Ein Jahr voller Rekorde, Glücksmomente und Triumpfe liegt hinter uns. Die eindrucksvollsten haben wir in einer Serie zusammengestellt. Heute: Die größten fünf Erfolge der Monate Oktober bis Dezember.

5. Oktober – 50 Jahre und noch immer Top in Schuss

London, 1962: Die Menge starrte aufgeregt auf die Leinwand, krallte sich in die Kinosessel und sicher waren auch so manche „Oh´s“ und „Ah´s“ zu hören, als der Doppel-Null-Agent auf der fiktiven Insel Crab Key seinen ersten Rivalen stellte. Es war die Premiere von James Bond – 007 jagt Dr. N, die, die Welt vor 50 Jahren zum Staunen brachte.

Was dann folgte, ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Während der Vatikan die erotischen Szenen teilweise verteufelte, wurden sie zusammen mit den spektakulären Actionszenen von der Weltbevölkerung gefeiert. Ganze 60 Millionen Dollar spielte der erste Bond-Streifen ein und das bei Produktionskosten von nur einer Million Dollar. 22 Filme mit unterschiedlichen Besetzungen folgten – einschließlich des diesjährigen Blockbusters Skyfall. Und trotz seines 50-jährigen Jubiläums am 5. Oktober 2012 ist der Geheimagent des MI6 noch immer top in Schuss.


Der neuste Streifen von Mister Bond hat das in diesem Jahr nochmal deutlich gezeigt. Derzeit steht Skyfall bei einem Einspielergebnis von 951 Millionen US-Dollar und hat damit noch gute Chancen vor dem Jahreswechsel die Milliarde zu knacken – eine 50 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht.

14. Oktober – Sprung vom Rand des Weltalls

Vier Anläufe brauchte der Extremsportler Felix Baumgartner in diesem Jahr, bis er endlich seinen Rekordversuch durchführen konnte. Wind und Wetter waren dem 43-jährigen Österreicher immer wieder in die Quere gekommen, doch am Sonntag den 14. Oktober hielt ihn schließlich nichts mehr auf.

Mit seinem Ballon stieg er auf 39 Kilometer Höhe– erster Rekord für die höchste Ballonfahrt – und sogleich stürzte er sich mit einem Fallschirm aus eben dieser Höhe – zweiter Rekord für den Sprung aus der größten Höhe.

Felix Baumgartner erfüllte sich damit einen lang gehegten Traum – und bescherte ganz nebenbei auch den Medien traumhafte Einschaltquoten. Bis zu acht Millionen Menschen verfolgten den Sprung auf der Videoplattform YouTube. N-tv brach sogar einen Rekord und hatte mit 6,93 Millionen Zuschauern die höchsten Einschaltquoten in der Sendergeschichte.

Es ist schon erstaunlich, wie man mit einem persönlichen Erfolg so vielen weiteren Erfolgen den Weg ebnen kann.

6. November – Mister Präsident, Sie haben Post

Barack Obama schrieb das erfolgreichste Facebook-Posting aller Zeiten.

Barack Obama feierte gleich zwei Erfolge in diesem Jahr, die zeitlich auch noch sehr eng beieinanderlagen. Als im Verlauf der Stimmauszählung der Präsidentschaftswahl klar wurde, dass das alte Staatsoberhaupt auch das neue sein würde, veröffentlichte der Demokrat ein Foto in den sozialen Netzwerken, dass ihn mit seiner Frau Michelle zeigte. Die Meldung dazu: „Four more years“ (vier weitere Jahre). Und auch wenn es nur drei Worte waren – sie haben in diesem Jahr Geschichte geschrieben. Nämlich Social-Media-Geschichte. Mit über 4,4 Millionen Likes, über 210.000 Kommentaren und 580.000 Menschen, die das Bild geteilt haben, hat Obama das erfolgreichste Facebook-Posting aller Zeiten produziert.

Gleichzeitig schaffte es dieselbe Nachricht auch bei Twitter zur erfolgreichsten Botschaft des Jahres aufzusteigen – über 810.000 Mal wurde das Bild mit den drei kurzen Wörtern, in mehr als 200 Länder weitergeschickt.  Im Vergleich dazu: Einer von Justin Biebers Tweets landete auf Platz zwei der Jahresbestenliste, weil er nur 224.000 Mal weiterverbreitet wurde.

