Der Winter kämpft sich zurück

Gewinner der WocheDauerregen, Temperaturen im einstelligen Bereich und in Gebirgen über 500 Meter sogar Frost und Schnee: Das ist die triste Aussicht für die nächsten Tage im Mai. Schuld an dem schlechten, winterlichen, Wetter trägt ein Höhentief, das immer wieder kalte Meeresluft aus den polaren Breiten nach Europa schickt. Also entfliehen Sie am besten dem trüben Nass, indem Sie eine spontane Reise in wärmere Gefilde planen oder mummeln Sie sich beim Public Viewing am Samstag in möglichst warme Kleidung.

80 Jähriger besteigt Mount Everest

So wie Yuichiro Miura. Der Japaner hat sich nämlich freiwillig an einen noch kälteren Ort begeben: den 8850 Meter hohen Mount Everest. Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass Miura bereits 80 Jahre alt ist, zuletzt mit Herzrhythmusstörungen zu kämpfen hatte und den höchsten Gipfel der Welt nun zum dritten Mal innerhalb der letzten zehn Jahre erklommen hat.

Von der Spitze aus rief Miura sein Management an: “Ich hab’s geschafft“, sagte der Japaner am Telefon. „Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich es mit 80 auf den Gipfel des Mount Everest schaffe. Das ist das beste Gefühl der Welt, obwohl ich total erschöpft bin.”


Damit gilt Miura von nun an wieder als ältester Mensch auf dem Mount Everest. „Wieder“ deshalb, weil er bereits mit 70 und 75 Jahren im Guinness-Bbuch der Rekorde eingetragen war. Im Mai 2008 bestieg jedoch der 76 jährige Nepalese Min Bahadur Sherchan den höchsten Gipfel der Welt und hielt seitdem den Rekord. Miura sagte vor seiner Rückkehr nach Nepal dazu nur, dass es ihm dabei nicht so sehr um den Rekord gehe, sondern um die Herausforderung.

Diese hat er nun erfolgreich gemeistert und sich den Titel Gewinner der Woche genauso verdient, wie den erneuten Eintrag als Weltrekordhalter.

Haile rennt direkt zum Weltrekord

Grand-Prix von Bern: Haile Gebrselassie

Grand-Prix von Bern:
Haile Gebrselassie
© swiss-image.ch/
Foto: Andy Mettler

Einen weiteren Rekord hat in der vergangenen Woche der erfolgreichste Langstreckenläufer der Welt aufgestellt: der Äthiopier Haile Gebrselassie. Erst vor sechs Wochen zeigte der mittlerweile 40-Jährige beim Wienmarathon, dass er noch immer zu den absoluten Spitzenläufern gehört. Am 18. Mai beim Grand-Prix in Bern, dem größten Volkslauf der Schweiz, untermauerte Gebrselassie dies mit einem neuen Masters-Weltrekord. Konkurrenzlos legte er einen wahnsinnigen Start-Ziel-Sieg hin und meisterte die 10-Meilen-Strecke in einer Zeit von 46:59 Minuten. Damit unterbot er den zehn Jahre alten -Weltrekord in der Kategorie der 40 bis 44 Jährigen um fast eine halbe Minute und versetzte die Zuschauer in Bern in Staunen. Doch wie macht der Wunderläufer das nur? Sein Geheimnis verriet er auf der späteren Medienkonferenz: Es bestehe einfach aus Disziplin und den täglichen zwei Trainingseinheiten, an denen niemals gerüttelt wird.

Emmelie de Forest überzeugt beim Eurovision Song Contest 2013

Zu rütteln gab es auch nichts an der Entscheidung beim ESC 2013. Selbst die Gerüchte über die Stimmenmanipulation aus Aserbaidschan können den Erfolg der 20-jährigen Emmelie de Forest aus Dänemark nicht schmälern. Denn mit 281 Punkten – also 50 Punkten Vorsprung vor Farid Mammadov aus Aserbaidschan – setzte sich der Favoritensong Only Teardrops deutlich gegen die Konkurrenz durch.

Dabei war ihr Auftritt auch wirklich zauberhaft: Barfuß, im weißen Kleidchen und mit leicht zerzaustem Haar erinnerte sie laut Medienberichten an eine Meerjungfrau, Elfe oder Fee.

Für Dänemark könnte genau das die Siegesstrategie gewesen sein, denn barfuß gewann schon Loreen 2012. Für die so natürlich wirkende Emmelie ist es jedoch, laut ihrer Aussage, ganz normal: „Ich habe immer schon ohne hohe Schuhe gesungen. Das macht mich entspannter.“

Entspannt wirkte sie auch in Malmö – allerdings erst nach ihrem Sieg, als sie verkündete der glücklichste Mensch der Welt zu sein.

Kein Wunder! Schließlich hat die 20-Jährige auch hart für ihren Traum als Sängerin gearbeitet: „Ich habe einfach immer wieder viele Festivals angerufen – und oft ein Nein bekommen, aber man muss einfach an sich glauben und es immer wieder versuchen und versuchen.“

Mit diesem Optimismus hat sie nun nicht nur Europa verzaubert und den ESC-Pokal nach Dänemark geholt, sie hat sich auch einen Platz in unserer Rubrik Gewinner der Woche verdient!

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