. Jetzt muss er den Erfolg noch im direkten  Europa-Vergleich meistern.

Ein seliges Lächeln, mal Cap, mal Wollmütze und entweder schlichtes Shirt oder Karo-Hemd:Das ist Roman Lob, 21 Jahre und Industriemechaniker. Ganz nebenbei ist er auch unser Kandidat für den größten europäischen Musikwettbewerb.
Das schaffte er durch seinen Sieg in der Castingshow „Unser Star für Baku“ am 16. Februar. Alles fing ganz beschaulich im 178-Seelen-Örtchen Rott bei Neustadt/Wied an. Dort wuchs Roman mit seiner Schwester  auf und dort übte er bei seinem Großvater, Heinrich Lob, Klavier spielen. Später folgte dann derSchlagzeugunterricht beim Nachbarn, seinenGesang verfeinerte Roman in der Musik-AG der Realschule.

Roman Lob Backstage in Baku © Thomas Hanses (EBU)

Nach seinem Sieg in der Castingshow stand das Heimatdorf Kopf – selbst die Glocken wurden geläutet.Kein Wunder, denn er ist nicht nur „Unser Star für Baku“, sondern er ist auch ein echt netter Typ. Kollegen, Nachbarn und Angehörige finden nur gute Worte für den 21-Jährigen und sein Großvater erzählte der BILD, dass er ein Bilderbuch-Enkel sei, der auch die Einkäufe hinaufträgt.

Auch in Baku zeigt er sich eher ruhig, freundlich und in legerer Kleidung. Er verzichtet auf Turmfrisuren, wie sie die Iren tragen, auf Indianerkopfschmuck, den die Niederländer so lieben und auf bunte Trachten, dem russischen Klassiker– er ist einfach Roman Lob.  Aber neben den rehbraunen Augen lassen sich auch Rockstarindizien finden: Schaut man genauer hin, erkennt man die Tunnel-Ohrringe und seine tätowierte Brust. Der Ausspruch auf der Pressekonferenz „I love Tattoos“ klingt gar nicht nach dem Dörfchen Rott und Musik-AG. Auch seine bisherigen Musikbands wie „Rooftop Kingdom“ oder „Days of Despite“ schlugen eher härtere Töne an.

Aber vielleicht ist gerade diese Mischung sein gewisses Etwas? Wo Lena Meyer-Landrut durch Tanzstil, Akzent und spontane Aktionen auffiel, sind es bei Roman vielleicht die Kontraste.

Eurovision Eröffnungsfeier 2012 © Andreas Putting (EBU)

Zumindest scheint er nicht nur in Deutschland gut anzukommen. Auf seiner Facebook-Seite tummeln sich einige Fans aus Aserbaidschan und die Buchmacher führen ihn im oberen Mittelfeld. Hoffen wir, dass sein kontrastreiches Erfolgsrezept anhält und dass bei  „Standing Still“ keiner in Europa Eurovision Eröffnungsfeier 2012  still stehen kann.

Roman Lob bei seiner zweiten Probe in Baku, mit dem Titel “Standing Still”, komponiert von Jamie Cullum.

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