Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Morgen ist es endlich so weit: Das erste Türchen darf geöffnet werden. Gleich ob Spielzeug, Schokolade oder nur ein Spruchzettel – die erste Klappe des Adventskalenders ist doch immer am aufregendsten. Genauso wie der erste Weihnachtsmarktbesuch. Die haben nämlich in dieser Woche in den meisten Teilen des Landes ihre Stände geöffnet und die Mandel- und Glühweinbrenner angeheizt. Und natürlich darf am Sonntag auch noch die erste Kerze des Adventskranzes entzündet werden. Spätestens dann sollte klar werden, dass es langsam Zeit wird, die Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Und die dürften bei einigen Familien in den USA, in diesem Jahr recht üppig ausfallen.

Multimillionen-Jackpot in den USA geknackt

Denn in dieser Woche war ein ganzes Land im Lottofieber. Nachdem 16-mal niemand die richtigen Zahlen in der Powerballlotterie getroffen hatte, kletterte der Jackpot, bis vergangenen Mittwoch, auf ein Rekordhoch von 550 Millionen Dollar– umgerechnet rund 449 Millionen Euro. Der zweitgrößte Jackpot in der Geschichte der USA.

Und dementsprechend rekordverdächtig war auch der Ansturm auf die Lotto-Annahmestellen. Allein am Mittwoch seien laut der Lottogesellschaft durchschnittlich 130.000 Tippscheine pro Minute über die Ladentische gegangen und das, obwohl die Gewinnchance laut Experten bei 1 zu 175 Millionen lag. Die Wahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden, wäre demnach höher gewesen.


Doch tatsächlich ist es zwei Spielern geglückt, die richtige Zahlenkombination zu tippen. Auf zwei Scheinen, die jeweils in Arizona und Missouri erworben wurden, standen die gezogenen Zahlen: 5, 16, 22, 23 und 29 mit der Powerball-Zusatzzahl 6. Die Namen der beiden Glückspilze sind bis jetzt unbekannt. Sicher ist hingegen: Sie sind nun Multimillionäre, selbst wenn das Finanzamt noch ein paar Steuern abzwacken wird.

Aber auch 66 weitere Tippscheine landeten laut Lotteriegesellschaft im Millionenbereich. Demnach dürfen sich acht Spieler über je zwei Millionen und ganze 58 über je eine Million freuen.

„Gangnam-Style“ bricht alle Rekorde

Mit Millionen kennt sich auch der südkoreanische Rapper Psy seit diesem Jahr aus. Mit seinem im Juli veröffentlichten Video „Gangnam-Style“ erlangte er nicht nur internationale Berühmtheit, er schuf auch einen unglaublichen Trend. Weltweit wird der Tanzstil imitiert – Flashmobs, Sportler, Weltstars wie Madonna und sogar der Generalsekretär der vereinten Nation, Ban Ki-Moon, versuchten sich an dem merkwürdig anmutenden Pferdetanz.

Und trotzdem hätte sicherlich im Juli noch keiner gedacht, dass das Gangnam-Style-Video so erfolgreich wäre: Mit über 850 Millionen Klicks setzte es sich vergangenen Samstag an die Spitze der meistgesehenen Youtube-Videos aller Zeiten. Damit ließ der Rapper sogar Tenniestar Justin Bieber hinter sich. Dessen Video „Baby“, das bereits seit Juni 2010  auf Youtube zu sehen ist, rutschte auf Platz zwei der Klick-Charts und musste sich dem Gangnam- -Wahn ergeben.

Ob sich dieser Trend länger halten kann, vielleicht sogar Geschichte schreibt wie Micheal Jacksons Thriller, bleibt abzuwarten. Aber wenn diese Schrittabfolge sogar Gefängnismauern überwindet und Hunderte Insassen zum friedlichen und fröhlichen Tanz anregt, hat Psys Hit bereits jetzt schon, neben irgendwelchen Rekorden, Großes bewegt.

Jüngster Dreifach-Weltmeister der Formel-1-Geschichte

Fast so unglaublich wie der Welttrend des Gangnam-Style ist auch die Erfolgsgeschichte von Sebastian Vettel. Mit seinen 25 Jahren hat er nun geschafft, was so gut wie keinem Formel-1-Fahrer das ganze Leben lang gelingt: Er ist zum dritten Mal in Folge Weltmeister geworden.

Und das bei einem Rennen, das spannender kaum hätte sein können. Schon in der vierten Runde stand Vettel nach einem leichten Zusammenprall in Gegenrichtung und fiel mit seinem beschädigten Boliden auf den letzten Platz. Auch der Regen auf der Rennstrecke in Sao Paulo ließ die meisten Vettel-Fans verzweifeln – wie sollte er das noch schaffen? Aber der Mann vom Red Bull-Team bewies, aus welchem Holz Weltmeister geschnitzt sind. Nach einer unglaublichen Aufholjagd fuhr er am Ende auf Platz sechs ins Ziel und holte sich mit knappen drei Punkten Vorsprung den Weltmeistertitel vor Ferrari-Fahrer Fernando Alonso.

Damit gelang Vettel nicht nur als jüngster Fahrer aller Zeiten, den Weltmeistertitel zum dritten Mal in Folge einzufahren. Viele Experten und ehemalige Weltmeister sind nun auch fest davon überzeugt, dass der junge Weltmeister zum besten Fahrer aller Zeiten werden könnte und vielleicht noch so manchen Schumacher-Rekord bricht. Auf der ewigen Bestenliste steht der 25-Jährige zumindest jetzt schon auf Platz drei.

Innovativer Unterricht geehrt

Neben dem Weltmeisterpokal der Formel-1 wurden in dieser Woche aber auch andere Trophäen für herausragende Leistungen verliehen. So zum Beispiel für innovative und sozial engagierte Unterrichtsprojekte.

Denn am Montag fand  in Berlin zum dritten Mal die Verleihung des deutschen Lehrerpreises statt. Aufgeteilt ist der Preis, der vom Deutschen Philologenverband und der Vodafone Stiftung vergeben wird, in zwei Kategorien.

Besonders überzeugt war die Jury in der ersten Kategorie, „Unterricht innovativ“, von einem Projekt der Rodenbergschule in Menden, Nordrhein-Westfalen. Die von Inken Brügge, Dieter Mattick und Heiko Kümper gegründete „Intensivklasse Rodenbergschule“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, notorische Schulschwänzer zurück in den Schulalltag und die Gesellschaft zu integrieren. Dafür wurde das dreiköpfige Pädagogen-Team mit dem 5000 Euro dotierten Hauptpreis ausgezeichnet.

Ebenso gingen in der zweiten Kategorie, „Schüler zeichnen Lehrer aus“, 5 der insgesamt 16 Trophäen nach Nordrhein-Westfalen. Hier wurde vor allem das soziale Engagement gewürdigt, wobei die Klassen ihre Lehrkräfte direkt online nominieren konnten.

Aber nicht nur die ausgezeichneten Pädagogen können sich als Gewinner sehen – auch für die Zukunft der Schüler, das Bildungssystem und nicht zuletzt die Schulen und Eltern, ist jeder engagierte und motivierte Lehrer ein Gewinn.


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