Warme Stuben statt ungemütlichem Wetter

Regen, Sonne, Nebel – meteorologisch gesehen ist der Winter noch nicht gänzlich angekommen, er klopft aber schon an die Tür. Wirklich einladend wirkt das überwiegende Grau in Grau der 47. Kalenderwoche nicht, dafür wird es zu Hause immer heimeliger. Weihnachtsshopping, Plätzchen backen und allmählich die Dekoration hervorkramen, kann schon so manches bunte Lichtlein in dieses trübe Wetterloch bringen. Und falls doch einmal Langeweile aufkommt, wäre jetzt die beste Jahreszeit um ein neues Computerspiel zu beginnen.

Videospiel auf Rekordjagd

Der Name ist Programm, denn dieses Spiel scheint die Computerspielgemeinschaft tatsächlich zur Pflicht zu rufen. Der Shooter Call of Duty: Black Ops II (dt. Ruf der Pflicht: verdeckte Operation) von Activision Blizzard hat gleich am ersten Verkaufstag, einen neuen Umsatzrekord aufgestellt. Mehr als 500 Millionen Dollar (393 Millionen Euro) soll der Titel laut Hersteller am ersten Tag eingebracht haben. Die bisherige Bestmarke hielt der Vorgänger Modern Warfare 3 der Call-of-Duty-Reihe mit 400 Millionen Dollar. Bobby Kotick, Chef von Activision Blizzard, betonte daraufhin, dass die Computerspielreihe damit mehr Geld eingebracht habe, als die sechs Star-Wars- oder die acht Harry-Potter-Filme in ihren ersten Kinotagen.

Wie wichtig und sehnlichst erwartet das neue Actionspiel für viele Gamer war, stellte  ein Australier unter Beweis. Er saß ganze 135 Stunden am Stück vor dem PC. Okan Kaya gilt damit als neuer Weltrekordhalter im Dauerzocken und übertraf den letzten Rekord um circa 15 Stunden. Ob diese übertriebene Hingabe jedoch gesund für den Körper ist, bleibt fraglich.

Rettung aus dem Eiswasser

Weniger fraglich ist hingegen, was ein zu langer Aufenthalt im Eiswasser für den Körper bedeutet. genau das musste die fünfköpfige Crew eines Frachters vor der Küste Alaskas erfahren. Nahe der Cold Bay kenterte das Schiff und die Besatzung fand sich im eisigen Wasser wieder. Doch aufgrund der Wachsamkeit  der US-Küstenwache gelang es die Besatzung mittels eines Helikopters ausfindig zu machen und rechtzeitig aus dem Meer zu retten. Alle fünf Mitglieder des Frachters sind dank des schnellen Handelns der Küstenwache am Leben und kamen mit einem kalten Schrecken davon.

Ein verspäteter Gewinn

Auch Andy Ashkar, der Betreiber eines Gemischtwarenladens, reagierte schnell, als ein irritiert wirkender Mann mit einem Lottoschein vor sechs Jahren seinen Laden betrat. Doch statt ihm zu helfen, nutze er die Irritation des Mannes aus um ihn zu betrügen. Der Schein des Mannes war fünf Millionen Dollar wert – doch der Gewinner stand scheinbar so neben sich, dass er dachte nur 5000 Dollar gewonnen zu haben. Andy Ashkar erkannte seine Chance, bestätigte diese niedrige Summe beim Auslesen des Scheins und bot dem Gewinner an, sofort 4000 Dollar auszahlen zu können. Der Vater von zwei Kindern akzeptierte das scheinbar praktische Angebot, nahm das Geld und ging – der Millionenschein blieb beim Verkäufer.

In den folgenden Jahren verließ den tatsächlichen Gewinner nie das Gefühl betrogen worden zu sein, aber er konnte nichts beweisen. Erst als sich Andy Ashkar gemeinsam mit seinem Bruder nach sechs Jahren (elf Tage bevor der Schein aufgrund der Verjährungsfrist ungültig geworden wäre) bei der Lotteriegesellschaft meldete und den Gewinn einforderte, kam die Wahrheit ans Licht. Denn die Gesellschaft zweifelte an Ashkars Ausführungen so lange wegen einer Verlobung gewartet zu haben, veröffentlichte eine Pressemitteilung und siehe da: Der ursprüngliche Besitzer des Scheins erkannte die Zusammenhänge und setzte sich mit der Lotterie in Verbindung.

Nun bekommt der eigentliche Gewinner, was ihm zusteht: seinen Gewinn. Statt harter Arbeit als Gebäudereiniger kann sich der mittlerweile 49-jährige Vater nun einen frühen Ruhestand gönnen. Und was geschieht mit den Verkäufern? Natürlich bekommen auch die Brüder, was ihnen zusteht: Haftstrafen von 15 bis 25 Jahren.

Rekord-College-Basketballer als NBA-Star von Morgen?

Anscheinend bekamen in dieser Woche alle, was ihnen zusteht. So ebenfalls Jack Taylor aus Iowa. Er erhielt jedoch weder eine Haftstrafe, noch einen fünf Millionen Dollar Gewinn, sondern einfach höchsten Applaus und Lob für seine unglaubliche Leistung.

Und dies geschah am Dienstag den 21. November, als sich zehn junge Männer in Iowa gegenübertraten. Fünf von ihnen trugen schwarze Trikots die anderen fünf waren in Weiß gekleidet –  ein Spiel zweier Collage-Basketballmannschaften. Doch für einen Mann wurde diese Partie zum Spiel seines Lebens. Für die Nummer drei in Weiß – Jack Taylor vom Grinnell College.

Dem Publikum, den Trainern und der Familie blieb nichts anderes, als über dieses Spiel zu staunen. Nummer drei ergattert den Ball, wirft, trifft. Er schnappt sich wieder den Ball, wirft, trifft. Er wirft, verfehlt – doch dann wirft er wieder und trifft und trifft und trifft …

Im Schnitt versuchte Taylor alle 20 Sekunden den Ball im Korb zu platzieren. Von seinen 108 Würfen, verwandelte er ganze 52 und erzielte damit alleine 138 Punkte für seine Mannschaft. Er holte damit nicht nur den Sieg sondern auch die meisten Punkten in der Geschichte des College-Basketballs. Die bisher höchste Punktzahl wurde im Jahr 1954 erreicht, als Clarence Francis 113 Punkte in einem Spiel schaffte – nun liegt der Rekord beim 22-Jährigen aus Iowa.


Und bei dieser Zahl zollten selbst die NBA-Stars und Olympioniken Respekt. So wie Carmelo Anthony von den New York Knicks, der kaum Worte für das Spektakel fand: „Ich habe noch nie von etwas Derartigem gehört. Das ist ja wie ein Videospiel.“

In jedem Fall richten sich wohl fortan nicht nur die Blicke der College-Kollegen auf die weiteren Spiele von Jack Taylor, vielleicht schauen nun auch einige Talent-Coaches mal vorbei.

Lesen Sie auch

Noch keine Kommentare vorhanden.

Sag' Deine Meinung!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *