Noch kein goldener Oktober in Sicht

Der Oktober beginnt wie der September endete: wechselhaft. Auch in der ersten Oktoberwoche haben wir uns irgendwo zwischen goldenem Herbst und tristem Winteranfang wiedergefunden und vielerorts die Regenschirme ausgepackt und Heizungen angedreht. Leider zeichnet sich auch übers Wochenende keine Besserung ab. In den meisten Teilen Deutschlands soll es noch bis Sonntag verregnet, windig und trist bleiben. Machen Sie sich also am besten gemütliche, warme und vor allem trockene Abende mit den Liebsten daheim – vielleicht vorm Fernseher?

Die Oscars der deutschen Fernsehbranche

Zum Beispiel könnten Sie ARD oder ZDF einschalten. Die räumten nämlich bei der 14. Verleihung des deutschen Fernsehpreises jeweils gleich viermal ab und setzten sich damit vor die privaten Sender. Unter anderem erhielt das erste deutsche Fernsehen die Preise für den besten Mehrteiler (Der Mann mit dem Fagott), den besten Schauspieler (Wotan Wilke Möhring), die beste Sportsendung (Spielanalysen während der EM mit Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl) und den Publikumspreis für das beste Frühstücksfernsehen (Moma – Das Erste am Morgen). Das Zweite hingegen schnappte sich die Preise für den besten Fernsehfilm (Das Ende einer Nacht), die beste Schauspielerin (Barbara Auer und Ina Weisse), die beste Doku (Nine Eleven) und die beste Reportage (ZDFzoom: Mr. Karstadt).


Daneben wurde der Showmaster und Wetten dass…? – Erfinder Frank Elstner für sein Lebenswerk ausgezeichnet, was mit Standing Ovations von den prominenten Gästen gewürdigt wurde.

Die Twitter-Königin ist eindeutig Gaga

Über 30-Millionen Fans folgen Lady Gaga beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Mit Standing Ovations kennt sich sicherlich auch Lady Gaga aus. Seit sie im Jahr 2008 ihr Debütalbum The Fame herausbrachte, ging es unaufhaltsam für Pop-Sängerin Berg auf. Seitdem hagelte es nicht nur Preise und Titel wie „einflussreichste Entertainerin der Welt“. Vor allem in der Welt der Social Media, knackte die 26-Jährige einen Rekord nach dem anderen.

Als erste Person überhaupt, schaffte sie es zehn Millionen Follower bei Twitter zu bekommen. Im März diesen Jahres überwand sie schließlich die 20 Millionen Grenze und im Mai folgten dem Weltstar schon 25 Millionen Twitterer.  Experten waren sich damals schon einig, dass die 30 Millionen-Marke noch in diesem Jahr erreicht werden würde. Doch dass es so schnell gehen könnte, damit hat wohl kaum einer gerechnet. Nur fünf Monate dauerte es bis zum neuen Rekord, der in der Nacht zum Donnerstag aufgestellt wurde. Über 30.000.000 Menschen – mehr als ein Drittel der Einwohnerzahl Deutschlands – folgen nun der schrillen Sängerin auf dem Kurznachrichtendienst. Lady Gaga hat also wieder einmal bewiesen: Sie bleibt die unangefochtene Zwitscher-Königin.

Noch lange kein altes Eisen

Etwas bewiesen hat in dieser Woche auch der Franzose Robert Marchand. Nämlich, dass er trotz seiner 100 Jahre noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Denn Marchand schaffte etwas, bei dem schon viele jüngere Menschen vielleicht aus dem Sattel gekippt wären: Er stellte einen Radrennrekord über 100 Kilometer auf. Fast 300 Runden in vier Stunden, 17 Minuten und 27 Sekunden, trat der 100-Jährige dafür im Stadion von Lyon in die Pedale. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug während dieser Zeit etwas mehr als 23 Kilometer pro Stunde.

„Es ist besser gelaufen, als ich dachte“, sagte der frühere Feuerwehrmann nach dem Rennen. „Die letzten Kilometer waren aber trotzdem ein bisschen hart.“ Marchand ist damit der erste über 100 Jahre alte Sportler, der eine solche Leistung aufs Parkett legte. Die Kategorie eines Radrennrekords der über 100-Jährigen war deshalb extra für den Franzosen geschaffen worden.  Ein Geheimrezept für seine Fitness habe er allerdings nicht. Stattdessen habe er es im Leben schlicht und ergreifend nie übertrieben, dafür aber immer genossen: „Ich habe nie geraucht, außer bei Festen nie getrunken, und bei den Frauen habe ich auch nicht gezögert.“

Bei so viel Energie und Lebensfreude steht dem nächsten Jahrhundert wohl nichts mehr im Weg.

Feuerwehr rettet „Flöckchen“ mit Hammer und Meißel

Foto: Feuerwehr Essen

Ob Robert Marchand in seiner Zeit als aktiver Feuerwehrmann auch Kätzchen gerettet hat, ist unbekannt. In jedem Fall hat er dafür aber wohl kaum Hammer und Meißel benutzen müssen. Die Essener Feuerwehr hingegen tat genau das am vergangenen Samstag.

Begonnen hatte alles damit, dass Katze Flöckchen  ein Sonnenbad auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses nehmen wollte. Nachdem auch die Rufe des Tierhalters Flöckchen nicht zur Rückkehr bewegten, rief er die Feuerwehr um Hilfe. Sogleich rückten diese mit einer Drehleiter an um die Katze vom Dach zu holen – die hatte jedoch keine Lust eingefangen zu werden. Also verzog sich der Stubentiger, wahrscheinlich unbeabsichtigt, in einen Lüftungsschacht.Vergeblich versuchten die Einsatzkräfte das Tier mittels eines herabgelassenen Tuches zu befreien, doch Flöckchen rutschte nur tiefer in die Dunkelheit. Da man jedoch ihre ungefähre Position ausmachen konnte, griffen die Feuerwehrleute kurzerhand zu Hammer und Meißel um eine Rettungsöffnung zu schaffen. Ebenfalls ohne Erfolg.

Erst als man in einer Wohnung des zweiten Obergeschossenes den elektrischen Lüfter aus einem Bad ausbaute und Futter sowie Korb vor dem Loch platzierte, schob Flöckchen nach einer Weile vorsichtig den Kopf heraus. Nach vier Stunden, zwei Löchern und dank knapp zwölf Feuerwehrleuten, konnte der Besitzer das angestaubte und unverletzte Tier glücklich in die Arme schließen. Hoffen wir sowohl für Flöckchen, als auch für ihren Besitzer, dass sich die junge Katze nicht so bald wieder für ein Sonnenbad entscheidet.

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