Obama hat damit in diesem Jahr nicht nur die Wahl für sich entschieden, er hat auch offensichtlich die Herzen der Social-Media-User für sich gewonnen.

25. November – Mit quietschenden Reifen zum Dreifach-Titel

Die meisten Formel-1-Fans saßen an diesem 25. November bangend und Haare raufend vor dem Fernseher. Es regnete auf der Rennstrecke in Sao Paulo – ein schlechtes Zeichen für alle Vettel-Fans. Und dann kam auch noch der Angstmoment, als sich der Red-Bull-Wagen bei einem Zusammenprall in der vierten Runde um 180 Grad drehte. Sebastian Vettel fiel auf den letzten Platz zurück, doch er gab die Hoffnung nicht auf.

In einer Wahnsinns-Aufholjagd kämpfte er sich bis auf Platz sechs vor – übrigens auch dank Michael Schumacher, der den jungen Kontrahenten vorbeiließ – und holte sich mit drei Punkten Vorsprung den Weltmeistertitel.

Der 25-jährige Rennprofi wurde damit in diesem Jahr zum jüngsten Dreifachweltmeister der Formel-1-Geschichte und auf der ewigen Bestenliste steht er nun mit Platz drei ebenfalls auf dem Treppchen. Wir dürfen gespannt sein, mit welchen Fahrmanövern Sebastian Vettel im neuen Jahr aufwarten wird.

9. Dezember – Das Runde muss in das Eckige (und zwar 90-Mal!)

Der Dezember war der Erfolgsmonat des Superstars vom FC Barcelona, auch wenn man dies in den ersten Tagen nicht hätte glauben können. Es war der 5. Dezember beim Spiel gegen Benfica Lissabon, als die Welt dachte, Lionel Messi würde in diesem Jahr den Torrekord von Gerd Müller überbieten. Aber statt das Runde ins Eckige zu befördern, wurde Messi vom Platz befördert – und zwar verletzt. Spekulationen wie „Kreuzbandriss“ und „Rekord wird doch nicht fallen“ machten die Runde.

Zu Messis Glück stimmte keines der beiden Gerüchte. Er lief am 9. Dezember im Stadion auf und setzte sich gegen Betis Sevilla durch. Gleich zwei Tore platzierte er zwischen die Pfosten des Gegners und erhöhte die Zahl der Tore in einem Kalenderjahr damit auf 86. Müllers Rekord war damit gebrochen, aber für Messi zählen nur die Treffer – also setzte er gleich noch zwei gegen den FC Cordoba hinterher und auch beim 4:1-Sieg gegen Atletico Madrid setzte Messi nach.

Nun stehen 90 Tore auf dem Konto des argentinischen Superstars. Kein Wunder, dass er in seinem Land deshalb zum Fußballer des Jahres gewählt wurde und er nun frühzeitig eine Vertragsverlängerung bis 2018 unterschrieb. Sein Netto-Einkommen ist übrigens auch gestiegen. Ganze 16 Millionen Euro netto verdient der Stürmer anhand des neuen Vertrages pro Jahr. Nur Samuel Eto’o kassiert beim russischen Club Anschi Machatschkala mehr, mit insgesamt 20 Millionen Euro netto.

Damit ist Messi nicht nur der absolute Torschützenkönig in seinem Land, sondern auch der zweit bestbezahlte Fußballer der Welt. Zurückzahlen wird er diese Wahnsinnssumme dafür sicherlich mit dem, was er am besten kann: Mit Toren, Toren und noch mehr Toren.

21. Dezember – Wir haben überlebt!

Als größte Erfolge muss natürlich auch mit aufgenommen werden, dass der diesjährige Weltuntergang ausblieb. Zwar stand schon im Mai dieses Jahres fest, dass ein neuer Maya-Kalender gefunden wurde und die Welt sich wohl auch nach dem 21. Dezember weiterdrehen würde, aber trotzdem blieben einige Menschen hartnäckig und verkündeten das Ende der Zivilisation.

Jetzt können wir aufatmen. Wir hatten hoffentlich alle ein schönes Weihnachtsfest und dürfen uns nun auch ganz entspannt auf das Jahr 2013 freuen. Dann hoffentlich wieder mit großen Erfolgen, spektakulären Rekorden und wahnsinnigen Höchstleistungen!


Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch und vor allem ganz viel Erfolg im neuen Jahr!


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