Angrillen bei strahlendem Sonnenschein!

Gewinner der WocheEndlich kletterten die Temperaturen bis in den zweistelligen Bereich, doch bei dem grauen Frühlingsnass blieb die gute Laune über das Ende des langen Winters noch immer vielerorts aus. Damit soll laut den Meteorologen nun Schluss sein: Das Hochdruckgebiet „Notburga“ kommt mit Sonnenschein und viel warmer Luft daher – bis zu 25 Grad werden am Oberrhein erwartet, immerhin 17 Grad in Berlin und Hamburg. Also packen Sie den Grill aus oder planen Sie Ausflüge ins Grüne und genießen sie den langersehnten Frühling. Wie wäre es beispielsweise mit einer Motorrad-Tour?

Gewinner der Woche: Weltrekord im Globe of Speed

Aber suchen Sie sich dafür bitte einen sichereren Platz als die sogenannte „Todeskugel“ des Zirkus‘ Flic Flacs. Denn die kann selbst für echte Profis zur Nervenprobe werden. So wie bei den Motorradartisten der Pinillomotos-Truppe. Erst vor drei Wochen hatten sich zwei der Fahrer in der „Globe of Speed“ genannten Metallkugel, die einen Durchmesser von 6,50 Meter hat, verletzt.

Doch das hielt die mutigen Artisten nicht davon ab, erneut aufs Bike zu steigen und nun ihren eigenen Weltrekord zu brechen. Zu zehnt wagten sie sich in das runde Metallgeflecht, zeigten spektakuläre Stunts, rasten rauf, runter, im Kreis und kopfüber.

Einer der ersten, der in die Kugel fuhr, war Pavel Horbacz, der im März mit mehreren Prellungen ins Krankenhaus gekommen war. Er hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht und ein noch breiteres, als er sich nach gelungener Vorstellung den Helm herunterriss und jubelte.

„Je länger man wartet, desto größer wird die Angst“, sagte Pavel hinterher. Und auch für Trainer José Antonio Pinillo Ramos aus Kolumbien gehören die Unfälle zum PS-Traum dazu: „Zeitweise war das Krankenhaus meine zweite Heimat. Aber bei jedem Unfall lernt man doch auch, wie man so etwas künftig vermeidet.“

Es gehört also nicht nur eine große Portion Mut zu dem Traum der Motorradartisten von Zirkus Flic Flac – es ist auch unabdingbar immer lernfähig zu bleiben und hart zu trainieren.

Felipe Santana: Statt zu resignieren wurde er zum Tor-Helden

Hartes Training ist für Fußballprofis kein Fremdwort. Vor allem nicht, wenn es um die Champions League geht. Aber hier ist nicht nur die Qualität des Trainings gefragt – nur wer zudem einen kühlen Kopf im Spiel bewahrt und sich trotz Gegentreffer oder kleiner Fehler nicht aufgibt, geht hinterher als Sieger vom Platz. Ein Parade-Beispiel dafür war Felipe Santana, der für das Wunder von Dortmund sorgte.

Zunächst sah es für den brasilianischen Verteidiger vom BVB gar nicht gut aus: Seine zu kurze Kopfballabwehr ermöglichte das 0:1; in der 82. Minute verlor er den Zweikampf gegen Eliseu, der das 1:2 schoss. Doch all das war vergessen, als er in der entscheidenden 94. Minute das 3:2 gegen die Spanier vom FC Malaga schoss und Dortmund damit ins Halbfinale der Champions League katapultierte.

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp fasste diesen Wahnsinnsmoment hinterher bei Sky mit folgenden Worten zusammen: „Diesen Abend werde ich nie vergessen. Wir haben zum ersten Mal Nerven gezeigt, wir haben wenig inspiriert Fußball gespielt, hatten wenig Bewegung, waren leicht zu verteidigen. Wenn wir rausgeflogen wären, wären wir rausgeflogen, weil wir nicht gut waren. Aber mit dieser Moral haben wir das einfach nicht zugelassen. Wir waren kurz vorm Herzinfarkt.“

Und wer in solchen Momenten, wie Verteidiger Felipe Santana, die Nerven behält und seine Fehler wieder gutzumachen weiß, der hat den Titel Gewinner der Woche redlich verdient!

Christian Burow ist der Held der Straße

Foto: Auto-Medienportal.Net/Goodyear

Foto: Auto-Medienportal.net; Goodyear

Auch der 22-jährige Christian Burow hat im Januar 2013 Nerven bewiesen und einem Mann damit das Leben gerettet. Als er am 5. Januar gegen 19 Uhr stadtauswärts im Kreis Unna, Nordrhein-Westfalen, unterwegs war, kam im plötzlich ein Wagen entgegen, der unkontrolliert gegen einen Baum raste. Der junge Mann handelte sofort, stoppte sein Auto, stellte Warndreiecke auf und informierte Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Aber damit nicht genug: Er sah den Qualm, der aus dem Motorraum aufstieg und versuchte das Unfallopfer aus dem Wrack zu befreien. Durch den Zusammenprall waren jedoch alle Türen verklemmt und Christian Burow blieb lediglich der Weg durch den Kofferraum.

Zunächst wollte der unter Schock stehende Fahrer sich nicht überzeugen lassen, aus dem Fahrzeug auszusteigen – doch trotz der Angst im Nacken, dass der Wagen jeden Moment in Flammen aufgehen würde, sprach der 22-Jährige geduldig weiter mit dem Verunglückten. Letztlich überzeugte er ihn, während gerade rechtzeitig die Rettungskräfte eintrafen und das qualmende Autowrack löschen konnten.

Für seinen besonderen Einsatz – schließlich würden laut einer Umfrage von Goodyear nur 38 Prozent in einer Notsituation eingreifen – wurde Christian Burow von Goodyear und dem Automobilclub von Deutschland (AvD) zum Held der Straße des Monats April erklärt.

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