Welttag des Schneemanns

Gewinner der Woche 18. Januar 2013Das Comeback des Winters ist geglückt und das erfolgreicher, als man es sich gewünscht hätte. Mit eisigen Temperaturen, dichten Schneefällen und glatten Straßen war man gezwungen, wieder Kratzer, Mützen, Wintermäntel und Handschuhe auszupacken. Was für die einen ein lästiges Übel ist, bringt den anderen jedoch höchstes Vergnügen. Schlitten, Skier und Schneeballschlachten können endlich zum Einsatz kommen und die ersten Skilifte rotieren bereits im Harz. Im Übrigen ist der heutige Freitag auch perfekt geeignet, um mit den Kindern einen Schneemann zu bauen. Denn der hat heute, am Welttag des Schneemanns, quasi Geburtstag…

Ältester Mann Deutschlands

…aber nicht nur der Schneemann, auch Paul Veit aus Brandenburg, feierte in dieser Woche Geburtstag – und zwar den 110. in seinem Leben. Damit gilt der Brandenburger als der älteste in Deutschland lebende Mann.

Zu den Feierlichkeiten am Dienstag kamen deshalb nicht nur langjährige Freunde wie Paul Veits Hausarzt Hartmut Wiegank, sondern auch der Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Daher hatte Marion Veit, die 64-jährige Tochter des Geburtstagskindes, allerhand zu tun. Aber auch während der anderen 364 Tage im Jahr, an denen Paul Veit nicht Geburtstag feiert, greift ihm seine Tochter unter die Arme. Sie lebt mit ihm gemeinsam in einer Wohnung in Neuruppin, wo sie ihren Vater pflegt und im Alltag unterstützt. Regierungschef Platzeck ist davon überzeugt, dass diese fürsorgliche Liebe das hohe Alter von Paul Veit begünstigte: „Unsere gute Luft, seine gesunde Lebensweise haben sicherlich ebenso zu diesem gesegneten Alter beigetragen wie das berührende Kümmern seiner Tochter.“

Was nun das tatsächliche Erfolgsgeheimnis des Brandenburgers ist, wird man vielleicht nie erfahren. In jedem Fall gratulieren wir aber herzlich zum 110. Lebensjahr und wünschen Paul Veit, als einem der Gewinner der Woche, noch viele weitere gesunde und glückliche Jahre!

Frau aus Häuserwand gerettet

Viele gesunde und glückliche Jahre hat hoffentlich auch Anita Mann noch vor sich. Denn sie entging am vergangenen Mittwochmorgen dank eines aufmerksamen Nachbarn und dem schnellen Handeln der Rettungskräfte einem schrecklichen Schicksal.

Es war Viertel vor Vier in der Früh  als Anita auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses in Portland (USA) eine Zigarette rauchte und plötzlich in einen rund viereinhalb Meter tiefen Schacht zwischen zwei Gebäuden fiel. Zwar bewahrte sie die Breite des Schachts – nur rund 25 Zentimeter – vor dem Aufprall am Boden. Rund einen Meter vor dem Grund blieb sie stecken. Allerdings konnte sich die junge Frau nun nicht mehr rühren und so hätte der Spalt zwischen den Häusern zur Todesfalle werden können.

Nur dank eines aufmerksamen Nachbarn, der die Hilfeschreie hörte, konnten die Rettungskräfte umgehend alarmiert werden, allerdings war damit noch nicht alles überstanden.

Zunächst versuchten die Feuerwehrmänner die junge Frau mit Schmiermittel einzureiben, um sie wieder hochzuziehen. Doch dieser Versuch scheiterte. Dann wurden Heizlüfter aufgestellt, damit Anita Mann nicht erfrieren würde. Mittels eines Lochs in der Wand konnte sie unterdessen mit Flüssigkeit versorgt werden, während die Rettungskräfte beratschlagten, was zu tun sei, um die eingeklemmte Frau zu befreien ohne sie zu verletzten.

Es folgte der eigentliche Rettungsakt: Airbags wurden zwischen den Mauern platziert, damit sie mehr Platz hatte und dann begann man langsam und präzise ein Loch, nur wenige Zentimeter neben dem Unfallopfer, in die Wand zu schneiden.

Nach rund drei Stunden war Anita Mann endlich befreit. Erschöpft, glücklich und unverletzt reckte sie die geballten Fäuste zum Himmel und umarmte ihren Ehemann.

Damit zählt nicht nur Anita Mann zum Gewinner der Woche – ohne ihren Nachbarn, der auf die Hilfeschreie der Frau reagierte, hätte sie vielleicht nicht so viel Glück gehabt.

Vierfacher Weltrekordhalter im Rechnen

Von Glück hält man in der Mathematik nicht viel. Hier setzt man auf logisches Denken und Wahrscheinlichkeit. Und rein logisch betrachtet sind die von Dr. Gerd Mittring aufgestellten Weltrekorde im Zerlegen einer Zahl in Primfaktoren unwahrscheinlich gut.

Ein kurzer Exkurs für alle Nicht-Mathematiker: Das Zerlegen in Primfaktoren ist sozusagen umgekehrtes Multiplizieren. Die Primfaktoren von 24 (eine 2-stellige Zahl) sind beispielsweise 3 und 8 (3×8=24). Die Primfaktoren von 1001 (eine 4-stellige Zahl) sind hingegen 7, 11, und 13.

Schon bei drei- und vierstelligen Zahlenbereichen wird das Ganze also deutlich komplizierter. Aber nicht zu kompliziert für den Weltmeister im Kopfrechnen Dr. Gerd Mittring.  Er nennt einem diese Zahlen innerhalb eines Wimpernschlags – und vergangenen Mittwoch wagte er sich nicht nur an eine 100-stellige, sondern auch an eine 120-stellige Zahl.

Die erste Aufgabe, einen beliebigen Primfaktor aus einer 100-stelligen Zahl zu bestimmen, die aus 20 aufeinanderfolgenden Primzahlen besteht, löste er in 13,1 Sekunden – Weltrekord.

Die nächste Hürde, die genaue Position des Primfaktors der Zahlenfolge zu nennen, aus der sich die anderen Primfaktoren ableiten ließen, bewältige der Rechenkünstler in 2,08 Minuten und unterbot damit seinen eigenen Weltrekord um über eine Minute.

Für die nächsten beiden Aufgaben ging es an eine 120-stellige Zahl, die nicht einmal von komplexen Computern zum Rechnen genutzt werden kann und alles greifbare hinausgeht. Aber auch in diesem, für Mathematiker ungebräuchlichen Zahlenbereich, holte Dr. Gerd Mittering zwei Weltrekorde: In 1,16 Minuten gelang es ihm, die Primfaktoren zu bestimmen, und die exakte Position des Primfaktors benannte er erfolgreich in nur 10,13 Minuten.

Wer sich solchen Zahlenhöhen derart konzentrieren kann, ohne sich  zu verrechnen, und dabei noch mehr leistet als die besten Computer der Welt, der kann nur einer der Gewinner der Woche sein!

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