Kein Ende des Sommers in Sicht

Gewinner der WocheLange und sehnsüchtig haben wir auf ihn gewartet, dafür soll er aber auch lange anhalten: der Sommer. Zum Wochenende kommt die nächste Hitzewelle, die Temperaturen um die 39 Grad mit sich bringen soll. Mancherorts könnte sogar die 40 Grad Grenze geknackt werden. Da empfiehlt es sich, Sonnenschutz und ausreichend Flüssigkeit griffbereit zu haben. In der kommenden Woche sollen die Temperaturen dann wieder etwas sinken und angenehmer werden, ein Ende des Sommers bedeutet dies aber nicht. Die Meteorologen gehen davon aus, dass sich das schöne Wetter, oder auch, das Sommermärchen, bis mindestens Mitte August hält.

Gewinner der Woche: Deutsche Frauen-Nationalelf räumt ab

Ihr persönliches Sommermärchen könnten auch die deutschen Fußball-Frauen am Sonntag perfekt machen. Denn dann geht es gegen Norwegen um den EM-Titel (ARD, 16:00 Uhr). Aber obgleich sie den Titel holen oder nicht: Schon auf ihrem Weg dahin haben sie beeindruckende Erfolge gefeiert und die Zuschauer begeistert. Frauenfußball ist also eindeutig im Trend. Dass konnte man auch daran erkennen, dass das Team von Bundestrainerin Silvia Neid sogar den Triplegewinner Bayern München „schlug“. Zumindest im Quotenduell.


Denn das EM-Viertelfinale gegen Italien verfolgten beispielsweise durchschnittlich 4,07 Millionen Zuschauer, während nur knapp 1,93 Millionen Menschen die zeitgleiche Übertragung des Telekom-Cups auf Sat.1 sahen, bei dem Bayern München und Borussia Mönchengladbach aufeinandertrafen.

Fürs Halbfinale folgte dann der nächste Schlag gegen die Bayern, der vor einigen Jahren noch undenkbar schien: Da sowohl das Frauen-EM-Spiel gegen Gastgeber Schweden, wie auch das Benefizspiel zwischen dem FC Bayern und dem FC Barcelona um 20:30 vom ZDF übertragen werden sollten, wurde der Uli-Hoeneß Cup kurzerhand auf 18:30 vorverlegt.

Die Zeiten, in denen Frauenfußball nur auf wenig Interesse stieß, sind dank der großartigen Erfolge unserer Nationalelf also längst vorbei. Und auch dieses Jahr haben sie den Titel als Vize-Europameister schon einmal sicher. Nun heißt es nur noch einen kühlen Kopf zu bewahren und für die Zuschauer: Daumen drücken, damit Leonie Maier, Jennifer Cramer, Dzsenifer Marozsán und Co. ihren sechsten EM-Pokal in Folge holen!

Jim Carrey muntert Highschool Baseball-Team auf

Ein Highschool Baseball-Team aus Iowa konnte zwar im sportlichen Wettstreit nicht überzeugen, aber dennoch wurde es an dem Tag der Niederlage zum Gewinner der Woche. Denn nachdem die Mannschaft das Finalspiel in Fairfield verloren hatte, machte sie im Fast-Food-Restaurant des Ortes halt. Ebenso wie der Hollywoodstar Jim Carrey. Der 51-Jährige wollte eigentlich nur eine kurze Pause einlegen, doch dann sah er die niedergeschlagenen Gesichter der Jugendlichen und fasste den Entschluss, das Team aufzumuntern.

Gegenüber der Zeitung Des Moines Register erklärte der Coach Jesse Jablonski, dass er sich zunächst unsicher gewesen sei, ob es sich tatsächlich um Jim Carrey handelte. Doch dessen unverkennbare Mimik, als er seine Grimassen schnitt, überzeugte ihn letztlich und brachte ihn, ebenso wie die Schüler, zum Strahlen. Der Höhepunkt dieses Zusammentreffens war jedoch das gemeinsame Foto im Team-Bus, bei dem der Hollywoodstar schrie: „Wer sind nun die verdammten Gewinner?“

Markus Rehm und Alan Oliveira: Ein Weltrekord nach dem anderen

Nicht nur Gewinner der Woche, sondern auch Weltrekordharter und Weltmeister – das sind Weitspringer Markus Rehm und der brasilianische Stelzensprinter Alan Oliveira. Beide haben in dieser Woche unglaubliche Leistungen bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Lyon erbracht.

Zwar war der Leverkusener Markus Rehm, dessen rechtes Bein nach einem Wakeboard-Unfall vor zehn Jahren amputiert werden musste, absoluter Favorit im Weitsprung, aber das er so weit springen würde, damit rechnete keiner: 7,95 Meter – das bedeutete nicht nur Gold, sondern auch – schon wieder – einen neuen Weltrekord. Den hatte Rehm nämlich erst wenige Tage zuvor beim Integrativen Sportfest seines Klubs auf 7,54 Meter verbessert.

Der Orthopädietechnik-Meister, der seine Prothesen selbst herstellt, verbesserte sich damit seit den paralympischen Spielen in London um ganze 60 Zentimeter und zeigte sich nach diesem Wahnsinns-Ergebnis selbst überrascht: „Ich kann es überhaupt nicht glauben. Ich hätte nie gedacht, dass ein solcher Sprung überhaupt möglich sei. Ich wusste, dass ich 7,50 m springen kann, aber das heute war einfach der perfekte Sprung.“


Aber auch für Alan Oliveira, den viele als den neuen großen Star nach Oscar Pistorius gehandelt hatten, lief es absolut perfekt in Lyon. Erst holte er sich den WM-Titel über 100 Meter, dann stellte er einen neuen Weltrekord über 200 Meter auf, indem er die Strecke in 20,66 Sekunden absolvierte.

Oliveira ist damit nicht nur der erste Sprinter mit Prothesen, der die 200 Meter in unter 21 Sekunden schaffte, er strich nun auch zum zweiten Mal innerhalb von fünf Wochen den Namen „Pistorius“ aus den Rekordlisten. Damit dürfte er endgültig bewiesen haben, dass er zu Recht als der neue Sprint-Star gehandelt wurde. Und um diesen Tag rundum perfekt zu machen, nutze er gleich noch die Gelegenheit, seiner Freundin live im brasilianischen Fernsehen einen Heiratsantrag zu machen.

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