Pfingstwetter spaltet die Nation

Gewinner der WocheWährend man in Berlin mit sonnigen 26 Grad rechnen kann, müssen die westlichen Teile Deutschlands zu Pfingsten den Regenschirm und die Jacke hervorkramen: Eine markante Luftmassengrenze spaltet am Wochenende Deutschland und bringt Temperaturunterschiede von bis zu 15 Grad. In den mittleren Regionen, die zwischen warm und kalt liegen, wird es demnach wechselhaft und es muss mit starken Gewittern gerechnet werden. Für die Pfingsttage gilt also: Seien Sie auf alles vorbereitet und nutzen Sie die zwischenzeitlichen Sonnenstunden bestmöglich aus.

Eisernes Durchhaltevermögen

 


Thomas Cook Ironman Gewinner Male

Eneko Llanos (Platz 1), Bart Aernuts (Platz 2)
und Andreas Raelert (Platz 3)
© ironmanmallorca.com

Wie wäre es beispielsweise mit schwimmen, radeln oder joggen? Wer sich nicht für eins entscheiden möchte, kann auch alles gleichzeitig machen – so wie die Teilnehmer des Thomas Cook Ironman-Wettbewerbs im Nordosten von Mallorca. 3300 Triathleten aus aller Welt stellten sich am vergangenen Samstag dieser Herausforderung. Zunächst galt es 1,9 Kilometer zu schwimmen, dann über 90,1 Kilometer in die Pedale zu treten und zum Abschluss eine 21,1 Kilometer lange Strecke bis zum Ziel zu laufen.

Zwar ist es schon ein großer Erfolg, beim Ironman-Wettbewerb überhaupt das Ziel zu erreichen, aber wer den Triathlon dann noch mit einem Streckenrekord abschließt, so wie der Spanier Eneko Llanos vergangenen Samstag, beweist wirklich eisernes Durchhaltevermögen. Innerhalb von 3:52:36 Stunden überquerte er die Ziellinie und verwies damit den Belgier Bart Aernuts (3:52:54) auf den zweiten und Ironman-Vizeweltmeister Andreas Raelert (3:54:43) auf den dritten Platz.

Aber auch die Österreicherin Lisa Hütthaler hat gezeigt, dass sie einen eisernen Willen besitzt. Sie siegte bei den Frauen mit 4:09:23 Stunden vor der Holländerin Yvonne Van Vlerken (4:10:44) und brachte damit alle Kritiker zum Schweigen, die nach dem Ironman in Miami 2012 meinten, sie hätte den zweiten Platz nur aufgrund des Windschattenvorteils ergattert.

Es lohnt sich also immer zu kämpfen – egal, was andere sagen.

Umweltrettung durch Weltrekord

Auch für die Umwelt lohnt es sich zu kämpfen – schließlich wäre die Welt ohne Wälder nicht nur trostlos, viele Tiere und Lebensarten würden auch Ihre Heimat verlieren und wohlmöglich aussterben. Um dem entgegen zu wirken, umarmten am Dienstag 848 Menschen im Essener Grugapark Hunderte Baumstämme. Damit sicherten sie sich nicht nur einen Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde, gemeinsam mit der Naturschutzorganisation WWF und dem Fernsehsender ProSieben wurde auch ein Statement für die deutschen Wälder gesetzt. So betonte Jörg Ehlers, Sprecher des WWF: „Es ist ein symbolischer Akt mit einem ernsten Hintergrund“, und auch Weltrekordrichter Olaf Kuchenbecker zog ein positives Fazit: „Weltrekorde müssen nicht immer actionreich sein, sie taugen auch als stille Stellungnahme.“

Für uns sind nicht nur die neuen Weltrekordinhaber Gewinner der Woche – auch für den Umweltschutz, für die Fauna und Flora, war die Aktion ein deutlicher Aufmerksamkeitsgewinn.

Zapfsäulenkaraoke begeistert die Welt

Besonders viel Aufmerksamkeit hat auch das Ehepaar Will und Monifa Sims mit einer besonderen Gesangseinlage auf sich gezogen. Sie hielten mit ihrem Wagen an einer Zapfsäule, fröhlich pfiff Will Sims ein Lied, während er volltanken wollte, als er plötzlich den US-Talkmaster Jay Leno auf einem Bildschirm an der Zapfsäule sah. Leno sprach den Tankenden an und versprach eine gratis Füllung, wenn Will ein Lied zum Besten gäbe. Dieser ließ sich kurzerhand überreden und intonierte, ganz ohne Text, seine ganz persönliche Version von Bon Jovis Livin‘ on a Prayer.

Währenddessen lachte sich seine Frau Monifa auf dem Beifahrersitz schlapp. Jay Leno entdeckte sie, wollte sie ebenfalls zu einem Ständchen überreden, doch Monifa zögerte. Schließlich ließ sie sich dann aber doch hinreißen und trug mit starker Stimme Sweet Dreams von den Eurythmics vor.

Das Publikum tobte angesichts der spontanen Show, die das seit zwölf Jahren verheiratete Ehepaar ablieferte, und das Youtube-Video der Zapfsäuleneinlage stand dieser Begeisterung in nichts nach. Über zwölf Millionen Klicks verzeichnete der Clip innerhalb der ersten Woche – Jay Leno lud die beiden daraufhin auch zu seiner Show ein, wo die Zwei ein weiteres Duett vortrugen.

Etwas geschmälert wurde diese vor Lebensfreude und Spontanität strotzende Aktion nur von den Gerüchten, dass alles vom Sender CNN geplant worden sei, schließen würden Monifa von Will Schauspielerfahrung besitzen.

Den Zuschauern und Youtube-Usern scheint es jedoch egal zu sein, ob die Tanz- und Gesangseinlage gespielt war oder nicht – gute Laune vermittelt das vor Glück sprühende Ehepaar so oder so. Und auch wir finden: Wer nach zwölf Jahren noch so frisch und liebevoll miteinander agiert, hat sich den Titel Gewinner der Woche genauso verdient wie den Jubel der Zuschauer und Fans!

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