Goldener Oktober dank „Kourosh“

Die 42. Kalenderwoche hat zwar trübe begonnen, endet aber mit steigenden Temperaturen und fast deutschlandweitem Sonnenschein. Denn Hoch „Kourosh“ sorgt bis zur nächsten Woche doch noch für einen goldenen Herbst. Bis auf 25 Grad sollen die Thermometer am Wochenende klettern. Vielleicht die letzte Gelegenheit um den Biergarten zu besuchen, einen Ausflug ins Grüne zu machen oder eine Segeltour zu planen? Aber Achtung: Trotz schönem Wetter könnte der Wellengang tückisch sein…

Segler dank Flugzeugcrew gerettet

Das musste auch Glenn Ey, 44, aus Queensland lernen, als er vor zwei Wochen mit seiner Yacht von Sydney aus lossegelte. Eigentlich wollte er nach Neuseeland reisen, aber nach ein paar Tagen auf See geriet Ey in einen Sturm und eine riesige Welle ergriff das elf Meter lange Boot und zerstörte den Mast. Der 44-Jährige überlebte das Unwetter, doch segeln konnte er mit seiner beschädigten Yacht nicht mehr. Also startete er den Schiffsmotor in der Hoffnung das Festland zu erreichen. „Ich dachte, ich hätte gute Chancen ohne Hilfe nach Sydney zurückzukommen, aber nach neun Tagen konnte ich immer noch keinen Hinweis auf die Stadt erkennen und ich wusste nicht, wo genau ich war“, erzählte Ey später in einem Telefoninterview.

Nachdem ihm auch das Benzin ausgegangen war, sendete er ein Notsignal und hatte Glück. Eine Boing 777 von Air Canada flog genau über der möglichen Route des in Seenot geratenen Mannes und wurde vor dem Start gebeten Ausschau zu halten. Ein Crew-Mitglied der Maschine war dabei besonders aufmerksam: Trotz der Höhe von 1500 Metern entdeckte es das Boot und benachrichtigte den Piloten. Dank der Adleraugen dieses Mannes konnte Glenn Ey circa 500 Kilometer vor der Küste Sydneys geborgen werden und befindet sich mittlerweile wieder sicher an Land.


 

Rekordsprung vom Rand des Weltalls

Auch der Extremsportler Felix Baumgartner ist mittlerweile wieder sicher an Land. Der befand sich zwar nicht tagelang auf See, dafür aber gut neun Minuten in der Luft. Genauer gesagt im freien Fall. Denn der 43-jährige Österreicher wagte vergangenen Sonntag einen spektakulären Rekordversuch, bei dem er sich aus 39 Kilometern Höhe in die Tiefe stürzte. Es war der vierte Anlauf für den Sprung, der zuvor dreimal aufgrund der Wetterbindungen hatte verschoben werden müssen.

Doch dieses Mal hielt den Extremsportler nichts mehr auf und mit seinem Fallschirmsprung knackte er gleich mehrere Rekorde: Den Rekord für den Sprung aus der größten Höhe, der bisher von Baumgartners Mentor Joe Kittinger mit 31 Kilometern gehalten worden war. Den Rekord für die höchste bemannte Ballonfahrt und den Rekord, als erster Mensch die Schallmauer durchbrochen zu haben, indem er eine Höchstgeschwindigkeit von gut 1342 Stundenkilometern bei seinem Fall erreichte.

Nach seiner Landung war Baumgartner samt Familie nicht nur überglücklich, er fand auch fast schon philosophische Worte um seinen waghalsigen Rekordversuch zu beschreiben: „Manchmal muss man wirklich hoch hinaus, um zu sehen, wie klein wir sind.“

Doch, obgleich dem Österreicher alles so klein erschien, war das öffentliche Interesse gigantisch. Bis zu acht Millionen Menschen verfolgten gleichzeitig den Sprung auf der Videoplattform YouTube – womit der bisherige Rekord für Live-Übertragungen im World Wide Web eingestellt wurde. Das Nachrichtenformat n-tv sicherte sich hingegen mit rund 6,93 Millionen Zuschauern die höchste Einschaltquote in der Geschichte des Senders. Und auch Prominente, Politiker und Raumfahrtsorganisationen aus aller Welt ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Hinterher beglückwünschten sie den Österreicher via Twitter und Facebook für diesen mutigen, inspirierenden Sprung, der nur mit Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen zum Erfolg kommen konnte und der zweifellos in die Geschichte eingegangen ist.

Projekt Eternity knackt Kickstarter-Rekord

Geschichte geschrieben hat diese Woche auch ein PC-Spiel, das noch nicht einmal auf dem Markt ist: Projekt Eternity. Das von Obsidian Entertainment geplante Rollenspiel scheint schon jetzt, zwei Jahre vor der Veröffentlichung, mehr Fans zu haben, als so manches bereits erhältliche Game. Denn im vergangenen Monat spendeten fast 74.000 Menschen auf der Internetseite Kickstarter Geld für die Entwicklung des Spiels. Statt mit 1,1 Millionen US-Dollar, die angestrebt waren, endete der Aufruf am Dienstag mit einer Summe von knapp 3.987.000 Millionen Dollar – ein Rekord bei der Crowdfunding-Plattform. Das Projekt wurde damit zu 326 Prozent finanziert und die Fans dürfen sich nun schon im Voraus auf etliche Zusatzinhalte und größere Länder zum Erkunden freuen.

Tierliebe zahlt sich aus

Auch Duke freute sich vor sechs Jahren, als er ein neues Heim erkunden durfte. Zuvor hatte der Hund nämlich in einem Tierheim gelebt, bis ihn die Familie Brousseau aus Portland, Connecticut, bei sich aufnahm. Wie dankbar der Rüde bis heute dafür ist und wie sehr er seine Familie zu lieben gelernt hat, bewies er am vergangenen Sonntag.

Nachdem Jenna Brousseau und ihr Mann ihre neun Wochen alte Tochter Harper zu Bett gebracht hatten, wollten auch sie sich schlafen legen. Doch Duke rannte  urplötzlich in das Schlafzimmer, sprang aufs Bett und zitterte unkontrolliert. „Er ist eigentlich sehr gehorsam, deshalb war das total merkwürdig“, erklärte Jenna hinterher. Durch das seltsame Verhalten von Duke spürten die Brousseaus, dass irgendetwas nicht stimmen konnte, also sahen die Eltern nach ihrem Baby. Harper war zwar noch in ihrem Bettchen, aber das neun Wochen alte Mädchen atmete nicht mehr. Umgehend rief Jennas Mann den Notruf und es gelang den eintreffenden Rettungskräften die kleine Harper zu reanimieren.

Allein dem tierischen Familienmitglied ist es zu verdanken, dass sich das Mädchen mittlerweile wieder bester Gesundheit erfreut. „Wäre Duke nicht so ängstlich gewesen, hätten wir uns einfach schlafen gelegt“, sagte Jenna voller Dankbarkeit gegenüber den Journalisten und fügte hinzu: „Er ist einfach der perfekte Hund und es war Bestimmung, dass er zu uns kam.“

Da bewahrheitet sich doch wieder einmal der Spruch, dass der Hund des Menschen bester Freund sei. Und Tierliebe zahlt sich eben immer aus.

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