Der Herbst steht in den Startlöchern

Gewinner der WocheWeder der Frühling noch der Sommer 2013 haben sich an meteorologische oder kalendarische Daten gehalten und sind stattdessen gekommen, wann und wie sie wollten. Doch die nächste Jahreszeit scheint dies nicht in diese Tradition einreihen zu wollen: Pünktlich zum Herbstanfang am Sonntag wird’s kühler und trister in Deutschland. „Am Wochenende wird es mit maximal 17 Grad, vielen Wolken und teils kräftigem Wind deutlich ungemütlicher“, sagt Frank Böttcher vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. Doch zu heiß und trocken ist ja auch nicht immer gut, wie man derzeit im Bundesstaat Idaho sieht …

Bruce Willis dankt den Helden des Alltags

… denn dort wütet seit einigen Tagen ein verheerender Waldbrand, der auch die Villa von Schauspieler Bruce Willis (58) bedroht. Rund 1200 Feuerwehrleute, Ersthelfer sowie Helikopter- und Flugzeugpiloten sind deshalb Tag und Nacht im Einsatz, um gegen die Flammenwand zu kämpfen. Und um diese Helden des Alltags zu würdigen, die täglich ihr Leben riskieren, sprach nun Bruce Willis in einer offiziellen Stellungnahme seinen Dank und seine Bewunderung aus: „Ihr seid die Männer und Frauen, die täglich ihr Leben für unseres aufs Spiel setzen und in Momenten wie diesen gelangt euer Heldentum ins nationale Bewusstsein. In meinem Namen und der meiner Familie möchte ich sagen, dass es keine Worte gibt, mit denen wir ausreichend beschreiben könnten, wie sehr wir euren allgegenwärtigen Einsatz und eure Tapferkeit zu schätzen wissen.“


Und weil Worte allein nicht ausreichen, wie Willis selbst sagte, kündigte der Schauspieler an, allen Einsatzkräften, die gegen das Wildfeuer kämpfen, ab Freitag Mittag- und Abendessen zu spendieren.

Die Feuerwehrleute bedankten sich daraufhin auf ihre Weise für die Gratis-Essen: Sie bauten Bruce Willis einen Wasserspringbrunnen aus Schläuchen und Düsen.

Teddybär Babbage übertrumpft Felix Baumgartners Weltrekord-Sprung

Teddybär Babbage Gewinner der Woche

Babbage stürzt sich aus 39.000 Metern in die Tiefe. ©flickr.com – Dave Akerman

Dass Gewinner der Woche oder Helden nicht immer aus Fleisch und Blut sein müssen, hat uns in dieser Woche der Teddybär Babbage gelehrt. Denn er hat den Weltrekord-Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner um ganze 31 Meter übertrumpft und begeistert mit seinen Bildern vom unglaublichen Fall zur Erde, die ganze Welt.

Da Teddybären aber nicht von alleine auf über 39.000 Meter Höhe kommen, hatte Babbage auch menschliche Unterstützung: den britischen Tüftler und hauptberuflichen Programmierer Dave Akerman. Er sorgte dafür, dass Babbage nicht nur mittels eines Wasserstoffballons aufstieg und durch einen selbstauslösenden Schneidemechanismus seinen Flug hinunter zur Erde antreten konnte. Das Kuscheltier war natürlich zusätzlich mit allem ausgestattet, was auch ein Felix Baumgartner hatte: Einen GPS-Sender um die Position jederzeit bestimmen zu können und eine Kamera, die den Flug dokumentierte. Diese war jedoch, anders als beim Österreicher, im Knopfauge des Bärs angebracht.

Daneben gab es noch zwei erwähnenswerte Unterschiede zwischen den Springer: Babbage tat das nicht, um sich einen Traum zu erfüllen – er ist das Maskottchen des Minicomputers Raspberry Pi, der auch die Aufnahmen und Messdaten des Flugs erfasste. Und wohingegen Baumgartners Weltrekordversuch geschätzte 50 Millionen Euro kostete, kam Dave Akerman mit 300 Pfund (circa 350 Euro) aus.

Neunjähriger Held mit Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet

Auch unser dritter Gewinner der Woche hat großen Mut bewiesen. Die Rede ist von dem neun Jahre alten Ethan Temmen, der einem zweijährigen Mädchen in einem Hotel in Florida das Leben rettete.

Das Drama ereignete sich in den Abendstunden im Pool des Wyndham Lake Buena Vista Resort Hotel, als keine Bademeister zur Stelle waren. Ethan und sein älterer Bruder Aaron waren im Wasser, als der neunjährige plötzlich sah, dass ein kleines Mädchen aus New York mit dem Kopf unter Wasser war: „Ich habe versucht ihren Kopf rauszubekommen. Ich weiß, wie man jemanden das Leben rettet, weil Aaron und ich es viele Male geübt haben. Wenn man jemanden so im Wasser sieht, muss man versuchen auf jede erdenkliche Art zu helfen.“

Und genau das tat Ethan: Er zog die Zweijährige, die eigentlich von ihrem achtjährigen Bruder beaufsichtigt werden sollte, aus dem Wasser. „Sie atmete nicht und hatte keinen Puls. Ethans älterer Bruder Aaron rannte los um Hilfe zu holen, dann haben die Leute, die an der Seite standen davon mitbekommen und mit der Mund-zu-Mund-Beatmung begonnen und sie kam zu sich“, erinnert sich Ethans Mutter Susan. „Sie haben sie über Nacht im Krankenhaus behalten aber ihr geht es wieder gut. Ich bin unglaublich stolz auf meine beiden Jungs.“

Und nicht nur Mutter und Vater waren unglaublich stolz – Ethan wurde auch vom Orange County Sheriff Jerry Demings mit einer Tapferkeitsmedaille für sein „schnelles und selbstloses Handeln, das direkt zum Überleben des Kindes führte“, ausgezeichnet.

Wir können zwar keine Tapferkeitsmedaille verleihen – aber in jedem Fall möchten auch wir unseren Respekt bekunden, für einen Neunjährigen, der umsichtiger und heldenhafter handelte als so mancher Erwachsene.

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