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Erfolg durch professionelles Delegieren

Die Unterlagenstapel auf dem Schreibtisch türmen sich höher und höher, pausenlos klingelt das Telefon, der Strom von Mitarbeitern mit Fragen und Anliegen reißt nicht ab, und wann Sie zum letzten Mal in Ruhe über ihre Karriere nachdenken konnten, wissen Sie gar nicht mehr. Kurzum: Sie haben zu viel Arbeit und zu wenig Zeit.

Was tun? Jürgen W. Goldfuß präsentiert in seinem Ratgeber eine unmittelbar einleuchtende, im Detail jedoch ziemlich knifflige Antwort: Delegieren. Dabei geht es weniger darum, Arbeit einfach nur an jemand anderen abzugeben, sondern Goldfuß nimmt das „professionelle Delegieren“ ins Visier. Wie lassen sich Aufgaben abgeben, ohne dass die Qualität ihrer Ausführung darunter leidet? Und wie können Mitarbeiter eingebunden werden, ohne dass man selbst die Kontrolle über die Projekte verliert? Um Antworten auf diese Fragen kreist Erfolg durch professionelles Delegieren.

Goldfuß nährt sich seinem Kernproblem zunächst behutsam. Wer das Gefühl hat, zu wenig Zeit zu haben, arbeitet schließlich in der Regel so viel, weil es ihm erstens Spaß macht und er zweitens gar keine Möglichkeit sieht, Arbeit abzugeben. In den ersten Kapiteln geht es deshalb darum, ein Problembewusstsein dafür zu schaffen, was ein Chef selbst tun kann und muss und warum professionelles Delegieren ein Ausdruck kompetenter Führung ist. Delegieren ist nicht nur nötig – es ist auch möglich.

Der Praxisteil überzeugt

In einem zweiten Schritt schildert Goldfuß dann, wie sich Mitarbeiter gerade durch das Delegieren motivieren und fördern lassen und wie es sich durch klar definierte Meilensteine und effektives Monitoring erfolgreich gestalten lässt. Dann folgen Praxisbeispiele und kleine Tests, anhand derer man lernen soll zu entscheiden, ob und wann das Abgeben von Aufgaben sinnvoll ist.


Goldfuß setzt mehr auf Fließtext als auf kleinteilige Argumentationshäppchen. Schaubilder zum Pareto-Prinzip sind zwar nicht gerade innovativ und Aufzählungslisten von mehr als anderthalb Seiten Länge wenig übersichtlich. Erfolg durch professionelles Delegieren sensibilisiert aber ebenso kenntnisreich wie schlüssig für das Thema. Darauf kommt es schließlich an.

Wer sich weniger für das „ob“ interessiert und vielmehr konkret wissen will, wie er erfolgreich delegieren kann, darf ohne schlechtes Gewissen vorblättern. Seine Stärken spielt das Buch im – leider etwas kurz geratenen – Praxisteil aus. Die Beispiele sind aus dem Leben gegriffen und die Lösungsvorschläge gut argumentiert. Erfolg durch professionelles Delegieren kann darum helfen, das eigene Zeitmanagement entscheidend zu verbessern – damit bald wieder mehr Platz auf dem Schreibtisch einzieht.

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